18. Dezember 2018, 19:47 Uhr

Für Bildung, gegen Armut

Ein Hilfsprojekt unterstützt ein Hilfsprojekt: Der Verein Nepali Samaj hatte ins Gemeindezentrum West eingeladen, um eine Spende an das Projekt »Alle können lernen« des Evangelischen Familienzentrums Friedberg zu überreichen. Shiva Adhikari, Vorsitzender des Vereins Nepali Samaj, überraschte die Gäste zunächst mit einem nepalesischen Essen. »Viele kommen direkt von der Arbeit hierher. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle nach einem gemeinsamen Essen besser zuhören können«, sagte er und lud zum Abendessen ein.
18. Dezember 2018, 19:47 Uhr
Gleich zwei Spenden an einem Abend: In beiden Fällen kommt das Geld dem Projekt »Alle können lernen« zugute, mit dem Bildung unterstützt wird. (Foto: Steinhauer)

Ein Hilfsprojekt unterstützt ein Hilfsprojekt: Der Verein Nepali Samaj hatte ins Gemeindezentrum West eingeladen, um eine Spende an das Projekt »Alle können lernen« des Evangelischen Familienzentrums Friedberg zu überreichen. Shiva Adhikari, Vorsitzender des Vereins Nepali Samaj, überraschte die Gäste zunächst mit einem nepalesischen Essen. »Viele kommen direkt von der Arbeit hierher. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle nach einem gemeinsamen Essen besser zuhören können«, sagte er und lud zum Abendessen ein.

Der Verein Nepali Samaj mit Sitz in Frankfurt unterstützt Hilfsprojekte in Nepal, vor allem zugunsten von Kindern. Er beteiligt sich beispielsweise am Aufbau einer Gehörlosenschule. Die drei Hauptziele des 2003 gegründeten Vereins seien Katastrophenhilfe, nachhaltige Entwicklung und Kulturaustausch. »Unsere Welt wird nur besser, wenn alle zusammenarbeiten«, sagte der in Friedberg lebende Shiva Adhikari, Vorsitzender und Vereinsgründer. Kinderarmut sei ein globales Thema, und Bildung dürfe niemandem verwehrt bleiben. »Daher spenden wir 1000 Euro an das Projekt ›Alle können lernen‹«, erklärte Adhikari. Jedes Kind müsse mit Schulmaterial versorgt sein. Ihm gehe es aber bei seinem Verein nicht nur um das Sammeln von Geldern, genauso wichtig sei der Austausch von Wissen. Um diesen Wissensaustausch zu fördern, gebe es beispielsweise eine Zusammenarbeit zwischen der Johannes-Vatter-Schule in Friedberg und der Gehörlosenschule in Nepal, die von Nepali Samaj unterstützt werde.

Pfarrer André Witte-Karp, der gemeinsam mit Andrea Kube vom Evangelischen Familienzentrum das Projekt »Alle können lernen« begründet hatte, begrüßte die Gäste im Gemeindezentrum, unter ihnen Vertreter der Johann-Philipp-Reis-Schule, der vierten Schule, die an diesem Projekt teilnehme. »Mit dieser Spende können wir gleich etwas weitergeben an die neue Schule im Projekt«, zeigte sich Witte-Karp erfreut.

Die 17 Ziele der Agenda 2030 beinhalteten die Kernthemen für eine nachhaltige Entwicklung, erklärte Adhikari. Dies betreffe alle Länder und alle Menschen, denn: »Die Welt wird nicht besser, wenn die Dritte Welt Unterstützung erhält. Es muss überall Unterstützung geben. Das funktioniert nur, wenn alle zusammen helfen und Integration leben.« Armut und Bildung seien zwei Seiten einer Münze, nur durch Bildung könne man der Armut entfliehen. Daher die Spende an »Alle können lernen«, denn Unterstützung »ist keine Einbahnstraße«, stellte Adhikari klar. »Nur gemeinsam können wir die Welt verbessern, sonst leiden noch Generationen an Armut, Umweltschäden, Migration und Krieg«.

 

Friedberger Händler helfen

 

Im Mittelpunkt des Familienzentrums Friedberg stünden Bildung, Teilhabe und Beratung, erklärte Andrea Kube. Jedes fünfte Kind in Deutschland sei von Armut betroffen. Das Projekt »Alle können lernen« ermögliche es, ohne Stigmatisierung zu helfen. Daher erhielten die beteiligten Schulen Geldspenden, denn in jeder Schule gebe es einen unterschiedlichen Bedarf an Lernmitteln. »Auch eine Einzelfallunterstützung ist möglich«, sagte Kube, denn eine Erstausstattung für Schüler koste viel Geld. »Auch die Einzelhändler in Friedberg unterstützen uns hierbei und ermöglichen einen vergünstigten Einkauf.«

Nick Szymanski, stellvertretender Leiter der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg, nahm die erste Spende von Kube entgegen. Neben der Spende des Vereins Nepali Samaj freute sich Kube an diesem Abend, von Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender eine weitere Spende für ihr Projekt entgegennehmen zu können.

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