05. Februar 2012, 17:53 Uhr

Eislauf-Saison auf Friedberger Seewiese eröffnet

Friedberg (bf). Strahlender Sonnenschein, wenig Wind und Temperaturen um minus fünf Grad – das waren geradezu ideale Bedingungen für die offizielle Eröffnung der Eislauf-Saison am Samstag auf der Seewiese. Die Resonanz übertraf die kühnsten Erwartungen der Skiclub-Mitglieder.
05. Februar 2012, 17:53 Uhr

Gegen 15 Uhr tummelten sich um die 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf der Eisfläche, beobachtet von einer großen Zahl an »Kiebitzen«, die sich vor dem Skiclub-Heim mit Glühwein, Kaffee oder Kinderpunsch wärmten.

»Als wir hier um elf Uhr ankamen, waren schon zwanzig oder dreißig Leute auf dem Eis, und es wurden immer mehr«, erzählte Pfannmüller zuvor. So hisste der Skiclub-Vorsitzende zusammen mit Eiswart Dieter Keller schon vor dem angekündigten Termin um 13 Uhr die Skiclub-Fahne als Zeichen, dass das Foyer des Vereinsheims geöffnet ist.

»Das Eis ist voll belastbar und mindestens zehn Zentimeter dick«, erklärte Pfannmüller. Sein Stellvertreter Rainer Schwarz schwärmte vom »besten Eis, das wir jemals hatten, denn das Wasser fror sehr schnell«. Auch Klaus Clement, der mit seiner Tochter Janina gekommen war, freute sich über das »richtig glatte, ebene Eis«. Er muss es wissen. Der gebürtige Kreisstädter läuft seit seiner Kindheit auf der Seewiese Schlittschuh.

Seine Mutter Brigitte war Pächterin des Schützenhauses, dem heutigen Skiclubheim. »Ich bin als Kind mehrmals eingebrochen. Einmal hat mich die Feuerwehr aus dem Schlamm geholt«, erzählt der 45-Jährige, was seine 12-jährige Tochter entsprechend kommentiert: »Das ist ja voll peinlich«.

Beide spielten mit anderen Eishockey. »Ich liebe es, hier Eishockey zu spielen« erklärt die Tochter. Doch nicht nur aus der Kreisstadt kamen die Eislauf-Fans. Dank eines Kurzberichts in der Sendung »Maintower« des Hessischen Fernsehens am Freitagabend und mehreren Hinweisen in »Hit-Radio FFH« kamen die Besucher sogar aus Bad Homburg. Aus Steinfurth waren Thomas und Steffi Kurth zusammen mit ihrer drei Jahre alten Tochter Marei gekommen. Während Mama und Tochter ohne Schlittschuhe über das Eis schlitterten, was hier erlaubt ist und niemanden stört, wärmte sich Papa Thomas am Glühwein.

Dagegen lief der ebenfalls drei Jahre alte Philipp Fornhoff im übergroßen EC-Trikot an der Hand von Vater Guido schon recht sicher übers Eis. »Wir haben noch nie so viele Schlittschuhe verkauft wie heute«, erzählte ein Skiclub-Mitglied, das als Verkäuferin bei Sport-Möll arbeitet und direkt nach der Arbeit auf die Seewiese kam.

Da die Frostperiode noch länger andauern soll, wird das Skiclub-Heim an den kommenden Tagen täglich ab 13 Uhr bis spätestens zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet sein. »Da sind wir flexibel«, sagt Pfannmüller. Während der Öffnungszeiten des Skiclubheims sorgen Oldies und Party-Hits für musikalische Unterhaltung, denn mit Musik läuft es sich noch besser. Ob es in diesem Jahr auch ein Eisfest wie vor zwei Jahren geben wird, ist noch nicht klar, denn viele Skiclub-Mitglieder sind an den Wochenenden auch »närrisch« aktiv. »Die Kälteperiode kommt vier Wochen zu spät«, glaubt Pfannmüller. Eislaufen und Heimnutzung ist kostenlos.

Außerhalb der Öffnungszeiten des Skiclub-Heims kann auch Schlittschuh gelaufen werden, dann allerdings auf eigene Gefahr, wobei mit einem Einbruch in das knüppeldicke Eis vorerst nicht zu rechnen ist.

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