22. November 2018, 19:06 Uhr

»Der Tomatenkreuzzug«

22. November 2018, 19:06 Uhr
Franziska Langer (l.) und Laura Klaus setzen sich dafür ein, dass der naturwissenschaftliche Unterricht originell und fesselnd ist. (Foto: Science on Stage Deutschland e.V.)

Auf dem Nationalen Science on Stage Festival kamen in Berlin rund 100 MINT-Lehrkräfte zusammen, um auf Deutschlands größter Ideenbörse von Lehrern für Lehrer originelle Konzepte für einen fesselnden naturwissenschaftlichen Unterricht zu präsentieren. Elf von ihnen wurden ausgewählt, die Bundesrepublik im kommenden Jahr als nationale Delegation beim Europäischen Science on Stage Festival in Cascais 2019 zu vertreten. Mit Franziska Langer und Laura Klaus vom Burggymnasium hat auch ein Lehrerinnenteam aus Friedberg das Ticket nach Portugal gelöst.

In Europas Klassenzimmer

Am vergangenen Wochenende haben sie auf dem Festival ein Unterrichtsprojekt rund um die Vererbungslehre mit selbst gekreuzten Tomatenpflanzen vorgestellt. Ihre Schülerinnen und Schüler lernen die mendelschen Regeln nicht nur in der Theorie: Aus den Samen selbst gekreuzter Pflanzen haben sie eine eigene ›Burggymnasium‹-Tomate gezüchtet und dies auch wissenschaftlich dokumentiert.

Das Konzept von Langer und Klaus, das den Schülerinnen und Schülern effektiv biologische Grundkenntnisse und ökologisches Wissen vermittelt, hat in Berlin nicht nur die Kolleginnen und Kollegen auf dem Bildungsmarkt, sondern auch die Fachjury nachhaltig überzeugt. Im nächsten Jahr kommt das Projekt aus Friedberg im portugiesischen Cascais deshalb auf die internationale Bühne. Mit dem Projekt von Langer und Klaus findet damit eine innovative Unterrichtsidee aus Friedberg ihren Weg in Europas Klassenzimmer.

Franziska Langer (Biologie/Englisch) und Laura Klaus (Biologie/ Mathematik) haben sich mit »Der Tomatenkreuzzug« qualifiziert. In diesem Projekt werden Tomatenpflanzen in der Schule angebaut. Die Besonderheit: Die Samen dazu stammen von selbst gekreuzten Pflanzen, die hinsichtlich phänotypisch sichtbarer Eigenschaften ausgewählt wurden. Bei der Aufzucht vollziehen die Schülerinnen und Schüler auf Grundlage der mendelschen Regeln die Vererbung von drei konkreten Merkmalen, nämlich Größe, Farbe und Form nach. Bei der Dokumentation erwerben sie Kenntnisse über wissenschaftliche Arbeitsweisen wie das Mikroskopieren, das Erstellen von Langzeitprotokollen und Datenanalyse, die ihnen im Studium wiederbegegnen werden.

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