03. Juni 2013, 17:58 Uhr

Kirchenrenovierung hat»Nerven, Kraft und Geld gekostet«

Butzbach-Kirch-Göns (fef). »Endlich! Die Kirche ist fertig« – das war der erste Kommentar von Pfarrer William Thum nach der Renovierung des Kirch-Gönser Gotteshauses. 350 000 Euro habe alles bis jetzt gekostet, berichtete. Thum am Sonntag in seiner Freiluftpredigt an der neuen alten Kirche.
03. Juni 2013, 17:58 Uhr
Strahlendes Weiß und intensives Blau dominieren: die renovierte Kirch-Gönser Kirche. (Foto: Fischer)

In seiner Ansprache rief er aber auch zum häufigeren Gottesdienstbesuch auf.

»Die Renovierung war notwendig«, erläuterte Thum. Ganze Balken seien morsch gewesen. Bereits um 1200 sei die kleine Kirche erbaut worden, der Turm sei der älteste Teil des Gebäudes, einst sei er, so Thum, verputzt gewesen. Heute erstrahlt er im »Naturstein-Look«. Aufgefallen seien die vielen Neugestaltungen im Lauf der Jahrhunderte. Beispielsweise sei die Kirche 1925 bei einer Innenrenovierung nach den Angaben des Malers Otto Kienzle ausgemalt worden. Später habe man die Kunstwerke einfach überstrichen worden.

Die Neugestaltung sei alles andere als einfach gewesen. Der Pfarrer erinnerte die Gottesdienstteilnehmer an die Diskussion um den Putz auf der Außenfassade. Der Kirchenvorstand habe eine ganze Reihe von Kämpfen bestehen müssen, mit der Kirchenverwaltung und auch mit den Denkmalschützern. Es seien oftmals Grenzen erreicht worden, an denen nicht mehr klar gewesen sei, »ob und wie es überhaupt weitergehen würde«. Allein die Genehmigungen der Maßnahmen hätten alle »Nerven, Kraft und viel, viel Geld« gekostet.

»Neue« Kirche nutzen

Thum mahnte die Gläubigen freilich auch, dass eine Renovierung sich rechnen müsse. »Wenn an normalen Sonntagen nur zehn Besucher da sind, war es wohl eine Fehlinvestition.« Auch regte er mehr kulturelle Veranstaltungen in der Kirche an.

Das »Haus Gottes« sei nicht notwendigerweise eine Kirche im materiellen Sinn, die biete aber durchaus vielen Menschen einen Ort zum Zusammenkommen und zur Eintracht. Zudem sei der Ortsname Programm: Kirch-Göns heiße schließlich nicht ohne Grund so.

Die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Sabine Lex, dankte vor allem den vielen Helfern, die die Renovierung erst möglich gemacht hätten. Auch ging ihr Dank an die vielen Spender. Damit sie nicht in Vergessenheit geraten, stellte Pfarrer Thum eine Tafel mit ihren Namen vor, die in der Kirche ihren festen Platz erhalten werde.

Kreisbeigeordneter und Bundestagskandidat Oswin Veith erinnerte an die Besuche während seiner Amtszeit als Butzbacher Bürgermeister und zeigte sich beeindruckt vom Ergebnis der Renovierung. Dabei hob auch Veith die Bedeutung von Kirche für die Gesellschaft hervor.

Stadträtin Ilka Thum gratulierte in Vertretung von Bürgermeister Michael Merle, Ortsvorsteher Stefan Euler nannte die Zusammenarbeit mit den Vereinen »beispiellos«.

Weitere Gratulanten ergriffen das Wort, musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Feuerwehrkapelle und dem Chor des Gesangvereins Germania.

Nach dem Gottesdienst wurden deftige Köstlichkeiten aufgetischt, und damit es den kleinen Gästen nicht langweilig wurde, gab es ein Karussell, Aber auch das Negerkuss-Werfen stand hoch im Kurs. Der Eisstand erfreute sich großer Beliebtheit.

Der Gospelchor und die »Men in Black« traten auf. Zudem konnten sich Interessierte eine Diashow über die Renovierung der Kirche anschauen..

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