08. Februar 2019, 19:38 Uhr

Courage wird belohnt

08. Februar 2019, 19:38 Uhr
Sind stolz auf die Übergabe des Titels »Schule ohne Rassismus« für das Georg-Büchner-Gymnasium (v. l.): Yanni Fischer, Silke Schellhaaß, Malte Anders, Luna Evans, Anna Ritter, Isabel Reichert, Amelie Diebel, Carsten Treber, Lavinia Borod, Claudia Kamm, Zara Sahin und Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr. (Foto: pv)

Tausend helfende Hände, eine große Schulhofaktion und ein ebenso großes Vorhaben: Das Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) bekam jüngst feierlich den Titel »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« verliehen. Damit ist das Gymnasium nun Mitglied eines bundesweiten Netzwerks von Schulen, die sich gegen jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus engagieren.

Bei der Verleihung der Urkunde durch den Landeskoordinator der Initiative, Yanni Fischer, betonte die Vorsitzende der GBG-Schülervertretung, Luna Evans, dass Meinungsfreiheit nicht bedeute, Menschen ausgrenzen zu dürfen, weil sie anders sind. Der Titel »Schule ohne Rassismus« sei wichtig, um auch im Alltag für dieses Thema zu sensibilisieren. Der Feier ging die Auftaktveranstaltung »Homologie« des Schulpaten und Comedians Malte Anders im Kulturforum Dortelweil voraus. Im Anschluss bastelten die Schüler Plakate mit symbolischen Handabdrücken, auf denen Sprüche wie »Kein Platz für Rassismus am GBG« oder Werte wie »Freiheit, Zusammenhalt, Gleichheit« stehen.

Den Abschluss bildete eine große Schulhofaktion, bei der die ganze Schulgemeinde zusammen die Buchstaben »SMC«, kurz für »Schule mit Courage«, stellten.

Hessenweite Auszeichnung

»Es ist wichtig, gerade junge Menschen für das zu sensibilisieren, was in unserem Umfeld vor sich geht«, betonten Isabel Reichert und Anna Ritter vom Courage-Team.

Zur Übergabe der Urkunde waren unter anderem auch Bürgermeister Thomas Stöhr, Bad Vilbels CDU-Fraktionsvorsitzende Irene Utter, die Landtagsabgeordnete Kathrin Anders (Grüne) sowie der Vorsitzende des Grünen-Ortsverbandes in Bad Vilbel, Clemens Breest, erschienen. Das GBG ist die erste Schule in der Festspielstadt, die den Titel »Schule ohne Rassismus« trägt, hessenweit gibt es insgesamt mehr als 100.

Das pädagogische Engagement des GBG für Menschenrechte hatte zuletzt für Aufruhr gesorgt, als die AfD im vergangenen Jahr die Schule für die Durchführung eines Projekttages zu den Menschenrechten scharf anging. »Wir stärken Schulen in ihrem Engagement gegen rassistische, antisemitische, homophobe und insgesamt menschenverachtende Umtriebe den Rücken«, bekräftige Breest nun erneut.

Der Einsatz von Lehrern und Schülern gegen Ausgrenzung und Diskriminierung sei »vorbildlich«. Er wünsche sich, dass weitere Schulen dem Beispiel folgten.

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