19. Februar 2019, 19:02 Uhr

Doppelte Ehrung für Brigitte Ridder

Es kommt heutzutage nicht mehr oft vor, dass Stadtverordnete fast 25 Jahre ununterbrochen dem Stadtparlament angehören. Bei Brigitte Ridder (SPD) ist dies aber der Fall gewesen. Nach einem Vierteljahrhundert schied sie nun aus, weil sie aus Karben weggezogen ist. In der ersten Stadtverordnetensitzung im Jahr 2019 wurde sie doppelt geehrt.
19. Februar 2019, 19:02 Uhr
B. Ridder

Sie gehört gewiss nicht zu den Lauten im Land, die zu allem und jedem lautstark ihre Meinung kundtun. Brigitte Ridder hat eher im Stillen gewirkt, hat ihr Wissen intern eingebracht und auch dort ihre Meinung kundgetan. Die 64-Jährige ist so etwas wie eine treue Seele. Am 1. April 1993 zog sie erstmals in die Stadtverordnetenversammlung von Karben ein. Damals war der langjährige Bürgermeister Detlev Engel erst wenige Monate im Amt, die SPD hatte in der Stadtverordnetenversammlung noch eine satte absolute Mehrheit. Brigitte Ridder erlebte auch den politischen Umschwung mit: Ihre Partei verlor bei den Kommunalwahlen ihre absolute Mehrheit, regierte dann zusammen mit den Grünen, ehe 2006 der endgültige Machtverlust kam. CDU, FDP und Freie Wähler bildeten eine Koalition, die SPD musste sich mit der Rolle der Opposition begnügen.

Dennoch gehörte die Sozialdemokratin ständig ihrer Fraktion an. Denn die, so Fraktionsvorsitzender Thomas Görlich, »sehr verlässliche und fachlich versierte Genossin« war von ihrer Partei immer wieder für vordere Listenplatz aufgestellt worden. Die diplomierte Sozialarbeiterin gehörte auch der Gewerkschaft an und hielt dort Jahrzehnte die Treue. Ihre langjährige Zugehörigkeit zum Stadtparlament und das langjährige ehrenamtliche Engagement brachten ihr jetzt gleich zwei Ehrungen ein: den Ehrenbrief der Stadt Karben und den Ehrenbrief des Landes Hessen. Stadtverordnetenvorsteherin Ingrid Lenz sagte, Ridder habe dem Parlament fast 26 Jahre lang angehört. »Das muss Ihnen erstmal einer nachmachen.« Sie sei immer sozial engagiert gewesen. Immerhin sei Karben in der Zeit ihrer Zugehörigkeit zur Stadtverordnetenversammlung um rund 2000 Einwohner gewachsen.

Auch Bürgermeister Guido Rahn (CDU) würdigte die ehemalige Stadtverordnete, die zum Jahresende 2018 ihre Mandate im Parlament und auch im Ortsbeirat Klein-Karben niedergelegt hatte. Mit ihrer Familie ist sie nämlich nach Heldenbergen gezogen. Apropos Familie: Viele Angehörige waren zur Ehrung erschienen. Rahn überreichte ihr die beiden Urkunden, Erster Stadtrat Friedrich Schwaab heftete ihr die Ehrennadeln ans Revers. (Foto: Pegelow)

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