10. Januar 2019, 20:32 Uhr

Altglas

Glascontainer: Kein Chaos mehr in der Wetterau

Wenn sich Flaschen neben überfüllten Glascontainern ausbreiten,sorgt das für Ärger. Ein Jahr nach dem Entsorgerwechsel beim Altglas läuft die Abfuhr in der Wetterau aber ohne große Probleme.
10. Januar 2019, 20:32 Uhr
Überfüllte Glascontainer am Friedhof von Nieder-Mörlen: Nach Ansicht einiger Anwohner sind an diesem Standort zu wenig Behältnisse aufgestellt worden. (Foto: Nici Merz)

Von einem »gewissen Chaos« spricht Dr. Jürgen Roth, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Wetterau (AWB), wenn er an die Zustände an Altglascontainer-Standorten im Kreis zum Jahreswechsel 2017/18 zurückdenkt. Damals hatte der Entsorger gewechselt: Anstelle der Bad Nauheimer Firma Fehr war fortan das Wächtersbacher Unternehmen Weisgerber im Auftrag des Dualen Systems zuständig. Ein Jahr später ist von Chaos keine Rede mehr, wie Roth und Weisgerber-Betriebsleiter Raymund Winkler betonen. Gleichwohl gibt es nach Weihnachten und Silvester im einen oder anderen Wohnviertel Beschwerden.

 

Zu wenig Container?

Zum Beispiel von Bürgern aus Nieder-Mörlen, die sich über die Lage am Container-Standort neben dem Friedhof aufregen. Dort hat die Flaschenflut nicht nur die vier Container gefüllt, sondern sich auch drumherum breitgemacht. Dieser Zustand, so ein Anwohner, habe aber nichts mit den Feiertagen, sondern mit der nicht ausreichenden Zahl von Behältern zu tun. »Seit Sommer ist dieses Bild vermehrt zu beobachten«, schreibt der Nieder-Mörlener. Nach zahlreichen Protesten habe Weisgerber 2018 vorübergehend sechs Container aufgestellt und der Überfüllung entgegengesteuert. Dann seien wieder zwei Container abgezogen worden. Seitdem reiche die Kapazität nicht aus.

Wie AWB-Chef Roth und die Bad Nauheimer Verwaltung bestätigen, laufe die Entsorgung zufriedenstellend, was Probleme an einzelnen Standorten nicht ausschließe. Laut Weisgerber-Betriebsleiter Winkler muss die Firma wirtschaftlich arbeiten. Je nach Container-Zahl und Altglas-Aufkommen werde ein Standort zweimal pro Woche, alle 7 oder alle 14 Tage angesteuert. »Auch aus Umweltgründen ist es nicht sinnvoll, ständig halb volle Container zu leeren.«

Sei das an einem Standort der Fall, werde die Container-Zahl verringert oder der Abfuhrrhythmus geändert. Die Firma reagiert entsprechend, wenn Container ständig überfüllt sind. Oft seien Behälter aber gar nicht voll. Winkler: »Nicht selten verstopfen Leute die Containeröffnung mit Flaschen oder anderen Glasprodukten, die nicht reinpassen. Dann stellen andere Nutzer Flaschen auf der Erde ab.«

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