06. April 2011, 18:50 Uhr

Nidderau »kratzt« an der 20 000-Einwohner-Marke

Nidderau (pm). Das sanfte Plus bei der Einwohnerzahl setzt sich laut Magistrat fort. In der aktuellen Bevölkerungsstatistik des Main-Kinzig-Kreises zählte Nidderau zum Stichtag 31. Dezember 2010 genau 19 987 Einwohner - ein Zuwachs von knapp 100 Bürgern in einem Jahr. Das Allzeithoch von 20 266 Bürgern (31. Dezember 2004) komme wieder in Sichtweite.
06. April 2011, 18:50 Uhr

Spätestens mit der Realisierung der Neuen Mitte, die Wohnraum für 600 bis 1000 Menschen schafft, werde der Rekord fallen. Der »Schritt gegen den Trend«, so Bürgermeister Gerhard Schultheiß, initiiert durch die intensive Werbung für die neuen Baugebiete in den Stadtteilen, werde bestätigt.

Schrittmacher der Entwicklung ist in absoluten Zahlen der Stadtteil Windecken mit dem Neubaugebiet »Allee Süd«. Seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Windecker von 6150 auf 6446 gestiegen. Allein in den beiden vergangenen Jahren verzeichnete der Stadtteil laut Magistrat ein Plus von 83 Bürgern. In Hinsicht auf das rein prozentuale Wachstum wird Windecken jedoch noch von Ostheim abgehängt. Der Sprung von 4483 auf 4729 Bürgern bedeutet ein Plus von 5,5 Prozent (Windecken 4,8 Prozent).

Gegen den Trend hätten sich die anderen Stadtteile entwickelt. Während in Heldenbergen mit 5617 Einwohnern (2000: 5653) der Status quo annähernd erhalten wurde, verzeichnen Erbstadt und Eichen Bevölkerungsrückgänge. Eichen schrumpfte in den Jahren 2000 bis 2010 laut Stadt von 1930 auf 1813 Bürger, Erbstadt von 1438 auf 1382. Die Statistik verdeutliche, dass der Schwund vor allem von der jüngeren Generation ausgelöst worden sei. »Wurden in Erbstadt anno 2004 noch elf Geburten gefeiert, waren es 2009 nur noch fünf«, erläutert der Bürgermeister. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen sei im kleinsten Stadtteil von 328 (2004) auf 258 (2009), in Eichen von 361 auf 300 geschmolzen. Ein Zuzug von jungen Eltern mit Kleinkindern habe kaum stattgefunden. In Windecken seien 60 Geburten in 2009 gemeldet worden, zudem sei der Zuzug von zwei Dutzend Familien mit Kindern unter drei Jahren erfolgt.

»Das sind keine schönen, aber noch nicht besorgniserregende Signale«, sagt Bürgermeister Schultheiß mit Blick auf andere Regionen Hessens mit dem Extrem Werra-Meißner-Kreis, der nach Ansicht von Experten bis zum Jahr 2050 voraussichtlich bis zu 50 Prozent seiner Bevölkerung verlieren wird.

Die Stadt hat reagiert: Mit den Projekten Pfaffenhof, Jugendhaus und dem Anbau an der Mehrzweckhalle wurden in Erbstadt eine Reihe von Projekten angeschoben und realisiert, von der Vereine und letztlich alle Altersklassen profitieren sollen. »Eichen erfuhr durch die Neugestaltung des Dorfplatzes eine Aufwertung, weitere Vorhaben im Rahmen des Landesprogramms Dorferneuerung sind in der Planungsphase. Mit einem Gewerbegebiet an der Bundesstraße 521 zwischen Eichen und Erbstadt sollen mittelfristig die Einkaufsmöglichkeiten verbessert, zudem zusätzliches Gewerbe angesiedelt werden«, so Schultheiß abschließend.

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