20. Dezember 2018, 16:02 Uhr

Einsturzgefahr

Einsturzgefahr in der Friedberger Innenstadt

Wer an der Friedberger Stadtkirche entlangläuft, stößt an der Ecke Augustinergasse/Große Klostergasse auf Balken, die gegen eine Hauswand gestemmt sind. Einsturzgefahr!
20. Dezember 2018, 16:02 Uhr
Eine Ruine vor der Stadtkirche. Die Außenwand des Hauses ist in Richtung Augustinergasse nach außen gedrückt worden. Feuerwehr, THW und Bauhof haben reagiert und das Gebäude abgesichert. (Fotos: Johannes Hartmann)

In der Nacht auf Sonntag hatten Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und städtischer Bauhof in der Friedberger Innenstadt gut zu tun. Die Wand eines Hauses an der Ecke Augustinergasse/Große Klostergasse hatte sich nach außen gewölbt, drohte in Richtung Augustinergasse einzustürzen, dabei ein Gerüst mitzureißen und darüber hinaus das benachbarte städtische Bauamt zu beschädigen. Wie die WZ von einem Bewohner aus der Nachbarschaft erfahren hat, soll Material, das sich bei Abbrucharbeiten angesammelt habe, die gefährliche Situation verursacht haben. »Das Material drohte, die Außenmauer des Hauses so weit nach außen zu drücken, dass diese hätte auf die Straße fallen können.«

 

Von Verkehrschaos ist die Rede

Die Freiwillige Feuerwehr sei von der Polizei informiert worden, sagte Stadtbrandinspektor Michael Stotz der WZ. Unmittelbare Gefahr für Menschen habe nicht bestanden. Gemeinsam mit zwei Fachberatern des THW habe sich die Wehr an die Arbeit gemacht. Feuerwehr und THW schauten sich die Lage von der Drehleiter aus an. Das Technische Hilfswerk sicherte die Wand ab.

Laut Website des THW-Ortsvereins Friedberg wurde ein sogenannter Warning Alarm for Stapability Protection (WASP) installiert, »um mögliche Bewegungen am Gerüst sowie an der Gebäudewand zu detektieren«. Das System habe nach kurzer Zeit reagiert und die Vermutung bestätigt, »dass die Wand sowie das Gerüst noch in Bewegung sind«. Weiter heißt es im Einsatzbericht des Technischen Hilfswerks: »Nachdem die zusätzlich alarmierten THW-Einsatzkräfte die Friedberger Innenstadt erreichten, wurde mit dem Bau einer Holzkonstruktion mittels Bauholz begonnen. Parallel zur konstruktiven Planung wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und durch den Bauhof der Stadt Friedberg abgesperrt.«

 

Mit Holzbalken wird die Wand abgesichert, die ansonsten auf die Augustinergasse stürzen würde.
Mit Holzbalken wird die Wand abgesichert, die ansonsten auf die Augustinergasse stürzen wü...

Insgesamt seien drei Strebstützen direkt an der Außenwand angebracht worden, zudem zwei weitere am Baugerüst. »Als Widerlager diente eine gegenüberliegende Mauer vom Außenbereich des Stadtbauamts.« Gegen 3 Uhr beendeten die Einsatzkräfte des THW ihre Arbeit.

Nun sind die Große Klostergasse und die Augustinergasse in Höhe des Gebäudes gesperrt. Der Anwohner sprach von Verkehrschaos. Wie es mit der Baustelle und den Sperrungen weitergeht, war am Dienstag nicht zu erfahren.

 

Ursache laut Kreis-Bauamt unklar

Ob vor dem Ereignis am Samstagabend Fehler gemacht worden waren, konnte das Bauamt des Wetteraukreises »aus derzeitiger Unkenntnis über die Ursachen des Teileinsturzes« nicht sagen. Die Bauaufsicht habe am Montagmorgen von dem Teileinsturz des Gebäudes erfahren. Es habe sofort eine Ortsbesichtigung gegeben. Die Abstütz-Konstruktion halte die Außenwand in ihrer Stellung, ein weiteres Verschieben werde verhindert. »Ein Abbruch der verbliebenen Gebäudeteile, beurteilt von einem Sachverständigen, könnte die geeignetste Maßnahme darstellen, um die Gefahrenlage zu beheben. Das weitere Vorgehen wird zur Zeit geprüft.«

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