26. Juni 2008, 17:28 Uhr

»Einmaliger Charakter« soll stärker betont werden

Bad Nauheim-Steinfurth (bk). Weg vom Kerbcharakter, hin zu einer stärkeren Betonung des Themas Rose. Auf diesen kurzen Nenner kann das Konzept gebracht werden, das sich die Verantwortlichen für das diesjährige Steinfurther Rosenfest ausgedacht haben. Der deutliche Besucherrückgang bei dieser Veranstaltung, der 2002 erstmals zu verzeichnen war, macht nach Aussage von Bürgermeister Bernd Witzel ein Umdenken notwendig.
26. Juni 2008, 17:28 Uhr
Trotz einiger Änderungen bleibt der Rosenkorso der Höhepunkt des Fests. (Foto: WZ-Archiv)

"Wir brauchen höhere Einnahmen und damit mehr zahlende Gäste. Bei Kosten von rund 350 000 Euro stellt sich ansonsten die Frage, ob das Rosenfest erhalten werden kann«, betonte der Rathauschef. Die Großveranstaltung beginnt diesmal bereits am Donnerstagabend (10. Juli) mit einer Disco und endet am 14. Juli. Wichtigste Neuerung ist ein Rosenmarkt auf dem Festplatz, zu dem sich über 70 Beschicker angemeldet haben. Hauptattraktionen bleiben allerdings die Rosenschau und der Rosenkorso, der am 13. Juli um 14 Uhr startet.

Für das modernisierte Programm zeichnen Johannes Lenz, Fachbereichsleiter Sport und Kultur, und seine Mitarbeiterin Astrid Mexia verantwortlich. Wie Lenz betonte, soll der »einmalige Charakter« des Rosenfests mehr als in der Vergangenheit betont werden. »Wir dürfen nicht immer das Gleiche bieten und müssen neue Zielgruppen erschließen«, sagte Lenz im Rathaus bei der Vorstellung des Konzepts. Um mehr junge Leute anzulocken, wird beispielsweise am Samstagabend (20 Uhr) im Festzelt »Rock'n'Rose« mit HR-Moderator Peter Lack geboten. Ebenfalls neu ist der Rosenabend (Freitag, 20 Uhr) mit dem Kabarettisten Johannes Scheerer und der Band El Maachi. Außerdem wird es eine Rosenandacht geben (Sonntag, 10. 30 Uhr), in deren Rahmen der neue evangelische Pfarrer von Steinfurth der Bevölkerung vorgestellt wird. »Insgesamt handelt es sich um sanfte Änderungen, ein Rest des alten Volksfestcharakters bleibt erhalten«, erklärte der Fachbereichsleiter. Auf dem Festplatz werden deutlich weniger Schaustellerbetriebe Platz finden, weil dort Raum für den neuen Rosenmarkt gefunden werden musste. Um mehr Besucher anzulocken, wurde die Öffentlichkeitsarbeit deutlich verstärkt. Laut Lenz brachte man 100 000 Flyer unters Volk, Plakat- und Radiowerbung sollen für noch mehr Aufmerksamkeit in Sachen Rosenfest sorgen. Die Eintrittspreise bleiben gegenüber 2006 unverändert, es werden diesmal allerdings auch Tageskarten und Kombitickets verkauft.

Kein Änderungsbedarf wird beim Rosenkorso gesehen, der stets gut besucht war. Wie Organisator Helmut Falk sagte, werde es unverändert gut 60 Zugnummern geben, davon zehn Prunkwagen. Auf einem thront die neuen Rosenkönigin Janina Michel mit ihren Prinzessinnen Theresa Baierl und Katharina Lyhs. Der Hessische Rundfunk wird den Umzug diesmal nicht im Fernsehen übertragen, was die Organisation erleichtert. »Wegen des HR musste der Zug manchmal für längere Zeit angehalten werden, was viele Besucher zum vorzeitigen Gehen veranlasste«, so Falk. Eine Neuerung gibt es bei der Bewertung der Prunkwagen. Der schönste der neun Wagen, die von den Vereinen gebaut werden, wird nicht mehr von ausgewählten Besuchern gekürt, vielmehr haben alle Zuschauer die Möglichkeit, ihre Stimme per Telefon abzugeben. Jeder Wagen wird mit der entsprechenden Rufnummer beschriftet sein.

Die Rosenschau ist ebenfalls eine feste Größe des Fests. Sie wird wie gewohnt im Rosensaal zu sehen sein. Wie Peter Bonarius vom Organisationsteam betonte, werde die Weiterentwicklung des Konzepts, die 2006 eingeleitet worden sei, in diesem Jahr fortgesetzt. Es wird eine Sortimentenschau mit 850 bis 900 Rosenarten geben. Den Mittelpunkt der Schau bilden vier Pyramiden, die im Wasser stehen. Bonarius: »Das erhöht die Luftfeuchtigkeit, wodurch die Rosen ihren Duft besser entfalten können.« Auch das Außengelände wird ansprechend gestaltet. Laut Bonarius werden für die Rosenschau gut 70 000 Blumen benötigt, insgesamt sind es rund 400 000.
Die Ortsdurchfahrt wird nach Angaben der Polizei am Festsonntag wie üblich von 10 bis 17 Uhr gesperrt. An den Ortsrändern sind genügend Pkw-Plätze ausgewiesen. Besucher, die aus der Kernstadt kommen, können mit dem historischen Zug der Eisenbahnfreunde fahren, der zwischen 11.30 und 18 Uhr alle 20 Minuten am Bahnhof Bad Nauheim-Nord startet.

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