17. März 2010, 18:08 Uhr

Eisstadion-Sanierung: Saisonstart nicht gefährdet

Bad Nauheim (bk). Im Mai wird vermutlich mit der Sanierung des Eisstadiondachs begonnen. Damit wird der nach langer und hitziger Debatte gefasste Parlamentsbeschluss umgesetzt: Die Stadtverordneten hatten im Haushalt 2010 eine Million Euro für diesen Zweck bereitgestellt.
17. März 2010, 18:08 Uhr
Das Dach des Eisstadions gleicht einem Flickenteppich. Mit einer grundlegenden Sanierung soll im Mai begonnen werden. (Foto: WZ-Archiv)

»Zurzeit ist ein Ingenieurbüro an der Arbeit und prüft drei mögliche Varianten der Instandsetzung. Danach erfolgt die Ausschreibung«, sagte Wolfgang Schöck, Leiter des Fachbereichs Finanzen und Immobilien im Rathaus, auf WZ-Anfrage. Die Bauzeit setzt er auf drei Monate an - kurz genug, um rechtzeitig vor Beginn der Saison 2010/2011 fertig zu sein.

 

Die Verwaltung steht somit nicht unter so großem Zeitdruck, wie ursprünglich befürchtet. Wie Erster Stadtrat Armin Häuser im Herbst letzten Jahres erklärt hatte, müsse unmittelbar nach Ostern mit den Renovierungsarbeiten gestartet werden, um den Eishockey-Spielbetrieb des EC nicht zu stören. Tatsächlich wird der Baubeginn wohl erst im Mai erfolgen, gleichwohl sieht Schöck das Ziel, bis September fertig zu sein, nicht gefährdet. »Ein Parlamentsbeschluss sieht vor, dass die Eisfläche jeweils erst ab dem 15. September zur Verfügung stehen muss. Bis dahin sollten zumindest die wesentlichen Teile des Auftrags abgewickelt sein«, betonte der Fachbereichsleiter.

Das Ingenieurbüro prüfe vor allem die Frage, welches Material verwendet werden soll, um das marode Dach abzudichten. Als Alternativen zu dem bisherigen Bitumenbelag seien Blech und eine Folie denkbar. Die Planer sollen Vor- und Nachteile untersuchen und die Folgekosten auflisten. Die Ergebnisse werden Schöck zufolge Ende März erwartet, dann müsse sich die Verwaltung für eine Variante entscheiden. Anschließend hole man Angebote ein. Die parlamentarischen Gremien müssten sich nicht mit dem Thema beschäftigen. Die Erneuerung des Dachs wird somit während der Landesgartenschau erfolgen - was Bürgermeister Bernd Witzel gerne vermieden hätte, weil er eine Lärmbelästigung der Besucher befürchtet.

Die Notwendigkeit, das Stadiondach zu sanieren, ergibt sich aus einem Gutachten, das der Stadt seit dem Sommer letzten Jahres vorliegt. Nach Angaben der Ingenieure macht der Zustand des Dachs einen sicheren Betrieb der Sportstätte nach der laufenden Saison nicht mehr möglich. Konsequenz: Ohne die Millioneninvestition müsste das Colonel-Knight-Stadion geschlossen werden.

Neubaupläne vom Tisch

Dieses Gutachten war auch der Auslöser für die Debatte über den ursprünglich geplanten Neubau eines Eisstadions auf dem Stoll-Gelände. Während sich Bürgermeister Witzel für das Projekt stark gemacht hatte, war Erster Stadtrat Häuser für den Erhalt der alten Sportstätte eingetreten. Die Parlamentsmehrheit entschied sich letztlich für Häusers Vorschlag. In diesem Jahr steht 1 Million Euro für das Eisstadion bereit, im kommenden Jahr sollen weitere 800 000 Euro investiert werden, um Fenster und Fassade zu erneuern.

Ob die Gesamtsumme wirklich ausreicht, um den Erhalt des Eisstadions - wie vorgesehen - für weitere zehn Jahre zu sichern, wird allerdings von vielen Politikern bezweifelt. Zusätzliche Sanierungsnotwendigkeiten seien zu befürchten, was eine weitere Belastung der finanziell arg gebeutelten Stadt zur Folge hätte.

Eisstadion: Dach wird saniert - wie geht es weiter? 400 Eishockey-Fans fordern Erhalt des Eisstadions

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