08. Februar 2018, 19:00 Uhr

Kostenfrage

Diskussion um Kosten für Kita »Brüder Grimm«

Die Rosbacher FDP-Fraktion zweifelt die Richtigkeit der Kostenschätzung für eine mögliche Sanierung der Kita »Brüder Grimm« an. Die Kosten seien viel zu hoch angesetzt.
08. Februar 2018, 19:00 Uhr
Was passiert mit der Kita »Brüder Grimm«? Noch ist diese Frage nicht abschließend beantwortet, im Parlament besteht weiter Diskussionsbedarf. (Archivfoto: lh)

Viel wurde diskutiert, die Zukunft der Rosbacher Kita »Brüder Grimm« ist dennoch weiterhin unklar. Bei ihrer Sitzung am Dienstagabend haben sich die Stadtverordneten erneut mit der Kinderbetreuung in Rosbach beschäftigt. Hintergrund: Die FDP-Fraktion zweifelt die Richtigkeit der Kostenschätzung für eine mögliche Sanierung der Kita »Brüder Grimm« an. Die Kosten seien viel zu hoch angesetzt, so das Fazit einer entsprechenden Anfrage.

Fraktionsvorsitzender Hans-Otto Jacobi bemängelte konkret, die Kosten für die Estricharbeiten hätten in der Schätzung vom November 2016 bei 28 000 Euro gelegen, sich dann aber in der Schätzung vom Juni 2017 auf 213 000 Euro erhöht. Auch würden in der Schätzung weder vorhandene noch vorgesehene Vordächer, Balkone und Dachbegrünung aufgeführt. Die Kosten für die Heizungs-, Sanitär- und Elektroarbeiten seien mit 350 000 Euro gegenüber des Baukostenindexes weit überhöht veranschlagt, ebenso der Ansatz der Gesamtkosten der Sanierung. Jacobi wollte vom Magistrat – der sich längst für einen Abriss der Kita ausgesprochen hat – wissen, wie diese Zahlen zu erklären seien.

»Kosten auf Neubauten bezogen«

Bürgermeister Thomas Alber (parteilos) antwortete: In der Schätzung vom Juni 2017 seien keinerlei Kosten zu einer Dachsanierung aufgeführt. Es habe sich herausgestellt, dass sich die Aufbauhöhe des Fußbodens nicht verändern lasse, daher müsse eine teure Vakuumdämmung eingebaut werden, sagte Alber zur Kostensteigerung hinsichtlich der Estricharbeiten. Die Werte des Baukostenindexes würden sich auf Neubauten beziehen. Bei Sanierungen seien höhere Werte zugrundezulegen. »Das ist nicht zutreffend«, monierte Jacobi. »Die Kostenschätzung wurde sachgerecht vorgenommen«, erwiderte Alber.

Auch der mögliche Neubau der Kita Sang wurde thematisiert. Einstimmig sprachen sich die Stadtverordneten für einen CDU-Antrag – ergänzt und ausgeführt von SPD und FDP – aus, wonach der Magistrat ermitteln soll, was es kosten würde, wenn die Stadt Bauherr der Kita wäre. In die Kalkulation sollen die Kosten für eine zweimal vierzügige und eine einmal vierzügige Kita einbezogen werden. Der vorherige Parlamentsbeschluss war davon ausgegangen, dass die Einrichtung möglichst von einem freien Träger errichtet und betrieben werden soll. Durch den neuen Beschluss hätte man Vergleichszahlen, könne sich guten Gewissens für eine Variante entscheiden, erläuterte CDU-Chef Jörg Egerter vor der Abstimmung.

»Wir blicken in dem Wust nicht mehr durch«

»Wir haben solche Zahlen längst bekommen, blicken aber in dem ganzen Wust selbst nicht mehr durch. So kommt es zu solchen Anträgen«, sagte Dieter Kurth (Stimme). Egerter widersprach, den Überblick verloren zu haben. Er machte zudem deutlich, die Kostenermittlung bedeute nicht, dass gebaut werde und erst recht nicht, dass die Kita »Brüder Grimm« abgerissen werde. Alber betonte: »Der Antrag stellt kein Problem dar, es liegt bereits eine entsprechende Kalkulation vor.«

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