25. Juni 2013, 16:48 Uhr

Trommelwirbel für die Schüler

Bad Nauheim (cor). 36 Schulen, 84 Inszenierungen und 1760 talentierte Darsteller – eine beachtliche Leistung, die das Theater Alte Feuerwache (TaF) bei den Wetterauer Schultheatertagen in den letzten 10 Jahren auf die Beine gestellt hat. Mit einer imposanten Abschlussveranstaltung endeten die Theatertage am Sonntagabend.
25. Juni 2013, 16:48 Uhr
Beim großen Abschlussfest tummeln sich alle Teilnehmer auf der Bühne. (Foto: cor)

Zehn abwechslungsreiche und unterhaltsame Stücke haben die Schüler am Wochenende im Badehaus 2 geboten. Zum Auftakt präsentierte die Bad Nauheimer Stadtschule an der Wilhelmskirche »Hallo Leute, hier kommt Greg!«, beeindruckte dabei mit Akrobatikeinlagen. Mit traumhaften Kulissen verwandelte die Karbener Pestalozzischule die Bühne zu »Dornröschen« in eine Märchenwelt. Die Grundschule Lindheim aus Altenstadt hingegen bot mit »Robinson« ein schwieriges Stück mit großer Wirkung. Aus Büdingen präsentieren die Jugendlichen der Schule am Dohlsberg ihre Interpretation von »Leonce und Lena«, die Gesamtschüler aus Konradsdorf zeigten »Gebrochene Herzen«. Die Beruflichen Schulen am Gradierwerk begeisterten mit dem Stück »Im Märchenwald« und die Augustinerschüler spielte »Das lebenslängliche Kind«. Viel Jubel gab es für das Stück »Gehört das so?!« von den Wartbergschülern. Mit »Der Riese Namenwort und seine Freunde« begaben sich die Grundschüler der Wintersteinschule aus Ober-Mörlen in einen wahren Buchstabensalat. Famosen Kampfszenen und traumhaften Kostümen präsentierten die Rodheimer Erich-Kästner-Schüler.

Mit einem Trommelwirbel läutete Baye Cheikh Matala Mbaye aus Oberursel die Abschlussveranstaltung ein. Als Trommellehrer begeistert er Kinder und Jugendliche. Bereits seit über 20 Jahren schlägt sein Herz für seine Djembé, eine afrikanische Trommel. In einem Crashkurs kam auch das Publikum auf den Geschmack.

Getreu des diesjährigen Mottos »die Wetterauer Schultheatertage stehen Kopf« startete Wolfgang Sünkel seine Moderation mit Rückblicken auf den Start im Jahr 2004. Was damals im kleinen Rahmen begann, habe sich zum bekanntesten Theaterfestival der Region etabliert.

»Sie haben vor 10 Jahren Neuland beschritten«, sagte Landrat Joachim Arnold. »Ihnen ist es dabei gelungen, zu begeistern.« Das Theaterfestival sei ein wichtiger Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler, eine Stärkung für deren Lebensweg. »Die Schultheatertage sind ein fester Bestandteil des Bad Nauheimer Kulturlebens«, sagte Bürgermeister Armin Häuser. Drei wichtige Zutaten hätten daran Anteil: das Ambiente, die aktiven Schulen und das TaF. Eine Erfolgsgeschichte, die zeige, dass Ehrenamt sehr professionell sein könne. »Da schaffen wir auch locker die 25 Jahre.« Dank wichtiger Partner könne das Festival Jahr für Jahr angeboten werden, dankte Sünkel, dem Wetteraukreis, der Stadt Bad Nauheim und der Sparkasse Oberhessen. Dazu gab es Unterstützung von der Ovag, Wirtschaft für Bad Nauheim und dem Biomarkt am Taubenbaum. »Wir hatten das erste Mal Lunchpakete in Bio-Qualität.«

Doch was wäre eine Veranstaltung ohne die Helfer im Hintergrund: 20 Ehrenamtliche haben sich um Vorbereitung, Technik, Aufbau, Organisation, Bilder und Rahmenprogramm gekümmert, sagte der TaF-Vorsitzende Gunnar Bolsinger. Erleichtert zeigte er sich über die Klärung der Spielstätte TaF. Endlich sei Ruhe mit der Diskussion. Spielstätte gesichert, Sponsoren an der Seite – was wolle man mehr? Natürlich dem Hobby nachgehen, Theater spielen. So holte Bolsinger die diesjährigen Hauptakteure allesamt auf die Bühne. »In Euch steckt viel, ihr könnt Eure Stärken bei uns rauslassen.« Wer Lust am Theaterspiel habe, solle sich melden. Als Erinnerung erhielten alle Gruppen eine Collage ihrer Inszenierung.

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