02. März 2018, 18:47 Uhr

Gegen den Fachkräftemangel

02. März 2018, 18:47 Uhr
Fungieren als Netzwerker (v. l.): Bauunternehmer Thomas M. Reimann, Prof. Jens Minnert von der THM und Andreas Ostermann vom Bund Deutscher Baumeister (BDB). (Foto: pv)

Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure in Frankfurt (BDB) und die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) in Bad Vilbel haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Bereits im Spätsommer hatte es ein Treffen zwischen dem 1. Vorsitzenden des BDB, Andreas Ostermann, und dem Hauptgeschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen (VbUH), Rainer von Borstel, mit Prof. Dr. Jens Minnert von der THM gegeben. Die Idee einer Kooperation geht zurück auf eine Initiative von Elke Ehlen, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Gießen-Friedberg und des Vilbeler Bauunternehmers Thomas M. Reimann, der sowohl im Vorstand des BDB als auch im Gesamtvorstand des VbUH ehrenamtlich tätig ist.

Erst Ausbildung, dann Studium

Ende Februar traf man sich erneut in Bad Vilbel und beschloss, mit einer gemeinsamen Maßnahme in Bad Vilbel zu starten. Am 11. April um 17 Uhr soll ein neues Projekt von BDB und THM vorgestellt werden. »Mich haben die Ausführungen im Erstgespräch mit Prof. Minnert, Rainer von Borstel und meinem Vorstandskollegen Reimann begeistert. Wir haben einen Ansatz gesucht, proaktiv in Partnerschaft mit der THM beim ›StudiumPlus‹ zu gehen, ich denke, dass wir diesen gefunden haben«, sagt Ostermann.

»Die Bildungspolitiker haben in den letzten Jahren das Loblied auf das Studium gesungen. Wenn die Entwicklung so weitergeht, studieren in 15 Jahren drei Viertel aller jungen Menschen – und bereits heute brechen fast 30 Prozent das Studium ohne Abschluss wieder ab. Viele fühlen sich in jungen Jahren unter Druck gesetzt, das Abitur zu machen und ein Studium zu beginnen. Die Schulabgänger werden nicht darüber informiert, dass sie nach einer Berufsausbildung immer noch studieren können. Umso größer ist die Bedeutung von ›StudiumPlus‹ der THM hier in Bad Vilbel«, sagt von Borstel.

Reimann, der gerade im Rechts- und Wirtschaftsausschuss des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) in Berlin zum Thema Fachkräftemangel sprach, zeigt sich erfreut über die Ergebnisse der beiden Zusammentreffen. »Ich bin davon überzeugt, dass die richtigen Partner gerade zusammenfinden. Es ist bekannt, dass ich quasi ein »Netzwerkfanatiker« bin, aber Synergien lassen sich auch am einfachsten innerhalb erfolgreicher Netzwerke heben, wie es gerade in Bad Vilbel geschieht.« Die Veranstaltung im April richte sich insbesondere an interessierte Unternehmen des Bauhaupt- und Bau- nebengewerbes, an Ingenieure, Architekten und Planungsbüros, die sich in Zukunft mit der Suche nach qualifizierten Ingenieuren befassen müssen.

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