07. August 2018, 20:37 Uhr

Neuordnung für vier Millionen Euro

07. August 2018, 20:37 Uhr
Die landwirtschaftlichen Maschinen werden immer größer. Auch deswegen werden bei der Flurbereinigung Flächen zusammengelegt. (Foto: dpa)

In Windhausen wurden in den vergangenen Monaten in Einzelgesprächen zwischen Flurbereinigungsbehörde und 185 betroffenen Grundstückseigentümern der Zuschnitt ihrer neuen Grundstücke erörtert und die Verhandlungsergebnisse schriftlich festgehalten.

Nach Abschluss der »sehr konstruktiven und einvernehmlichen Verhandlungen«, wie die Flurbereinigungsbehörde schreibt, nahmen die neuen Landabfindungen Gestalt an. Es wurden Acker- und Grünlandflächen großzügig zusammengelegt, damit die Schläge mit den immer größer werdenden Landmaschinen wirtschaftlich bearbeitet werden können. Im Juli wurden die Verhandlungsergebnisse durch einen Messtrupp des Amtes für Bodenmanagement in die Gemarkung übertragen.

Der Übergang der Grundstücke erfolgt getrennt nach den Nutzungsarten Acker und Grünland und ist den Bestimmungen zu entnehmen. Sie regeln für die unterschiedlich angebauten Feldfrüchte, ab wann die Felder nach deren Aberntung vom Altbewirtschafter geräumt werden müssen bzw. ab wann sie dem neuen Bewirtschafter zur Verfügung stehen.

Ab dem in den Überleitungsbestimmungen genannten Zeitpunkt kann der Landwirt auf »seinem neuen Grund und Boden« wieder uneingeschränkt wirtschaften. Durch die vorläufige Besitzeinweisung kommen die Teilnehmer mindestens drei Jahre früher in den Genuss der neuen Flächen, ehe die Flurbereinigungsbehörde den Flurbereinigungsplan, welcher die Ergebnisse zusammenfasst, erstellt hat.

Anschließend veranlasst die Flurbereinigungsbehörde die Berichtigung von Grundbuch und Liegenschaftskataster. Die Landwirte und die Verpächter können somit schon früh in der Praxis beurteilen, ob sie wertgleich in der Flurbereinigung abgefunden wurden oder ob im späteren Widerspruchsverfahren noch unterschiedliche Standpunkte verhandelt, ausgeräumt beziehungsweise entschieden werden müssen.

Holzpflöcke zeigen Grundstück an

Angezeigt werden die neuen Grundstücksgrenzen den Teilnehmern durch Holzpflöcke, die von einem Messtrupp des Amtes für Bodenmanagement Fulda eingeschlagen werden. Auf den Wunsch der Teilnehmergemeinschaft hin werden die Holzpflöcke im Anschluss durch Granitgrenzsteine dauerhaft markiert. Vorangegangen ist dem Besitzübergang eine rund neun Monate dauernde sogenannte Bodenordnungsphase, in der im Dorfgemeinschaftshaus Windhausen mit allen 185 Grundstückseigentümern über ihre Abfindungswünsche gesprochen wurde. In den Verhandlungen wurden einvernehmliche neue Landabfindungen erzielt oder auch Geldzahlungen als Ausgleich. Dabei wurden 1055 Grundstücke im Wert von rund vier Millionen Euro neu geordnet. »Wir freuen uns über die hohe Akzeptanz der Teilnehmer, das Flurbereinigungsverfahren so wie geplant mitzutragen. Vorhandene Landnutzungskonflikte zwischen Landwirten und Verpächtern einerseits sowie Landschaftspflegern, Naturschützern und Wasserwirtschaftlern andererseits konnten einvernehmlich gelöst werden. Auch ein sehr gutes Zusammenlegungsverhältnis von Eigentums- und Pachtflächen konnte erreicht werden. Dadurch können die landwirtschaftlichen Betriebe erhebliche Kosten- und Zeiteinsparungen generieren«, ziehen die zuständigen Bodenordnungssachbearbeiter Bernhard Grimm und Marco Meier ein Resümee.

Bedienstete der Flurbereinigungsbehörde stehen am nächsten Dienstag, 14. August, und Mittwoch, 15. August, in der Zeit von 8.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Windhausen zur Verfügung, um den Teilnehmern die neuen Grundstücksgrenzen zu zeigen. Die Überleitungsbestimmungen liegen bei der Gemeinde und dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Windhausen zur Einsicht aus. Die Bekanntmachung kann auch im Internet unter www.hvbg.hessen.de eingesehen werden.

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