05. August 2011, 10:25 Uhr

Open-Air-Kino: 500 Besucher sehen Komödie »Sommer in Orange«

Butzbach (bd). Am 18. August kommt die Komödie »Sommer in Orange« in die deutschen Kinos. Besucher des Schlosshofs hatten bereits am Donnerstag die Gelegenheit, sich den Film auf der Leinwand anzusehen.
05. August 2011, 10:25 Uhr
Veranstalter Michi Krause (r.), Schauspielerin Amber Bongard und der für den Vertrieb zuständige Benjamin Herrmann. (Foto: Dörr)

Neben 500 Gästen waren auch Hauptdarstellerin Amber Bongard und der Friedberger Benjamin Herrmann gekommen, der für den Vertrieb verantwortlich ist.

In »Sommer in Orange« geht es um eine Gruppe leicht abgehobener, orange gewandeter Sannyasins, Anhänger des Gurus Bhagwan. Die Gruppe zieht in den 80er Jahren von Berlin ins oberbayerische Talbichl, um dort ein Therapiezentrum zu gründen. Es kommt zum Zusammenprall der Kulturen, als die alteingesessenen weißblauen CSU-Einwohner – allen voran der Bürgermeister und die Kirchgänger – auf die Ausgeflippten aus Berlin treffen.

Zur Vorpremiere war am Donnerstag die 13 Jahre alte Hauptdarstellerin Amber Bongard im Schlosshof. Auch der für den Vertrieb zuständige Benjamin Herrmann, ein Spross der Friedberger Buchhändler- und Schauspielerfamilie Herrmann, war gekommen. Für die Schauspielerin sei es etwas besonderes gewesen, sich mit der Zeit der Bhagwan-Kommunen auseinanderzusetzen: »Für mich war das eine völlig fremde Welt. Ich musste mich erst einmal im Internet schlau machen«, erzählte die 13-Jährige. Vor allem der Kontrast zwischen der alternativen Lebensform der Bhagwan-Anhänger und der konservativen bayerischen Lebensart sei für sie reizvoll gewesen. »Das war eine tolle Erfahrung.« Benjamin Herrmann teilte mit, dass der Film auch bei vorherigen Aufführungen in Open-Air-Kinos gut angekommen sei. »Leider heißt das nicht automatisch, dass die Besucher auch in die Kinos kommen. Ich bin aber guter Dinge«, sagte der Friedberger.

Drehbuchautorin Ursula Gruber und ihr Bruder Georg, Produzent des Films, wuchsen tatsächlich in einer Bhagwan-Kommune auf und reflektieren in »Sommer in Orange« ihre Kindheitserinnerungen, erfuhren die Butzbacher Zuschauer. Regisseur Rosenmüller erzählt mit Augenzwinkern von der Begegnung zweier fremder Welten und vom Erkennen, welche Regeln für einen Menschen gut sind – und welche nicht. »Sommer in orange«, ist ein Film, der auf amüsante Weise unterhalten möchte, aber auch mit Menschlichkeit und Wärme die Frage nach Außenseitertum, Anpassung, Normalität und autonomen Lebensentwürfen stellt. Die Gegenüberstellung der Lebensformen und die oft amourös begründeten Vermischungen sind voller Komik gezeichnet. Auf eine Keilerei zwischen den rotgewandeten Vegetariern und den bayerischen Schweinswürstel-Freunden dürfen sich die Kinogänger ebenfalls freuen. Am Schluss trampeln Elefanten durch die Alpenidylle. Die Welt ist groß. In den 80er Jahren war sie noch übersichtlicher – vor allen in Bayern.

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