Hof Gauterin

Fußballgolfanlage in Petterweil soll größer werden

Nur deutlich abgespeckt soll die Golfanlage am Hof Gauterin in Petterweil wachsen. Für die verkleinerte Ausbaulösung läuft nun das Genehmigungsverfahren an – und zwar nicht nur auf Karbener Ebene, sondern zugleich auch beim Regionalverband.
13. Juni 2018, 19:52 Uhr
Die Petterweiler Familie will den Fußballgolfplatz erweitern (v. l.) Florian, Eckart, Gija und Albrecht Gauterin. (Archivfoto: dpg)

Ihren eigenen Weg aus der Krise der Landwirtschaft hat Familie Gauterin in Petterweil längst gefunden: Mit einem Abschlagplatz für Golfspieler – also einer Driving Range – und einem Fußballgolfplatz. Allein vom Ackerbau auf 50 Hektar Land und dem Anbau von koreanischem Gemüse kann die Familie nicht leben.

Deshalb will die Landwirtsfamilie den Betriebszweig Golf ausbauen. Doch die bisher 6,4 Hektar große Driving Range um 23 Hektar auf einen 9-Loch-Golfplatz zu vergrößern, diese Idee haben die vier zu den Akten legen müssen. Zu groß sei der Druck auf die Flächen in der Wetterau, hat die Familie binnen mehrerer Jahre Vorarbeiten und Gespräche festgestellt. Denn auch der Regionalverband müsste einem Projekt dieser Größe Grünes Licht geben – große Logistikprojekte wie etwa das neue Rewe-Lager in Wölfersheim haben aber Vorrang.

Nach 300 000 Euro an Planungskosten zogen Eckart, seine Frau Gija und die Söhne Albrecht und Florian die Reißleine. Nun soll der Ausbau ganz im Westen Karbens erheblich kleiner werden und sich auf nur noch eine große Ackerfläche nördlich des Hofguts beschränken. Einen 9-Loch-Golfplatz soll es dennoch geben – auf Kurzbahnen und mit einem Umbau auch anderer Teile des schon heute genutzten Areals (die WZ berichtete).

Nachdem Karbens Stadtverordnete zu Jahresanfang ihr grundlegendes Okay für das abgespeckte Projekt gegeben haben, sollen sie heute Abend das Genehmigungsverfahren einleiten. In ihrer nächsten Sitzung soll auch die Verbandskammer des Regionalverbands Rhein-Main das Verfahren in Gang setzen. Die Chancen stehen angesichts der kleineren Fläche gut.

Diese muss von »Vorranggebiet für Landwirtschaft« umgewandelt werden in »Grünfläche/Sportanlage«, erklärt Heiko Heinzel, Chef des Fachbereichs Bauen im Rathaus. Das betrifft nur die große Ackerfläche nördlich des Hofes entlang der Alten Heerstraße. Die bestehende Anlage sei bereits genehmigt.

Es sei »super, wie sich Familie Gauterin dort aufgestellt hat«, lobt Grünen-Stadtverordneter Marcus Klötzl zwar. In der Sitzung des Stadtplanungsausschusses des Parlaments am Dienstagabend spricht er sich dann als einziger gegen das Vorhaben aus. »Wir sehen nicht den Nutzen für die Allgemeinheit, wenn der Betrieb expandiert und dort guter Wetterauer Boden dafür draufgeht«, erklärt Klötzl.

Dem widerspricht Bürgermeister Guido Rahn (CDU): »Der Ackerboden ist ja nicht weg dadurch«, weil die Fläche nicht bebaut werde. »Da kann man jederzeit wieder umpflügen und weitermachen mit Landwirtschaft.« Dieses Argument zählt auch für die SPD, wie Stadtverordneter Gerald Schulze betont: Für den Golfplatz werde ja kein Boden unwiderbringlich zerstört.

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