03. November 2010, 10:46 Uhr

Bahnhof: Freude über neues Erscheinungsbild

Friedberg (ütz). Rot-weiß gedeckte Bistrotische standen in der Bahnhofshalle, und die Plätzchen darauf veranlassten gestern Vormittag so manchen vorbeieilenden Bahnkunden zum Zugreifen. Das Naschwerk war nicht für die Pendler gedacht, sondern für eine Gruppe von Vertretern der Bahn und der Stadt, aber was soll’s. Die hatten sich eingefunden, um das Ende der energetischen Sanierung des Bahnhofsgebäudes zu feiern, die im Frühjahr begonnen worden war.
03. November 2010, 10:46 Uhr
Einen neuen, aber dem historischen Vorgänger angepassten Fußbodenbelag hat nun die Bahnhofshalle.

Friedberg (ütz). Rot-weiß gedeckte Bistrotische standen in der Bahnhofshalle, und die Plätzchen darauf veranlassten gestern Vormittag so manchen vorbeieilenden Bahnkunden zum Zugreifen. Das Naschwerk war nicht für die Pendler gedacht, sondern für eine Gruppe von Vertretern der Bahn und der Stadt, aber was soll’s. Die hatten sich eingefunden, um das Ende der energetischen Sanierung des Bahnhofsgebäudes zu feiern, die im Frühjahr begonnen worden war. Rund 600 000 Euro wurden in das 1912 gebaute Empfangsgebäude investiert, sagte die Leiterin des Regionalbereichs Mitte der DB Station & Service AG, Susanne Kosinsky, in ihrer Begrüßung. 350 000 Euro stammten aus den Mitteln der Konjunkturpakete des Bundes; 250 000 Euro hatte die DB Station & Service aufzubringen, erläuterte sie und sprach von einem großen Glück, dass es diese Programme gegeben habe.

Das Friedberger Bahnhofsgebäude sei ein Dreh- und Angelpunkt und habe nicht mehr den Erfordernissen der heutigen Zeit entsprochen. Vor allem sei ein hoher Energieverbrauch zu verzeichnen gewesen, weshalb es das vorrangige Ziel der Sanierung gewesen sei, »ein energetisch optimiertes Empfangsgebäude zu schaffen, das ein seiner städtebaulichen und verkehrlichen Bedeutung entsprechendes Erscheinungsbild bietet«. Sämtliche Maßnahmen des unter Denkmalschutz stehenden Hauses seien intensiv mit der Denkmalbehörde des Wetteraukreises abgesprochen worden.

Wie die WZ mehrfach berichtete, wurden die alten und teilweise einfach verglasten Fenster gegen Elemente mit Doppelverglasung ausgetauscht, der Dachboden über dem zweiten Obergeschoss wurde gedämmt. Es wurden zwei Brennwertheizkessel eingebaut und die Dämmung der Heizungsleitungen verbessert. Allein die neue Heizungsanlage kostete 200 000 Euro. Dafür sinke, so Kosinsky, der Energieverbrauch um über 30 Prozent. Dazu erhielten die Fassade und die Halle einen neuen Anstrich, das mit Schiefer gedeckte Dach wurde überarbeitet, und in der Halle wurde der Fußboden in Anlehnung an den historischen Belag komplett erneuert. Die DB habe hier eine Station schaffen wollen, »an der alle Reisenden gerne ein- und aussteigen«, sagte Kosinsky und überreichte später an den Leiter Bahnhofsmanagement der DB Netze, Roland Meuschke (Gießen), den Energieausweis für das Haus.

Bürgermeister Michael Keller zeigte sich ebenfalls erfreut. Er sprach vom »Hauptbahnhof der Wetterau«, der täglich von rund 20 000 Menschen genutzt werde und damit einer der größten der Main-Weser-Bahn sei. Er sei das Entree der Stadt und werde noch an Anziehungskraft gewinnen, wenn in absehbarer Zeit eine Filiale von McDonald’s einzieht. Lediglich die voraussichtlich überall herumliegenden Verpackungen bereiteten ihm Sorge, so Keller, der im Hinblick auf das gesamte Bahngelände und auf den geplanten Busbahnhof erklärte, die nun abgeschlossene Sanierung sei »ein Anfang und nicht das Ende«.

Karin Arndt vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sagte ebenfalls, hier handele es sich um einen ersten Schritt, dem weitere folgen müssten. Denn der Bahnhof Friedberg habe eine ganz besondere Bedeutung und stehe von der Frequentierung her auf dem 16. Platz im gesamten RMV-Gebiet.

Nach der Übergabe des Energieausweises stand man noch eine Weile beisammen, um dann wieder das Feld für die Bahnreisenden zu räumen.

Sanierung des Bahnhofs so gut wie beendet Bahnhofssanierung: Arbeiten auf der Zielgeraden – und Kopfschütteln Bahnhof Friedberg: McDonald’s hängt - am Eisenbahnbundesamt Bahnhof: Energetische Sanierung steht im Vordergrund

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