Kurt-Schumacher-Schule

Ursula Hebel-Zipper zur Direktorin ernannt

Nach einem Jahr als Leiterin der KSS ist Ursula Hebel-Zipper nun Direktorin. Sie hat Ziele und fordert mehr Lehrer sowie neue Räume für die kooperative Gesamtschule.
16. April 2018, 05:00 Uhr
Ein Jahr nach ihrer Beauftragung als Schulleiterin ist Ursula Hebel-Zipper (r.) zur Direktorin der Kurt-Schumacher-Schule ernannt worden. Sonja Litzenberger vom Schulamt übereicht die Ernennungsurkunde. (Foto: cf)

Vor einem Jahr wurde Ursula Hebel-Zipper mit der Schulleitung an der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) beauftragt. Jetzt überreichte Sonja Litzenberger vom Staatlichen Schulamt in Friedberg der 55-Jährigen die Ernennungsurkunde zur Direktorin. Litzenberger lobt das Engagement des neuen Führungsduos aus Hebel-Zipper und ihrem Vize Simon Martin Claus: »An der KSS ist viel in Bewegung gekommen.« Mit Kompetenz, Offenheit, Kooperation und Fairness setzte die Direktorin auch schwierige Themen um.

Gesundheitsfördernde Schule

»Die KSS möchte »gesundheitsfördernde Schule« werden«, erklärt Hebel-Zipper eines der nächsten Ziele. Für dieses Zertifikat sei es nötig Projekte wie die beiden Gesundheitstage für alle Schüler anzubieten. Diese werden im Juni organisiert. Notwendig sei der Bau von zusätzlichen Klassen- und Fachräumen. Daraus ergebe sich, dass die Außenanlagen umgestaltet werden müssten. »Wir warten auf den Abschluss der Sanierung des Altbaus.«

Unterrichtsqualität sichern

Der neuen KSS-Direktorin geht es auch darum, die Unterrichtsqualität zu sichern. »Das heißt Fördern, aber auch Fordern in jedem Schulzweig.« Dazu gehört, dass das Ganztagsangebot mit neuem pädagogischem Konzept erweitert wird. Durch gesellschaftliche Veränderungen verändere sich auch Schule. »Verändert hat sich durch einen enormen Wissenszuwachs der Lehrstoff in Fächern wie Biologie.« Fachlehrer müssten sich aus eigener Initiative fortbilden und Schüler mehr Stoff als früher lernen.

Immer mehr Erziehungsaufgaben

Bedingt durch die Berufstätigkeit oft beider Eltern übernehmen Lehrer mehr Erziehungsaufgaben, dadurch steige der Verwaltungsaufwand. Die Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund sei an der KSS gestiegen. Teilweise kämen sie ohne Deutschkenntnisse an die Schule. Für sie gibt es Intensivklassen mit DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache). »Es kommen erfreulicherweise immer mehr dieser Schüler im Gymnasium an«, lobt Hebel-Zipper.

Zu den neuen Jahrgangsprojekten in den neunten Klassen gehörten Themen wie Flucht, Identität, Extremismus und Gesellschaft. Zudem stelle »Inklusion die Schule vor Herausforderungen bei Erziehung, Unterrichtsgestaltung und Differenzierung«, sagt die Direktorin. Hierfür würden die Lehrer vom Beratungs- und Förderzentrum geschult.

Personell und räumlich unterversorgt

Die neue Rektorin prangert an, dass die KSS personell und räumlich unterversorgt sei. Zudem gehe mit jedem einzelnen Inklusionsschüler noch zu viel Zeit für die Verwaltung drauf, wodurch Unterrichtszeit verloren gehe.

Lesekompetenz stärken

Was zukünftig auch in der Schule angegangen werden müsse, sei die geringere Lesekompetenz. Dies sei eine Folge des steigenden Internetkonsums. Damit hänge auch das Verhalten und der Umgang miteinander auf dem Schulhof zusammen. Aufgabe sei es die Schulordnung anzupassen, Das Nutzen von Handys und anderer digitaler Geräte müsse stark reglementiert werden. Auch müssten gemeinsam bei Verstößen Sanktionen festgelegt werden, fordert die Schulleiterin.

Das Internet habe auch Vorteile: Positiv wirke es sich beim Gestalten des Unterrichts und bei Recherche. Die KSS beteilige sich deshalb an dem Programm »Digitale Helden«, in dem ältere Schüler jüngere im Umgang mit Computer und Co schulen.

»Schule ist transparenter geworden. Durch die Homepage kann das Schulprofil, Programm und Leitbild eingesehen werden. Eltern können sich schnell informieren«, sagt Hebel-Zipper. Gleichzeitig rücke Schule viel mehr in den Fokus der Eltern.

Bei allen Zukunftsplänen pflegt die KSS auch den Kontakt zu den ehemaligen Direktoren. Bei der Feierstunde, die musikalisch vom Schulorchester Attacca, das Claus-Carstehn Behrendt dirigiert, begleitet wurde, gehörten neben Kollegium und Elternbeirat auch die ehemaligen Schulleiter Dr. Jobst Krautheim und Franz Wild zu den Gästen.

 

Infokasten

1270 Schüler, 110 Lehrer

Die Kurt-Schumacher Schule ist eine kooperative Gesamtschule mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialzweig mit gymnasialer Oberstufe. 1270 Schüler besuchen die Schule. 34 Schüler werden sonderpädagogische in Inklusionsklassen gefördert.19 Schüler werden in DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) unterrichtet. 110 Lehrer arbeiten an der KSS.

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