29. Oktober 2010, 17:52 Uhr

Autobahn-Brücke bei Langgöns soll abgerissen und neu aufgebaut werden

Langgöns (hjp). Die Autobahn-Talbrücke bei Langgöns im Lauf der A 45 soll neu geplant, abgebaut und bis zum Ende dieses Jahrzehnts dreispurig neu aufgebaut werden. Das teilte Bürgermeister Horst Rörig während der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses mit.
29. Oktober 2010, 17:52 Uhr
Wie Bürgermeister Röhrig jüngst mitteilte, soll die Autobahnbrücke bei Langgöns bis Ende des Jahrzehnts dreispurig neu aufgebaut werden. (Archivfoto: js)

Danach plane das Amt für Straßenbau und Verkehrswesen in Schotten einen kompletten dreispurigen Neubau der Brücke. Das nährt bei den Bewohnern des Kernortes die Hoffnungen auf Lärmschutz.

Bei einem Neubau der Brücke müssen andere Kriterien des Lärmschutzes eingehalten werden. Reichte bislang die errechnete Lärmbelastung durch den Verkehr auf der Autobahn nicht aus, um eine Lärmsanierung durchzuführen, stellt sich die Situation bei einem Neubau wesentlich anders dar: Dann müssen die wesentlich niedriger liegenden Werte von Lärmemissionen zugrunde gelegt werden, um Lärmschutzeinrichtungen zwingend zu installieren.

Bislang waren Forderungen nach Lärmschutzmaßnahmen immer ins Leere gelaufen, weil die Werte für eine Lärmsanierung des bestehenden Autobahnabschnitts nicht ausreichten. Selbst Überlegungen der Gemeinde Langgöns, in Eigenregie auf der Brücke einen Lärmschutz zu installieren, waren fruchtlos: Die Statik der Brücke ließ es nach Auskunft des ASV in Schotten nicht zu, die Brücke entsprechen auszustatten. Die Tragkraft der so genannten Kragarme der Brücke sei nicht dafür ausgelegt, die zusätzliche Belastung durch zum Beispiel eine Lärmschutzwand mit seiner erhöhten Windlast aufzufangen.

Bei einem dreispurigen Ausbau der Talbrücke muss dagegen der Bund als Baulasträger für Autobahnen auch für einen entsprechenden Lärmschutz sorgen, beurteilt Otto Bernd von der Lärmschutzinitiative Lang-Göns die veränderte Situation, betonte aber gleichzeitig, dass dies nur zwingend sei, wenn auch der dreispurige Ausbau komme. Da ein kompletter Ausbau der A45 auf insgesamt drei Spuren in der »Schublade des Bundesverkehrsministeriums liege, sei es seiner Einschätzung nach nicht von der Hand zu weisen, dass die Talbrücke auch entsprechend ausgelegt werde, mit den entsprechenden positiven Lärmschutzauswirkungen.

Während Bürgermeister Horst Röhrig nach der Mitteilung des ASV in Schotten im Laufe der Sitzung des Langgönser Umwelt- und Verkehrsausschusses neue Hoffnung schürte, dass Lang-Göns eine eigene Anschlussstelle an die A 45 bekommen könne, sieht dies Otto Bernd nicht ganz so optimistisch: »Die Auf- und Abfahrt war im Zuge der Planungen zur Errichtung einer Groß-Mülldeponie in Holzheim angedacht worden.« Bekanntlich seien diese Planungen an dem massiven Widerstand durch Holzheimes Bürger vor mehr als 20 Jahren gescheitert. Deshalb gebe für eine solche Autobahnabfahrt keine Grundlage mehr. Auch die hessische Regionalplanung hatte erst kürzlich die Bitte der Gemeinde Langgöns zur Aufnahme einer solchen Anschlussstelle in den Regionalplan verworfen. Die Begründung hierzu war kurz, knapp und bestimmt: »Die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung sieht aus verkehrstechnischer und Umweltsicht eine neue Anschlussstelle für nicht umsetzbar.«

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