16. Juni 2010, 19:04 Uhr

Als der Bahnhof noch ein schmuckes Bauwerk war

Butzbach (bd). Interessantes aus den Anfängen des Butzbacher Bahnhofs war nach der Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins zu erfahren: Museumsleiter Dr. Dieter Wolf schilderte schilderte in Wort und Bild die Geschichte des stolzen Gebäudes.
16. Juni 2010, 19:04 Uhr
Als der Butzbacher Bahnhof noch ein stolzes Gebäude war und der Stadt Ehre machte - ein Bild aus dem Jahr 1910. (Repro: Dörr)

Butzbach (bd). Interessantes aus den Anfängen des Butzbacher Bahnhofs war nach der Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins zu erfahren: Museumsleiter Dr. Dieter Wolf schilderte schilderte in Wort und Bild die Geschichte des stolzen Gebäudes.

Danach ist der älteste Beleg über die Existenz des 1853 erbauten Bahnhofs eine alte Akte, das »Brandassecurationsregister« der Stadt. Auf dem Bahnhofsgelände gab es laut dem Museumsleiter 1853 ein Stationshaus, einen Lokomotivschuppen und ein Waschhaus. In einer Farb-Lithographie »Butzbach und seine Umgebung« aus der Zeit um 1853 von Carl Rübsamen zeige das Mittelbild »Butzbach von der Westseite« auch das Bahnhofsgebäude vom Schrenzer herab. Es verdecke teilweise die Wendelinskirche.

Auch die Schwarz-weiß-Lithographie »Butzbach und seine Umgebung« von 1861 zeige das Stationsgebäude mit einem aus Richtung Friedberg eingefahrenen Zug davor. Es sei eine Ansicht von Nordwest mit einer frühen Bahnschranke. Das Stationsgebäude zeigt auch ein Stahlstich vom Schrenzer aus, offenbar ganz bewusst sei es vom Künstler besonders deutlich hervorgehoben worden. Auch die mit Bleistift gezeichnete großformatige Gesamtansicht »Butzbach von Westen« sei ein wertvolles Zeitdokument, es stamme von der begabten Hand des Butzbachers Louis Braubach und zeige auch schon die hohen Schornsteine der Farbenfabrik.

Vom Fotografen Wilhelm Burk (1823 bis 1899) stammen 29 Fotografien in dem Band »Ansicht von Butzbach«, unter anderem der Bahnhof.

Man erkenne das Stationsgebäude mit den Gleisen und Nebengebäuden, das Schrankenwärterhäuschen, die aus einfachen Latten gezimmerte Schranke und der südlich vom Bahnhof stehende Lokomotivschuppen, ein Dach auf hohen Säulen, unter dem die Loks gewartet und repariert wurden.

Auch den Ausschnitt aus einer Postkarte um 1900 mit dem Titel »Gruß aus Butzbach« nannte Dr. Wolf »eindrucksvoll«. Am linken Bildrand erkenne man ein Fachwerkgebäude, das kurz zuvor erbaute Bahnhofsrestaurant.

Das Stationsgebäude habe mit seinem überdachten Bahnsteig über Jahrzehnte das gleiche Aussehen bewahrt. Ältere Butzbacher erinnerten sich noch gut.

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