Bahnhof soll sauberer werden

18. April 2018, 18:52 Uhr
Ein beliebter Treffpunkt: Der Boden des Wartehäuschens und die Umgebung sind mit Zigarettenkippen übersät. (Foto: sax)

Mit einem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung will die SPD auf die Situation am Reichelsheimer Bahnhof aufmerksam machen. Bürger beklagten Schmutz, Müll, Lärm und Defekte am Fahrkartenautomat, begründete die Fraktion am Dienstag während der Sitzung ihre Initiative. Einstimmig entschieden die Stadtverordneten, das Thema im Sozial-, Kultur- und Sportausschuss intensiver zu diskutieren.

»Ein fast neuer Bahnhof, aber in einem unschönen Zustand«, charakterisierte Holger Strebert für die SPD-Fraktion die Situation. Er bemängelte, »dass der Bahnhof aussieht wie eine Müllhalde«. Wiederholt gebe es Beschwerden der Bevölkerung, dass der Bahnhofsbereich, insbesondere das neue Wartehäuschen, verschmutzt sei und viel Müll herumliege. Außerdem streike der Fahrkartenautomat »offenbar öfter«, zählte Strebert die Probleme auf.

Neben der mangelnden Sauberkeit rügten die Bürger, »dass der Bahnhof zu einem Treffpunkt von Jugendlichen wird, die durch Lärm und das Hinterlassen von Müll negativ auffallen«. Die Stadt habe zwar auf die meisten Probleme keinen unmittelbaren Einfluss, räumte Strebert ein. Der Magistrat solle aber in Gesprächen mit den Verantwortlichen versuchen, eine Besserung zu erreichen.

Während die Bahn für Ordnung und Sauberkeit auf dem Gelände und einen funktionierenden Fahrkartenautomaten sorgen solle, müsse auch das Team der Jugendpflege in die Problemlösung eingebunden werden. Im Antrag schlägt die SPD vor, die Jugendpflege über den Treffpunkt zu informieren. Sie solle »die Jugendlichen in bereits bestehende Konzepte (…) integrieren bzw. neue Angebote für diese Jugendlichen (…) schaffen«.

»Das Problem, das sich hier fokussiert, sind die Jugendlichen, die sich da sammeln«, analysierte Dr. Erich Sehrt für die CDU. Er beantragte, das Thema in den Ausschuss zur ausführlichen Diskussion zu verweisen.

»Es sind Bürger unterschiedlichsten Alters«, kritisierte Hans-Günter Scholz (Freie Wähler), die Probleme am Bahnhof allein mit den Jugendlichen in Verbindung zu bringen. »Ich würde den Begriff, der eben genannt wurde, nicht so rausschreien.« Die Politik müsse die Interessen der gesamten Bevölkerung vertreten. »Wir müssen mit allen Bürgern reden, auch den jungen.«

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