Sehnsuchtsort und Mythos

13. Juni 2018, 22:01 Uhr
Rund drei Kilometer legten die 25 Teilnehmer an den »Drei Teichen« zurück, hören unterwegs Lesungen. (Foto: con)

Im Wald kann man tief durchatmen, im Wald kann man die Hektik des Alltags vergessen, im Wald ist man der unveränderten Natur so nahe wie selten. Der Wald ist für viele ein Ort der Entspannung, der Stille und des Genießens. Und da liegt die Verbindung von Wald und Literatur schon nahe: Wie kann man den Wald um Hungen ins kulturelle Programm der Stadt mitaufnehmen? Diese Frage stellte sich das Team des Stadtmarketings und entsann eine ganz besondere Veranstaltung: Eine literarische Tour rund um die drei Teiche im Wald zwischen Hungen und Nonnenroth.

Zwischen Buchen und Pappeln und am Ufer der Teiche entlang spazierten bei der Premiere am Sonntag rund 25 Teilnehmer. An ausgewählten Stellen trugen Vorleser kleine Gedichte oder Textpassagen aus Romanen vor, luden dazu ein, die Stille zu genießen oder über die Bedeutung des Waldes in seinem eigenen Leben nachzudenken. Genau passend: Das aktuelle Thema des Stadtmarketings, dass sich derzeit mit einem ökologischen Jahr für Hungen beschäftigt.

Keine unberührte Natur

Der Wald ist in der Literatur Sehnsuchtsort und Mythos. Diesen Eindruck vermittelten auch die Besucher, die deutlich die Hektik des Alltags vergaßen. So konnte man die Natur ungestört genießen. Acht Vorleser vermittelten eine literarische Sicht auf den Wald. Etwa Martina Beele-Peters vom Stadtmarketing Hungen, die mit einem Auszug aus dem Roman »Der Wald« von Peter Wohlleben den Beginn der Wanderung machte. Peter Wohlleben, Förster aus Passion, zeigt den Wald, wie er ist und wie er sein könnte. Denn was wir irrtümlich für unberührte Natur halten, ist viel zu oft nur eine Ansammlung von Bäumen, die den Zwecken von Forstwirtschaft und Jagd zu dienen hat. Es folgten Texte von Anselm Grün, Ulrich Grober, Peter Huchel und einigen weiteren Autoren. Nachdenklich stimmte auch das Gedicht »Sommermittag« von Hermann Hesse – darin wird auf besondere Art die Verbindung zwischen der Natur und dem Tod hervorgehoben. Auch das ist ein Aspekt, dem man im Wald immer wieder begegnen kann.

Zum Abschluss der zweistündigen literarischen Wanderung wartete ein kleiner Imbiss auf die Teilnehmer. Für die meisten war klar: Einen solchen Spaziergang werden sie wieder mitmachen. Premiere gelungen.

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