07. Juli 2016, 19:03 Uhr

Sonne, Stimmung und Kostproben bei Markteröffnung

Morgens um 4 Uhr waren die Hühner bereits auf dem Weg nach Florstadt. Mittags pickten sie dann gelassen im Schatten ihres Hühnerhotels auf dem Festplatz. Ab 14 Uhr bekamen sie Gesellschaft: Viele Florstädter besuchten die Wochenmarkt-Premiere, bummelten, kauften Eier und andere Lebensmittel aus der Region, kamen ins Plaudern.
07. Juli 2016, 19:03 Uhr
Kostprobe gefällig? An vielen Ständen darf probiert werden. (Foto: Nicole Merz)

Wurst aus dem Ranstädter Ortsteil Bobenhausen, Eier aus Bönstadt bei Niddatal, Kartoffeln aus Nidderau, Säfte aus Florstadt, Gemüse aus Altenstadt – direkter geht’s kaum. Genau das kommt an. Bei Heinz Bambei zum Beispiel. Er war am Donnerstag zur Eröffnung des »Fleeschter Wochenmarkts« auf den Festplatz gekommen, bezeichnete den Markt als »eine Bereicherung und Abwechslung«. Er hoffe, dass der Wochenmarkt sich etabliere, sagte Bambei.

Genau das hofft auch Bürgermeister Herbert Unger, der den Markt zusammen mit Initiator Norbert Schön um 14 Uhr eröffnete. Schön warb bei den Besuchern: »Werden und bleiben Sie dem Markt treu.«

An 48 Tagen im Jahr, immer donnerstags, werden die Beschicker von 14 bis 19 Uhr vor Ort sein. Das Hühnerhotel vom Hof Kröll zwar nicht, wohl aber Jens Kröll, der die Eier der Tiere verkauft. Viel zu aufwendig sei es, das Hühnerhotel – ein fahrbarer Stall – wöchentlich von Bönstadt nach Florstadt zu karren. »Wir sind heute morgen deswegen schon um 4 Uhr losgefahren, fanden es einfach schön, uns am ersten Markttag mit den Hühnern hier zu präsentieren.«

Käseverkäufer Enrico Bachmann aus Rheinhessen berichtete, um als Beschicker in Florstadt dabei sein zu können, habe er seinen Platz auf einem anderen Markt aufgeben müssen. »Das Angebot hier ist gut durchmischt«, sagte er. Das finden auch Margarete Deis und Tilly Gröninger. Die beiden Seniorinnen machten es sich mit einigen Bekannten an einer Bierzeltgarnitur gemütlich, tranken ein Glas Apfelsaft, das sie bei Nina Appel, Beschickerin aus Florstadt, gekauft hatten. »Ich werde öfter kommen, das Gemüse ist frisch, hier kann ich mich mit anderen austauschen«, lobte Deis. »Das Angebot ist gut, der Platz ist groß genug. Nur die Musik bräuchte ich nicht«, sagte Gröninger, während ein E-Gitarrensoli erklang. Zur Premiere spielte die Wetterauer Band Shades of Cale, sorgte mit Covern des bereits verstorbenen Musikers J. J. Cale, von Tom Patty, Stephen Stills und eigenen Kompositionen für Unterhaltung. Vielen gefiel’s. Die Stimmung war gut, das Wetter spielte mit, fast an jedem der elf Stände gab’s Kostproben.

Bei der Eröffnung sah’s also ganz danach aus, als könne es im zweiten Anlauf klappen. Vor über zehn Jahren gab es schon mal einen Wochenmarkt in Florstadt, damals vor dem Rathaus. Es kamen nicht genug Kunden. »Wir wussten aber, dass wir einen neuen Versuch starten werden«, sagte Bürgermeister Unger am Donnerstag. Anneliese Eckhard, die sich bereits vor Jahren mit einigen Mitstreitern für den Markt eingesetzt hatte, gab sich optimistisch: »Es war damals nicht die richtige Zeit und nicht der richtige Ort. Diesmal kann es nur gelingen.«

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