21. Dezember 2018, 11:00 Uhr

Tierfutterspenden

Hilfe für Hund, Katze und Co. in Karben

Weihnachten ist die Zeit des Gebens und Schenkens. Auch Tierhaltern in Karben, die wenig Geld haben, und für die es deshalb schwierig ist, ihre Hunde, Katzen oder Nager zu ernähren, wird jetzt eine Freude durch eine Spendenaktion des Vereins Tierschutz Karben zuteil.
21. Dezember 2018, 11:00 Uhr
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Christine Gredel (2. v. r.) und die anderen Tierschützerinnen freuen sich über die großzügige Spende. (Foto: Seipp)

Was sich da hinter Christine Gredel erhebt, dass kann sich sehen lassen. Palettenweise Katzenfutter sind direkt neben Hunde- und Nagerfutter fein säuberlich an der Wand aufgestapelt. »Von so vielen Spenden, davon hätten wir bei bestem Willen nicht träumen können«, sagt Gredel, Vorsitzende des Vereins Tierschutz Karben, und blickt auf die Dosen. »Das übertrifft all unsere Erwartungen.« Die Mühe, alle Dosen im Lagerraum zu zählen, die haben sich die Tierfreunde noch nicht gemacht.

1500 Euro sammelten die Kunden von Rewe-Märkten in der ganzen Region für die Tierschützer. Der Clou dabei: Anstatt direkt Geld zu spenden konnten die Einkäufer ihre Leergutbons für den guten Zweck spenden. Und um die Summe abzurunden legte die Firma Mars petcare, bekannt für Marken wie Whiskas oder Pedigree, noch einmal 1000 Euro oben drauf.

»Für uns ist das natürlich großartig, mit so vielen Spenden hätte niemand gerechnet«, freut sich Gredel. Und da nun über eine Tonne Tierfutter zur Verfügung steht, soll dieses an diesem Samstagnachmittag auch an die richtige Adresse kommen: Tierhalter, die Tiere in Not unterstützen oder Probleme haben, das Futter der eigenen Tiere zu finanzieren. »Das Futter reicht für die von uns unterstützen Stellen bei weitem, also haben wir uns gedacht, wieso nicht einfach den Betroffenen noch eine Freude bereiten?«, sagt Gredel.

 

Hinweis auf Frankfurter Tiertafel

»Das klingt vielleicht blöd, aber es ist tatsächlich ein verbreitetes Problem, dass Halter sich das Futter ihrer Lieblinge nicht mehr leisten können«, weiß Gredel. »Das liegt meistens übrigens nicht etwa daran, dass da ein Tier geholt wurde, ohne darüber nachzudenken, auch wenn das natürlich auch manchmal passiert. Stattdessen ist es oft so, dass die Halter ein Schicksalsschlag trifft – etwa eine plötzliche Kündigung – und plötzlich kommt es auf jeden Cent an.« Diesen Leuten greifen die Tierschützer mit Futterspenden unter die Arme, auch wenn dies oft nur ein kleiner Beitrag ist. »Wir verweisen dann an die Tiertafel in Frankfurt mit denen wir mittlerweile sehr gut vernetzt sind«, sagt Gredel. »Aber die Nahrung ist oft nicht das einzige Problem: Auch die teilweise hohen Tierarztkosten können schwierig zu schultern sein.«

Doch gerade wenn man mit einem Schicksalsschlag konfrontiert wird oder bei Rentnern können Tiere einen überaus positiven Einfluss haben. »Das fängt schon bei ganz kleinen Dingen an«, erklärt Gredel. »Etwa morgens aufzustehen, um mit dem Hund Gassi zu gehen. Gerade Senioren brauchen oft diese enge Bindung, die ihnen sonst fehlt, etwa weil die mittlerweile erwachsenen Kinder zu weit weg wohnen. Die Tiere bringen Regelmäßigkeit ins Leben, einen geordneten Tagesablauf und Bewegung.« Daher ist es so wichtig, dass auch diese Menschen weiterhin ihr Tier behalten können. »Die Leute wollen ja gerne ihr Tier füttern, schaffen dies nur eben finanziell nicht mehr. Wenn man ihnen den besten Freund wegnehmen würde, da würde bei manchen die Welt zusammenbrechen«, sagt Gredel, stellt aber auch klar: »Letztenendes ist aber vor allem das Tierwohl entscheidend. Die artgerechte Haltung muss gewährleistet sein.«

 

Spende auch für Katzen-Langzeitprojekt

Doch nicht nur die Tieren von finanziell schlechter dastehenden Menschen wurde durch die Aktion geholfen. »Auch unserem Langzeitprojekt, nämlich den zahlreichen wilden Katzen in Karben, kommt die Spende zu Gute«, erklärt Gredel. »Überall in Karben gibt es Plätze, an denen sich diese Tiere treffen, und Helfer füttern sie dort.« Das können Katzen sein, die bei einem Umzug zurückgelassen wurden oder eingewandert sind. Vor einigen Jahren haben wir angefangen, sie zu kastrieren«, sagt Gredel. »Diese Katzen bekommen auch einmal ein Weihnachtsessen.«

Info

Verein Tierschutz Karben

Der Verein Tierschutz Karben hat sich die Vertretung und Förderung des Tierschutzgedankens und des Verständnisses der Öffentlichkeit für das Wesen und Wohlergehen der Tiere in die Satzung geschrieben. Die Tätigkeit des Vereines erstreckt sich dabei nicht nur auf den Schutz der Haustiere, sondern auf die gesamte, auch in Freiheit lebende Tierwelt. Vorsitzende ist Christine Gredel, Schriftführerin Melanie Krieger, Schatzmeisterin Constanze Braumann. Sie sind ehrenamtlich tätig, berufstätig und können ihre Aufgabe nur in ihrer Freizeit wahrnehmen. Falls sie nicht erreichbar sind, können Notfälle dem Tierheim Wetterau in Rödgen, der Stadtpolizei oder dem zuständigen Polizeirevier gemeldet werden. (pm)

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