04. März 2018, 19:26 Uhr

Wider den wachsenden Leerstand

04. März 2018, 19:26 Uhr

»Wenn auch die ›Neue Mitte‹ positiv angenommen wurde, so bleibt doch festzustellen, dass die restliche Frankfurter Straße von der gewachsenen Attraktivität der Neuen Mitte nicht unbedingt profitieren konnte. Leider ist sogar das Gegenteil der Fall«, teilt der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Kühl mit. Der Leerstand in der Frankfurter Straße nehme immer mehr zu. »Einen ähnlich hohen Leerstand konnten wir auch vor dem Beginn des Baus und der Realisierung der Neuen Mitte feststellen«, sagt Stadtrat Udo Landgrebe. Alt eingesessene Läden hätten in den letzten Jahren geschlossen oder schließen müssen. Ein gleichwertiger Ersatz sei nicht in Sicht. Hier vermisse die SPD Konzepte des CDU und FDP geführten Magistrats. »Nur auf die neue Mitte zu setzen, ohne ein Konzept für die gesamte Frankfurter Straße zu haben, ist zu kurzsichtig«, sagt Kühl.

SPD-Magistratsmitglied Udo Landgrebe erklärte, dass die SPD sich schon lange mit der Entwicklung der Frankfurter Straße beschäftige. »Wer nur auf die Neue Mitte setzt, wird die Innenstadt insgesamt massiv gefährden. Dies können wir uns als aufstrebende Mittelstadt überhaupt nicht leisten, und es gefährdet auch ein attraktives Erscheinungsbild für die künftige Hessentagsstadt«, sagte Stadtrat Udo Landgrebe

Zu einer attraktiven Innenstadtgestaltung gehöre für die SPD neben einem vielfältigen Angebot an Geschäften auch, dass sich die Menschen wohl fühlten und sich gerne dort aufhielten. »So gehört sich einfach für einen ungefährdeten Aufenthalt in der Innenstadt, dass die Stadt durch eine kurzfristige Sanierung der gesamten Frankfurter Straße die gesundheitsgefährdenden Stolperfallen endlich beseitigt. Eine Forderung, die wir seit über zehn Jahren immer wieder stellen«, sagte Christian Kühl. Aber auch die Verlegung der Buslinien aus der Frankfurter Straße wären aus Sicht der SPD eine prüfenswerte Überlegung. »Deshalb ist es notwendig, alle Möglichkeiten, wie z.B. auch Förderprogramme des Landes für Kommunen zur Innenstadtgestaltung, zu nutzen und grundsätzlich heranzuziehen, um die Frankfurter Straße in Gänze wieder zu einer ansprechenden Einkaufsmeile zu machen, da ansonsten zu befürchten sei, dass die Frankfurter Straße links und rechts der Neuen Mitte langsam, aber sicher immer unattraktiver würde und langsam wegbreche, sagte Landgrebe.

Aus Sicht der SPD würde die »Neue Mitte« und die dazu gehörenden Läden von einer attraktiven Frankfurter Straße profitieren. Hier gehöre eine intensivere und nachhaltige Prüfung, inwieweit ein Online-Marktplatz umzusetzen sei, vielleicht auch in einer Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Karben.

»Natürlich reicht es nicht aus, nur fortwährend zu bauen. Eine Stadt muss sich auch um die vorhandene und künftige Infrastruktur kümmern und diese für die neuen Herausforderungen qualifizieren, erklärte Udo Landgrebe.

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