21. Juli 2014, 17:58 Uhr

Beifallstürme für Tanzspektakel

Friedberg/Bad Nauheim (har). Was für ein Abend: 250 Akteure des Friedberger Ballettstudios von Monika Rogoschinski präsentierten an zwei Vorstellungen am Wochenende ihr Können, das von klassischem Tanz bis hin zu modernen Ausdrucksformen reichte. Das Publikum im Dolce-Theater war begeistert.
21. Juli 2014, 17:58 Uhr
Leicht wie eine Feder, anmutig wie ein Schwan: Akteure des Ballettstudios Rogoschinski bezaubern das Publikum . (Foto: har)

Fast jedes Kind und sicher auch jeder Erwachsene kennt Momo, die Hauptfigur im gleichnamigen Roman, den Michael Ende vor gut 40 Jahren geschrieben hat. Auch der 1986 gedrehte Film mit Radost Bokel in der Hauptrolle war ein riesiger Erfolg. Am Wochenende wirbelte das Mädchen mit dem schwarzen Lockenkopf gleich zwei Mal über die Bühne des Dolce-Theaters.

Doch Momo war nicht alleine. 250 Tänzerinnen und Tänzer im Alter von fünf bis 55 Jahren beeindruckten die Besucher in den beiden ausverkauften Vorstellungen. Es waren alles Schüler des Friedberger Ballettstudios von Monika Rogoschinski. Alle zwei Jahre produziert sie eine zweiteilige spektakuläre Tanzshow.

Traditionell wird im ersten Programmteil eine bekannte Geschichte tänzerisch umgesetzt, im zweiten Teil zeigen dann verschiedene Tanzgruppen ihr Können. Und beides gelang erneut bestens. Schon das aufwendige Bühnenbild mit der Fantasiestadt, in der Momo lebt, war ein Hingucker. Ausdrucksstark und sicher tanzte Clara Bahlmann die Titelrolle.

Oli wird für seine Soli gefeiert

In einer kleinen Höhle lebt Momo und freundet sich mit Straßenkehrer Beppo (Katharina Schneider) und Fremdenführer Gigi (Maren Rischer) an. Alle Solisten tanzten ihre Parts sicher und souverän. Beim Kampf gegen die grauen Männer, die den Menschen die Zeit stehlen wollen, erhält Momo Unterstützung von Kassiopeia (Lara Dallwitz), der Schildkröte von Meister Hora (Nina Mahr). Der verwaltet die Zeit und die Stundenblumen. Als tanzende Uhren und Stundenblumen tanzten jüngere Gruppen, und selbst die Kleinsten überzeugten als Laubblätter oder tanzende Fische.

+++ Mehr Fotos zu der Tanzveranstaltung sehen Sie hier

Immer wieder gab es langen Zwischenapplaus für die gekonnten Soli der jungen Tänzerinnen, aber auch für die Gruppen, die als Touristen, Puppen oder Stadtkinder auftraten. Die ausgefeilten Choreographien setzten die Akteure eins zu eins um. Tolle Regieeinfälle sorgten immer wieder für Überraschungsmomente.

Ein Höhepunkt war der Auftritt der 20 Grauen Herren, die sich im Dämmerlicht Taschenlampen in ihr strenges, starres Gesicht hielten. Das kam richtig böse rüber. Der umjubelte Höhepunkt im ersten Teil war der »Gastauftritt« von Oliver Rogoschinski. Der erst 16 Jahre alte Sohn von Monika Rogoschinski besucht seit drei Jahren die staatliche Ballettschule in Berlin.

Was er da gelernt hat, zeigte er als blauer Vogel, der leicht und grazil über die Bühne flog. Sein ausdrucksstarker Auftritt war mit vielen virtuosen Einlagen gespickt. Stürmisch wurde der junge Oli gefeiert. Nicht enden wollte der Beifall schon nach dem ersten Teil der Tanzvorstellung. Nach dem klassischen Tanz wurde es nach der Pause fetzig und modern.

Mit »Feel this Moment«, dem Hit von Christina Aguilera, begann die furiose Tanzshow. Alle Gruppen eröffneten den zweiten Teil gemeinsam. Die Besucher klatschten mit, und als die letzte Gruppe in den Trikots der Nationalelf auf die Bühne kam, steigerte sich der Applaus noch einmal.

Nach Irland entführten die beiden Stepptanzgruppen die Besucher. Später tanzten die Stepptänzer unter anderem zu Cups (When I’m Gone) von Anna Kendrick. Fetziger Hip Hop wechselte sich ab mit Tänzen zu Klassikern wie »Celebration« oder »Jump«. Selbst die Blues Brothers durften da mit »Everybody needs somebody to love« nicht fehlen.

Finale und Höhepunkt zugleich war die tänzerische Umsetzung des Queen-Klassikers »Don’t stop me now«. Der Beifall wurde schließlich zum Orkan als Monika Rogoschinski mit ihren Lehrerinnen Andra Noack und Rieke Rapp auf die Bühne kam. Für die Choreografie des Hip-Hop-Stücks war Marcel Kaidusch verantwortlich.

Viele Blumensträuße gab es da für die drei Choreografinnen, denen es einmal mehr gelungen war, ein abwechslungsreiches Tanzspektakel zu inszenieren.

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