Einwohnerzahlen

Einwohnerzahlen: So wächst die Wetterau

Die Zahl der Einwohner im Wetteraukreis ist gestiegen. Einige Städte legen besonders zu. Das bedeutet auch gewaltige Herausforderungen.
13. Juni 2018, 11:49 Uhr
Ein sichtbares Zeichen für den Bevölkerungszuwachs sind neue Baugebiete wie hier »Am Kalkofen« in Groß-Karben.

Die Wetterau wächst weiter in einem Tempo, das sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Landrat Jan Weckler hat kürzlich die Zahlen für die Wetterau zum 30. Juni 2017 vorgestellt. Demnach lebten exakt 304 776 Menschen in der Wetterau. Das waren 862 mehr als sechs Monate zuvor. Zurückzuführen ist das Bevölkerungswachstum laut Pressemitteilung aus der Kreisverwaltung ausschließlich auf ein positives Wanderungssaldo. Das heißt, die Zahl der zugezogenen Neubürger war deutlich höher als die der Fortzüge. Beim Verhältnis von Geburten zu Sterbefällen liegen die Sterbefälle trotz höherer Geburtenraten als in der Vergangenheit immer noch deutlich vor den Geburten.

 

Zuwachs um etwa 30 000 Menschen wird erwartet

»Wir rechnen damit, dass sich die Zahl der Menschen in der Wetterau um etwa 30 000 erhöhen wird. Das bedeutet eine gewaltige Herausforderung für uns als Schulträger, aber auch für die Städte und Gemeinden, die entsprechend Wohnraum zur Verfügung stellen müssen. Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen wird genauso steigen wie nach Schulraum oder der Bedarf im Nahverkehr.

Auch der Kreisverwaltung stehen erhebliche Herausforderungen bevor. Mehr Menschen in der Wetterau fordern mehr Dienstleistungen. Für viele Fachdienste würden heute noch spezialisierte Fachleute gebraucht, die es auf dem Markt momentan nicht gebe. »Deshalb machen wir große Anstrengungen, das nötige Personal zu rekrutieren und selbst auszubilden«, berichtet Weckler.

 

Kreisverwaltung wird vergrößert

Um die neuen Mitarbeiter unterzubringen, stehen auch Baumaßnahmen der Kreisverwaltung an. So soll das ehemalige Verwaltungsgebäude in der Friedberger Steinkaute kernsaniert und zum Verwaltungsgebäude umgebaut werden. Dort werden eine modernisierte Rettungsleitstelle sowie Teile des Fachbereichs Gesundheit und Gefahrenabwehr sowie der Brandschutz untergebracht werden.

In der Homburger Straße soll ein Neubau entstehen, um dort im »Haus der Umwelt« die Fachdienste des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt zusammen mit dem Fachdienst Bauordnung unterzubringen. »Aktuell haben wir an 24 von 88 Schulstandorten im Wetteraukreis bereits Container stehen oder planen welche, sodass also auch eine solche Lösung als Übergangslösung für die Kreisverwaltung vorgesehen wird, um die drängende Raumnot zu reduzieren. Im Innenhof der Kreisverwaltung am Europaplatz soll ein solcher Containerbau entstehen«, teilte der Landrat unlängst in einem Rundschreiben den Mitarbeitern mit.

 

Butzbach mit dem größten Plus

Die Bevölkerungsentwicklung verläuft nicht in allen Städten und Gemeinden gleich. Insbesondere der Vergleich über mehrere Jahre ist da wesentlich aussagekräftiger. So war Butzbach mit einem Wachstum von 8,4 Prozent zwischen der letzten Volkszählung (9. Mai 2011 und dem 30. Juni 2017) die Stadt mit der höchsten Bevölkerungszunahme, gefolgt von Bad Vilbel (7,61 Prozent), Limeshain (6,53 Prozent), Bad Nauheim (5,78 Prozent), Friedberg (5,68 Prozent) und Büdingen (5,16 Prozent).

Auch in Karben, Wöllstadt, Echzell, Rosbach, Ranstadt und Wölfersheim stieg die Bevölkerungszahl um mehr als drei Prozent. Zwischen zwei und drei Prozent lag die Steigerung in Rockenberg und Nidda, bis zu zwei Prozent stieg die Zahl der Einwohner in Niddatal, Ortenberg, Altenstadt, Reichelsheim und Münzenberg. In Ober-Mörlen blieb die Zahl der Einwohner exakt gleich.

 

Leichter Rückgang in Florstadt

Einen leichten Bevölkerungsrückgang in den vergangenen Jahren gab es in Florstadt, Glauburg und Hirzenhain (unter ein Prozent), in Gedern (minus 2,52 Prozent) und Kefenrod (minus 2,73 Prozent). »Die Zahlen werden sich noch einmal stark verändern, wenn die vielfach geplanten Baugebiete in den Städten und Gemeinden des Kreises dazukommen«, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Aktuell die größte Stadt im Wetteraukreis ist Bad Vilbel (33 661 Einwohnern am 30. Juni 2017), gefolgt von Bad Nauheim (31 957), Friedberg (28 889), Butzbach (25 901), Karben (22 131) und Büdingen (21 948).

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