04. März 2016, 17:53 Uhr

»Wir sind schon weit gekommen«

Pohlheim (epf). Seit dem Sommer 2013 laufen die Sanierungsarbeiten an der evangelischen Kirche in Grüningen. In diesem Jahr startet nun der dritte Bauabschnitt am Dach des Paul-Hutten-Chores.
04. März 2016, 17:53 Uhr
Während das Kirchenschiff bereits ein neues Dach bekommen hat, steht dies am Paul-Hutten-Chor (rechts im Bild) noch aus. (Foto: Red)

Über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen berichteten am Donnerstag Martin Noack, der Vorsitzende des Kirchenvorstands, und Thomas Lang, Diplom-Ingenieur des Baureferats Oberhessen der Evangelischen Regionalverwaltung, gegenüber der Gießener Allgemeinen Zeitung.

Nach der Sanierung des Turms im ersten Bauabschnitt wurden im vergangenen August mit dem zweiten Abschnitt die Arbeiten am Kirchenschiff zunächst abgeschlossen. Auf dem Dach des Schiffes wurde Moselschiefer mit einer Altdeutschen Deckung verlegt. Diese Deckart, die hohe handwerkliche Anforderungen stellt, werde heutzutage nicht mehr von vielen Dachdeckern beherrscht, so Noack, der sich mit der Arbeit sehr zufrieden zeigte.

Blickt man an der Südseite der Kirche nach oben, fällt auf, dass das Dach des Paul-Hutten-Chores noch nicht neu gedeckt wurde. Das soll nun in diesem Jahr folgen. Die Kosten für den dritten Bauabschnitt werden derzeit mit rund 125 000 Euro veranschlagt. Ob diese Summe letztendlich ausreicht, ist jedoch noch unklar.

Ein so altes Gebäude berge Überraschungen, so Noack. Die notwendigen Arbeiten fielen dadurch umfangreicher aus, als zunächst angenommen. Auch nach der Fertigstellung des Dachs wird das Bauprojekt noch nicht endgültig abgeschlossen sein. Es stehen noch die Sanierung der Fassade und der Kirchenmauer an. »Wir sind aber schon weit gekommen.« stellte Noack fest.

80 Prozent der Sanierungskosten übernimmt dabei die Landeskirche, der restliche Betrag muss jedoch von der Kirchengemeinde selbst erbracht werden. Zur Finanzierung hat sie daher einen zinslosen Kredit in Höhe von 30.000 Euro aufgenommen. Das Darlehen wird über einen Zeitraum von zehn Jahren getilgt. Darüber hinaus ist das Sanierungsprojekt jedoch auf Spenden angewiesen. Der aktuelle Spendenstand beläuft sich auf rund 87 000 Euro – eine »super Summe« lobte Noack, die allerdings erst knapp die Hälfte des benötigten Spenden-Ziels von 175 000 Euro ausmacht.

In diesem Jahr lohnt sich das Spenden besonders. Für je drei Euro, die die Grüninger Kirchengemeinde durch Zuwendungen, Einnahmen und Spenden erhält, legt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) einen weiteren Euro drauf. Hintergrund ist der Wettbewerb »Matching Fund«, den die Landeskriche zum elften Mal ausgerufen hat.

Gefördert werden dabei Initiativen, die durch ein nachhaltiges Fundraisingkonzept von Kirchensteuermitteln unabhängiger werden. Die Sanierung des Grüninger Gotteshauses war bei dem Wettbewerb im vergangenen November als eines von 19 Projekten ausgewählt worden, die im Jahr 2016 gefördert werden. Der maximale Zuschuss beläuft sich dabei auf 10 000 Euro je Projekt.

Für die Teilnahme an dem Wettbewerb hat die Grüninger Kirchengemeinde ein neues Logo und das Motto »Ganz dicht zusammen« entwickelt. Denn nicht nur das Kirchendach soll dicht werden, auch die Gemeinde soll durch die Unterstützung der Sanierung zusammenrücken.

Auf folgende Konten der evangelischen Kirchengemeinde Grüningen kann man zugunsten der Sanierung spenden: Sparkasse Gießen, IBAN DE06 5135 0025 0205 0048 65, oder Volksbank Mittelhessen, IBAN DE97 5139 0000 0015 0181 00. (Foto: epf)

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