13. Februar 2018, 17:00 Uhr

Karben

CDU will kommunalen Wohnungsbau fördern

Die CDU-Fraktion will den Bau bezahlbaren Wohnraums für Geringverdiener. fördern. Dazu will sie zur nächsten Stadtverordnetensitzung eine ganze neue Idee präsentieren
13. Februar 2018, 17:00 Uhr
An der Waldhohl baut die Wobau ein 16-Familien-Haus. (Foto: pe)

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Sie fordert, für die städtische Wohnungsbaugesellschaft einen Kooperationspartner zu suchen, um weitere Mehrfamilienhaus-Projekte umsetzen zu können. Aktuell wird ein solches Mietprojekt gegenüber der Kurt-Schumacher-Schule gebaut. Die Wohnungsbaugesellschaft errichtet dort zwei baugleiche Häuser zu je 16 Wohnungen. Während sie die Wohnungen im ersten Haus an der Ecke zum Lindenplatz verkauft hat, wird das zweite Objekt vollständig vermietet.

Die städtische Wobau GmbH habe sich unter Führung von Otmar Stein beachtlich weiterentwickelt, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Mario Beck. Nach jahrelanger Konzentration auf die Verwaltung der Bestandsimmobilien seien Neubauprojekte wie die Mehrfamilienhäuser an der Waldhohl und in Burg-Gräfenrode in Angriff genommen worden. Dennoch müsse Karben weiterhin seinen Beitrag leisten, den Druck auf dem Wohnungsmarkt im Rhein-Main-Gebiet zu entlasten. Dies geschehe zum einen mit der Ausweisung von Baugebieten, um Familien Wohneigentum zu ermöglichen und private Investitionen zu fördern. Zum anderen leiste der kommunale Wohnungsbau einen wichtigen Beitrag, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

 

Wohnungen für Pflegekräfte

 

Beck weiter: »Die Finanzierungsbedingungen sind aktuell günstig und die Haushaltslage der Stadt sehr solide. Daher sehen wir eine gute Gelegenheit, den kommunalen Wohnungsbau weiter zu intensivieren. Damit fördern wir soziale Belange. Außerdem mehren wir so das Vermögen der Stadt Karben und ihrer Bürger nachhaltig über Generationen hinweg. Die Mieteinnahmen werden der Wobau und indirekt der Stadt dauerhaft zugutekommen. Gleichzeitig können wir bei der Mietgestaltung soziale Belange berücksichtigen.« Sprich: Auch Krankenschwestern und Pflegekräfte sollen sich künftig in Karben eine Wohnung leisten können. Die Stadt Karben verfüge über Flächenreserven, die sich auch für kommunalen Wohnungsbau eignen. Als Beispiel ist im CDU-Antrag die Fläche zwischen der Brunnen-, Bahnhofs- und Luisenthaler Straße genannt, unter Berücksichtigung des geplanten Grünstreifens. Jedoch könne die Wobau in ihrer aktuellen Aufstellung an Grenzen in Sachen Projektumsetzung stoßen. Deshalb sehe die Union den Bedarf, auf zusätzliche Ressourcen für Planung und Bauüberwachung zurückzugreifen.

 

Projektgesellschaften möglich

 

»Wir suchen daher einen Partner mit Projekterfahrung, Planungsressourcen und Know-how – etwa in Sachen innovativer Energie- und Mobilitätskonzepte. Denkbar wäre die Gründung von vorhabenbezogenen Projektgesellschaften wie 50:50-Joint Ventures, in der beide Partner ihre Stärken einbringen und bei denen der Einfluss der Stadt Karben und das Ziel der städtischen Vermögensbildung gewahrt bleiben«, erläutert Beck. Er denkt dabei an Gesellschaften wie die Frankfurter AGB oder die Nassauische Heimstätte, die öffentlich Interesse an derartigen Projekten im Frankfurter Umland signalisiert hätten. »Deshalb sollten wir mit unserem Antrag auf offene Türen stoßen.« Auch die im Wetteraukreis diskutierte Gesellschaft von Kreis und Kommunen könne eine Option sein. Die Stadtverordneten werden sich am 23. Februar mit der CDU-Idee befassen.

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