07. Dezember 2018, 20:26 Uhr

B 3-Welle: Reparaturtermin steht noch nicht fest

07. Dezember 2018, 20:26 Uhr

Seit April müssen Autofahrer auf der B 3 bei Bad Vilbel vom Gas gehen. Grund ist eine Bodenwelle, die mit 80 Stundenkilometern überfahren werden soll. Wann der Makel behoben wird, ist unklar.

Hat man sich durch die Frankfurter Innenstadt gequält und fährt auf die B 3 in Richtung Norden auf, muss man in der Nähe der großen Niddabrücke wieder abbremsen, auf 80 Stundenkilometer. Gleiches gilt für die Gegenrichtung. Die dortigen Bodenwellen sind Anlass einer Monate andauernden Diskussion zwischen der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil und einem Energieversorger. Die lange Dauer hat dazu geführt, dass der Bad Vilbeler FDP-Fraktionschef und Landtagsabgeordnete Jörg Uwe-Hahn an den hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) geschrieben hat.

Bisher habe er nur in Erfahrung bringen können, dass es einen Rechtsstreit zwischen Hessen Mobil und dem Energieversorger gebe. Dabei gehe es um die Frage, wer den Schaden verursacht hat. »Als ehemaliger hessischer Minister der Justiz weiß ich, dass Rechtsstreitigkeiten manchmal längere Zeit in Anspruch nehmen. Andererseits verstehe ich (...) nicht, warum nicht trotzdem die Reparatur durchgeführt wird. Nachher kann man sich ja immer noch darüber streiten, wer die Kosten zu tragen hat.« Stellvertretend für den Minister antwortet Hessen Mobil und geht auf den Gestattungsvertrag ein, worin dem Energieversorger erlaubt wurde, eine Leitung unter der Straße zu legen. Hessen Mobil sei nicht Auftraggeber der Leistung, schildert die Pressestelle. Die Neuverlegung erfolgte mittels Durchpressung. »Dabei musste leider im Anschluss das bekannte Schadensbild festgestellt werden«, skizziert Sprecherin Daniela Czirjak. Das Unternehmen wolle nun nachbessern, Hessen Mobil werde im Anschluss überprüfen, ob die Reparatur fachlich einwandfrei und nachhaltig erfolgt ist. »Zur Art und Weise sowie zum Zeitpunkt der Nachbesserung konnte bislang, nicht zuletzt auch aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit, noch keine Einigung erzielt werden«, so Czirjak. Hessen Mobil unterliege allerdings auch der Schadensminderungspflicht. Deswegen habe die Behörde als Geschädigte die Pflicht, den Schaden abzuwenden oder zu mindern oder den Schädiger auf die Gefahr eines ungewöhnlich hohen Schadens aufmerksam zu machen.

Das sei erfolgt. »Die Klärung der Frage nach einem Verschulden ist demnach nicht erforderlich. Ein Rechtsstreit in dieser Frage ist uns ebenso nicht bekannt«, schildert Czirjak. Dem Versorgungsunternehmen sei ebenfalls an einer gütlichen Einigung gelegen. Gering gehalten werde der Schaden durch das gekennzeichnete Tempolimit. Das sei mit Einschränkungen verbunden, allerdings stuft Hessen Mobil dies als vertretbar ein.

Hahn hält diese Antwort für nicht ausreichend und will nun eine sogenannte Kleine Anfrage an den Hessischen Landtag stellen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Energiewirtschaftsunternehmen
  • FDP-Fraktionschefs
  • Hessen Mobil
  • Hessischer Landtag
  • Tarek Al-Wazir
  • Bad Vilbel
  • Thomas Kopp
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 4 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.