Am Bodensee und in Oberschwaben

07. Juni 2018, 20:13 Uhr
Wissenswertes: Hans Wolf erläutert Einzelheiten zum Brunnen für die »verdruckten« Allgäuer in Wangen. (Foto: pv)

Eine viertägige Exkursion führte den Friedberger Geschichtsverein unter Führung von Hans Wolf rund um den Bodensee und in oberschwäbische Reichsstädte. Hans Wolf führte zu 16 Orten mit herausragenden Baudenkmälern, zu Klosteranlagen und Stadtzentren.

In Friedrichshafen, erst 1811 als Seezugang vom württembergischen König gegründet, wurde als ein Höhepunkt im Zeppelin-Museum die zu Beginn des 20. Jahrhunderts führende Technik der Luftschiffe in ihrer zivilen Nutzung, ihrem verdeckten Einsatz im Ersten Weltkrieg, der Katastrophe der Hindenburg, mit der Produktion von Flugzeugträgern für die amerikanische Marine und der neuen Technik mit Einsatz von Helium präsentiert.

Seine einstige geistige und weltlichen Macht präsentiert die Reichsabtei Reichenau: In St. Georg mit der ältesten Ausmalung nördlich der Alpen, den zwei Querhäusern und zwei Chören in Mittelzell und der Rokokoausstattung der ursprünglich romanischen Kirche von Niederzell.

Führendes Zisterzienserkloster in Schwaben war Salem, in dessen klassizistischen Kirchenneubau Alabaster verwendet wurde.

Konstanz, gegründet als römisches Kastell, war größtes deutsches Bistum, wichtige Station vor dem Alpenübergang, 1414–18 Konzilsort, wo Hus als Ketzer verbrannt und die Hohenzollern mit der Mark Brandenburg belehnt wurden. In Weingarten gründeten die Welfen am Sitz ihrer Stammburg 940 ein Frauenkloster. Die Klosterkirche gilt nach dem Umbau Anfang des 18. Jahrhunderts als Deutschlands größte Barockkirche.

Führend bei den Reichsstädten Oberschwabens war Ravensburg. Reinhard Schartl stellte die Große Ravensburger Handelsgesellschaft vor, eine der mächtigsten europäischen Handelspartner des Spätmittelalters.

Literarische Begleiter waren Victor von Scheffels Roman »Ekkehard« über die schwäbische Herzoginwitwe Hedwig, Gedichte von Anette von Droste-Hülshoff, die in Meersburg ihren Lebensabend verbrachte, und Hermann Hesse, der erste Tantiemen in eine erste eigene Immobilie in der Abgeschiedenheit von Gaienhofen investierte.

Abgerundet wurde die Exkursion durch geologische Informationen von Achim Meisinger über die Vulkanlandschaft des Hegaus und den eiszeitlichen Formenschatz der Gletscher rund um den Bodensee, der Ursache für den ursprünglichen Verlauf des Rheins ist.

Die Fahrt des Geschichtsvereins wird wiederholt und zwar vom 16. bis 19. August. Es sind noch Plätze frei. Anmeldung per E-Mail über Friedberger-Geschichtsverein@gmx.de.

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