16. Juni 2010, 20:48 Uhr

Rauch und Nebel in Tiefgarage bei First Data

Bad Vilbel (ach). Zu einen Großeinsatz der Feuerwehr mit insgesamt 65 Kräften und zwölf Fahrzeugen kam es am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr in Dortelweil. Wie Wehrführer Mario Migdalski gestern mitteilte, war ein Notruf aus der Firma First Data eingegangen. Als die Feuerwehr an dem Gebäude eintraf, stellte sie Rauch und Nebel in der Tiefgarage fest.
16. Juni 2010, 20:48 Uhr

Migdalski schickte einen Trupp unter schwerem Atemschutz zur Erkundung in die Garage, parallel wurde mit der Haus- und Sicherheitstechnik von First Data gesprochen, um die Ursache herauszufinden. Dabei stellte sich heraus, dass vermutlich Kältemittel aus der Klimabelüftungsanlage des Hauses freigesetzt wurde.

Der Atemschutztrupp der Feuerwehr bestätigte dann auch diese Vermutung der Haustechniker. Eine Rohrleitung war defekt, sodass das Kältemittel ausströmen konnte. Es hat eine erstickende Wirkung, ist schwerer als Luft und stellt somit laut Migdalski bei entsprechender Konzentration eine Gefährdung dar. Die Feuerwehr veranlasste die Sperrung der Tiefgarage sowie die Alarmierung des Messfahrzeuges, das bei der Friedberger Wehr für den gesamten Wetteraukreis stationiert ist.

Tiefgarage und andere Räume wurden belüftet. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde die Konstruktion der Abluft des Hauses beurteilt; die Haustechniker stellten der Feuerwehr alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung.

Mehrere Atemschutztrupps waren mit der Abdichtung des austretenden Kältemittels beschäftigt. Die Abdichtung der Leckage konnte letztendlich durch den Einsatz des Hydraulischen Rettungssatzes für Verkehrsunfälle erreicht werden, so Migdalski. Mit diesem Gerät seien die betroffenen Leitungen der Kälteanlage zusammengequetscht, anschließend durchtrennt und wieder verschlossen worden. Die drei Kräfte im Messgerätewagen hätten laufend Messungen im Bereich der Tiefgarage und aller betroffenen Räumlichkeiten - einschließlich der Empfangshalle des Gebäudes - durchgeführt. Die Haustechniker saugten im Anschluss an den Feuerwehreinsatz gegen 20 Uhr das restliche Kältemittel aus der Anlage ab.

Aufgrund der Größe des Gebäudekomplexes sei »ein großer Kräfteeinsatz« notwendig gewesen, denn allein die Sicherung der Tiefgarage mit ihren vielen Zugängen sei sehr personalaufwändig, so Migdalski. Auch die Kommunikation sei trotz der Unterstützung einer fest eingebauten Hausfunkanlage »sehr problematisch« gewesen.

Während des Einsatzes stand ein Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes aus Karben zur Verfügung. Dessen zweiköpfige Besatzung hatte einen Mitarbeiter des Sicherheitsdientes zu versorgen, der mit dem Kältemittel in Verbindung gekommen war und dieses eingeatmet hatte.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Arbeiter-Samariter-Bund
  • Feuerwehren
  • Nebel
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 4 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.