06. Mai 2014, 13:58 Uhr

Inconso: Verkauf vollzogen, Umzug geplant

Bad Nauheim (bk). Immer mehr Unternehmen wollen die Bad Nauheimer Dieselstraße verlassen und ins Gewerbeband Frankfurter Landstraße wechseln. Zu den Umzugskandidaten gehört auch die Inconso AG, die seit ihrer Gründung vor rund zwölf Jahren im Hochhaus Dieselstraße 1 zu finden ist.
06. Mai 2014, 13:58 Uhr
Fällt bei der Einfahrt in die Dieselstraße ins Auge: der Inconso-Schriftzug. (Foto: Nicole Merz)

»Wir nutzen derzeit fast das komplette Gebäude und haben bereits Büroräume auf der gegenüberliegenden Straßenseite angemietet. Doch das reicht nicht mehr«, erklärt Vorstandsvorsitzender Bertram Salzinger im Gespräch mit der WZ. Noch hat das Unternehmen, das sich auf EDV-basierte Logistik-Lösungen spezialisiert hat, kein städtisches Grundstück im Gewerbegebiet zwischen Bad Nauheim und Friedberg erworben, nach Aussage von Salzinger soll dort aber in den nächsten zwei Jahren ein neuer Firmensitz errichtet werden.

Inconso hatte 2002 – als Nachfolgefirma der insolventen Heyde AG – mit 70 Mitarbeitern begonnen. Laut Salzinger wurde damals auf die Schnelle günstiger Büroraum gesucht, der im Gebäude der städtischen Wohnungsbau-Gesellschaft in der Dieselstraße zur Verfügung gestanden habe. Inzwischen sind an mehreren deutschen Standorten und in Frankreich rund 500 Beschäftigte für die Firma tätig. »Allein 190 arbeiten in Bad Nauheim, ihnen soll ein besseres Umfeld geboten werden«, sagt der Vorstandsvorsitzende.

Auf zu neuen Märkten

Wie Salzinger zum kürzlich vollzogenen Verkauf von Inconso an die in Hamburg ansässige Körber AG betont, sei die Selbstständigkeit des Bad Nauheimer Unternehmens dadurch weiter gesichert. Die Geschäfte liefen wie bisher, das Zusammengehen mit dem weltweit agierenden Technologie-Konzern mit seinen 11 000 Angestellten biete Inconso aber neue Möglichkeiten im globalen Wettbewerb. Salzinger: »Zum einen erhalten wir dadurch Zugang zu neuen Märkten im Ausland, zum anderen können Großaufträge gemeinsam mit anderen Firmen abgewickelt werden, die zu Körber gehören. Wir liefern die Logistik-Software, die Partner andere Bestandteile.« Der Vorstandsvorsitzende rechnet mit stärkerem Wachstum für Inconso. 2012 hatte das Unternehmen einen Umsatz 51,2 Millionen und einen Gewinn von 7,2 Millionen Euro ausgewiesen.

Wie Salzinger erläutert, sei bei der Firmengründung ein Hauptinvestor eingestiegen, der die Finanzierung auf die Beine gestellt habe. »Damals war allerdings klar, dass der Hauptgesellschafter irgendwann wieder aussteigen möchte.« Deshalb habe sich der Inconso-Vorstand im letzten Jahr aktiv auf die Suche nach einem neuen Hauptgesellschafter gemacht und sei sich mit der Körber AG einig geworden.

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