05. Februar 2019, 20:26 Uhr

Alter Spielplatz, neues Leben?

05. Februar 2019, 20:26 Uhr
Einladend sieht der Spielplatz in der Kreisstraße nicht aus. Deshalb wünscht sich der Ortsbeirat eine Neugestaltung. (Foto: Pfeiffer-Goldmann)

Spielplatz oder nicht? Über die Zukunft des Areals in der Kreisstraße 60 ist sich der Dortelweiler Ortsbeirat uneins. Erst nach längerer Diskussion wird klar, was auf der in die Jahre gekommenen Fläche inmitten des Stadtteils geschehen soll.

Die besten Zeiten hat er definitiv hinter sich. Einst war es ein Kleinkinderspielplatz, der in der Kreisstraße 60 in Dortelweil die Dreikäsehochs anlockte. Doch zum Spielen lockt hier kaum noch etwas. »Freizeitfläche« nennt SPD-Ortsbeiratsmitglied Rainer Fich das Areal daher auch lieber. Und er will es neu beleben. 10 000 Euro sollen im kommenden Jahr in die Neugestaltung fließen, schlägt seine Fraktion im Ortsbeirat daher vor.

Die Neukonzeption habe der Ortsbeirat schon 2017 bei der Stadtregierung in Auftrag gegeben und sie dem Ortsbeirat vorzulegen. »Dies ist bis heute nicht geschehen«, moniert Fich. Den Platz erneut für Kleinkinder nutzbar zu machen, erscheint ihm aber auch nicht erforderlich. Denn ganz in der Nähe gibt es in der Kastanienstraße ebenfalls einen Spielplatz.

Lieber hätte die SPD daher einen kleinen Bewegungspark »insbesondere für Senioren«, ebenso möchte sie gern eine Ruhebank aufgestellt bekommen. Einen solchen Bewegungspark kann sich Ortsvorsteher Herbert Anders (CDU) jedoch »direkt an der belebten Straße« nicht vorstellen. »So etwas sollten wir lieber an der Nidda oder in einer Grünzone in Dortelweil-West einrichten.« In der Tat fehle noch das Konzept, räumt der Ortsvorsteher ein. Sein Vorschlag: Eine ordentliche Sitzgruppe installieren und eine Tischtennisplatte.

»Dann brauchen wir auch kein Konzept mehr,« wendet Klaus Althoff ein, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Ortsbeirat, »das können wir auch direkt umsetzen«. Und eine solche Lösung sei auch für weniger Geld möglich.

Ganz so einfach will aber Grünen-Ortsbeiratsmitglied Clemens Breest den Platz nicht hergeben. »Wir sollten ihn erhalten als Spielplatz, auch für kleinere Kinder«, fordert er. Wofür er Widerspruch vom Ortsvorsteher erntet: Das Gremium habe sich bereits festgelegt, dass es an der Stelle keinen Spielplatz mehr geben solle, da jener in der Kastanienstraße in der Nähe sei.

Konzept aus dem Rathaus

Trotz allem möchte CDU-Ortsbeiratsmitglied Dirk Steitz lieber abwarten, bis der Konzeptvorschlag aus dem Rathaus vorliegt. »Und dann dafür Geld einstellen.« Einer solchen nicht konkreten Lösung widerspricht FDP-Ortsbeiratsmitglied Klaus Wessel: »Es ist besser, wenn wir konkret etwas vorschlagen, zum Beispiel eine Ruhestätte.« Dafür aber sei ein Konzept nicht notwendig, wirft der Ortsvorsteher ein.

Dann vielleicht einen Basketballplatz? Diese Idee von Dirk Steitz stößt ebenfalls auf Bedenken des Ortsvorstehers. »Dann müsste man den Platz pflastern«, sagt Herbert Anders. Letztlich fasst Rainer Fich die Ideen zusammen: Sitzgruppe und Sportgeräte sollten aufgestellt werden, also zum Beispiel eine Tischtennisplatte oder einen Basketballkorb. Und das alles solle im kommenden Jahr für 10 000 Euro errichtet werden. Für diese Forderung an die Stadtregierung heben sich letztlich alle Hände.

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