Neubau-Pläne auf Eis gelegt

03. Juni 2018, 18:58 Uhr
Die beiden Vorsitzenden Klaus Rotter (l.) und Stefan Kött in der Jahreshauptversammlung des SV Fun-Ball. (Foto: jwn)

Bad Vilbel (jwn). Die vorläufige Absage des Sportvereins SV Fun-Ball Dortelweil in seiner Mitgliederversammlung bezüglich des Baus eines eigenen Sportzentrums im Quellenpark lässt in der Stadt die Gerüchteküche brodeln.

In der Mitgliederversammlung des Fun-Ball Mitte Mai hatte 1.Vorsitzender Stefan Kött mitgeteilt, dass die Pläne, ein eigenes Sportzentrum im Quellenpark errichten zu wollen, vorerst auf Eis liegen würden. Als Grund nannte Kött, dass die Pläne, vor allem das Angebotsverfahren, noch einmal überarbeitet werden müssten und dass auch die Finanzierung noch nicht endgültig klar sei. So gebe es möglicherweise Probleme mit den für den Bau dringend benötigten Fördergeldern des Landes in Höhe von 200 000 Euro.

Kött wehrt sich gegen Gerüchte

Schon kurz nach Bekanntwerden der neuen Lage, tauchten Gerüchte auf, gestreut möglicherweise von Gegnern des Projektes. Und davon gibt es einige, denn seit Herbst versuchen andere Sportvereine unter der Führung des TV Bad Vilbel mit einem eigenen Projekt , einem »Haus der Vereine«, dem Fun-Ball das Fußfassen im Stadtgebiet zu erschweren. So lautete eines dieser Gerüchte, der SV Fun-Ball plane im Quellenpark ein kommerzielles Fitnessstudio.

»Der Wahrheitsgehalt dieses Gerüchtes ist gleich null«, wehrt sich Kött. Falsch sei auch die Aussage, dass Fördermittel gestrichen worden seien. »Unsere Vorhaben ist sehr wohl förderfähig, und wir sind noch in Gesprächen mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, wobei es in erster Linie um Problemstellungen des Ausschreibungsverfahrens geht«, sagt Kött und versichert, dass sich die Pläne des Vereins hinsichtlich der Errichtung eines multifunktionalen Vereinssportzentrums nicht geändert hätten.

Rückenwind erhält Kött vom Vorsitzenden des Sportkreises Wetterau, Jörg K.Wulf. Auch er will keine Kenntnis von Plänen seitens des SV Fun-Ball für ein Fitnessstudio haben. »Der vorliegende Antrag des Vereins lautet auf Erstellung eines multifunktionalen Sportgebäudes. Die maximale Förderung durch das Ministerium des Innern und für Sport beträgt hierfür 200 000 Euro«, sagt Wulf gegenüber dieser Zeitung. Im Übrigen beschränke sich die Kompetenz des Sportkreises auf die Befürwortung oder Ablehnung eines durch den Verein gestellten Antrages. Auf keinen Fall entscheide der Sportkreis über die Bewilligung. Wulf sagt, das Projekt »Multifunktionales Sportzentrum« des SV Fun-Ball stehe auf der Prioritätenliste des Sportkreises weiterhin an erste Stelle.

Kleinteiliges Sporthaus

Auch in der Stadtverwaltung gibt man sich hinsichtlich des Gerüchtes »Fitnessstudio« überrascht. »Unserer Kenntnis nach kann bei dem Vorhaben des SV Fun-Ball keine Rede von einem kommerziellen Fitnessstudio sein. Alle Pläne, die man uns zeigte und auch die Gespräche darüber ergaben eindeutig, dass ein Sporthaus geplant ist, in dem verschiedene Raumgrößen für Kursangebote von Vereinssport stattfinden können«, äußert sich dazu Stadtsprecher Yannick Schwander. Laut den Plänen des Vereins soll ein funktionales, kleinteiliges Sporthaus entstehen, keine Sporthalle und schon gar kein Fitnessstudio. »Ob auch ein Geräteraum mit gängigen Fitnessgeräten hier entstehen würde, kann ich nicht sagen, würde aber das Konzept in unseren Augen lediglich ergänzen und nicht überstrahlen«, meint Schwander.

Laut Kött hält der Verein weiterhin an seinen Plänen fest, will diese aber auf alle Förderungsmöglichkeiten hin überprüfen. Die Idee für ein eigenes Vereinssportzentrum habe man schon 2011 gehabt. Damals fehlte nur ein geeignetes Grundstück. Im Quellenpark stehe der Zuzug von etwa 3000 Menschen bevor. Da könne der Verein zur Integration von Neubürgern und zur Kooperation mit der neuen Kita und Grundschule beitragen.

Auch wenn der Antrag des SV Fun-Ball im Stadtparlament Ende vergangenen Jahres wegen des Widerstandes bei den übrigen Sportvereinen zunächst auf Eis gelegt wurde, so wartet man im Rathaus auf den überarbeiteten Antrag des mit über 4000 Mitgliedern größten Sportvereins im Wetteraukreis.

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