25. April 2013, 18:58 Uhr

Feuer: 63-Jährige rettet sich auf Balkon

Echzell-Bingenheim (lk). Eine Rauchsäule stand am Donnerstagmittag über Bingenheim. In einem Haus am Kronberg war ein Feuer ausgebrochen, Dachstuhl und zweites Obergeschoss standen in Flammen. Die Bewohnerin des Hauses, eine 63-Jährige, wurde von Nachbarn vom Balkon gerettet.
25. April 2013, 18:58 Uhr
Im Einsatz mit der Drehleiter: Wehrleute versuchen die Flammen zu löschen, die aus dem Dach des Wohnhauses lodern. (Foto: K. Schmidt)

Um 11.10 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. »Ein Mitarbeiter des nahen Steinbruchs hatte gesehen, dass Flammen aus dem Dach eines Hauses schlugen«, berichtete Gemeindebrandinspektor Jan Rudel auf Anfrage der WZ.

Die 63-jährige Bewohnerin des Hauses am Kronberg hatte sich auf den Balkon gerettet. Nachbarn zögerten nicht lange: Sie näherten sich dem brennenden Haus und stellten eine Leiter an den Balkon, über die sich die 63-Jährige in Sicherheit bringen konnte.

65 Wehrleute kämpften gegen das Feuer, das im zweiten Obergeschoss und im Dachstuhl des Wohnhauses wütete. Im Einsatz war nach Auskunft von Wehrführer Rudel die Feuerwehr Echzell mit allen Ortsteilwehren, gleiches galt für die Feuerwehr Reichelsheim. Ein Atemschutz-Team der Bad Nauheimer Wehr rückte ebenso an wie Mitglieder der Wehr in Nidda. Sie brachten die Drehleiter und einen Einsatzleitwagen mit. Die Drehleiter musste zunächst wieder umdrehen, weil die Straße zugeparkt war. Von der Steinbruchseite her näherte man sich dem Haus.

»Dämmung durchgebrannt«

»Gegen 14 Uhr war der Brand gelöscht«, berichtete Rudel, der erklärte, die Löscharbeiten seien nicht einfach gewesen. Der Grund: »Im Haus war so viel Sammelleidenschaft der Bewohnerin vorhanden, das hat sich immer wieder entzündet.« Man habe die Dachhaut öffnen müssen, die Dämmung sei durchgebrannt. Auf der einen Seite bestand zudem die Gefahr eines Stromschlags, denn dort ist eine Photovoltaikanlage, die wegen des Sonnenscheins auf Hochtouren lief. Man habe Abstand halten müssen, erklärte Rudel. Zwei, mit Atemmasken ausgerüstete Wehr-Teams hätten im Obergeschoss darauf geachtet, dass die Anlage von unten gekühlt werde. »Damit sie nicht aus der Halterung fällt.«

Nachdem die Löscharbeiten beendet waren, überzogen die Wehrleute den kompletten Dachstuhl mit einem Schaumteppich, der verhindern soll, dass das Feuer wieder ausbricht. »Wir kontrollieren stündlich nach«, sagte Rudel.

Die Bewohnerin des Hauses wurde verletzt, sie erlitt eine Rauchgasvergiftung und leichte Verbrennungen, teilte Jörg Reinemer, Pressesprecher der Friedberger Polizei, mit. Die Bingenheimerin wurde ins Bürgerhospital in Friedberg eingeliefert.

Laut Polizeiangaben ist das Haus nicht mehr bewohnbar, am Gebäude entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von 200 000 Euro.

Was das Feuer ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. »Der Brandursachenermittler von der Polizei war bereits vor Ort«, berichtete Rudel am Donnerstagnachmittag. Das Haus werde gut verschlossen, die Ermittlungen würden heute fortgesetzt.

Während des Löscheinsatzes, der von Kreisbrandmeister Lars Henrich geleitet wurde, unterstützten Anwohner die Wehrleute mit Wasser und Traubenzucker.

Am Kronberg: Wohnhaus brennt

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