12. Februar 2019, 22:11 Uhr

Planspiel Kommunalpolitik und Freizeiten

12. Februar 2019, 22:11 Uhr
Was kann ich tun, wenn mein Kind ein Smartphone haben will? Antworten auf Fragen wie diese gibt es im Angebot der Jugendförderung des Landkreises. (Foto: pm)

Die Jugendförderung des Landkreises Gießen hat ihr neues Programm für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern, Fachkräfte sowie Mitarbeiter aus der Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt. Bis Ende August ist von Politik über Digitalisierung bis zu diversen Freizeiten einiges geplant. Angeboten werden nicht nur Seminare, Studienfahrten und Projekte, sondern auch Qualifizierungen, Fortbildungen und Info-Veranstaltungen.

Zum Beispiel bietet im März das kommunalpolitische Planspiel »Teufelsburg nach der Wahl« den Teilnehmern zwischen 14 und 27 Jahren die Möglichkeit, in die Rollen von Bürgermeistern, Stadtverordneten und Bürgern samt jeweils eigener Anliegen zu schlüpfen mit dem Ziel, gemeinsam die Probleme der Stadt zu lösen. »Wir brauchen selbstbewusste junge Menschen und auf diesem Weg wollen wir sie mit den Leistungen der Jugendförderung unterstützen«, erklärt der Jugenddezernent und hauptamtlicher Kreisbeigeordneter Hans-Peter Stock.

Soziales Miteinander fördern

Doch auch die Erwachsenen kommen bei den vielfältigen Veranstaltungsformaten der Jugendförderung nicht zu kurz. Zum Beispiel werden am 9. März unter der Fragestellung »Digitale Familie: Mein Kind will ein Smartphone – was nun?« Fragen rund um den Umgang mit der Digitalisierung des Familienlebens beantwortet.

Ein weiteres Angebot für Erwachsene lautet »Gefangen in der (rechten) Filterblase? Wie soziale Medien die Meinungsbildung beeinflusst« und findet am 14. Mai statt. Dazu heißt es in der Mitteilung der Pressestelle des Landkreises: »Rechte Gruppierungen sind in den sozialen Medien sehr erfolgreich. Sie setzen als lautstarke Minderheit Themen im Netz. Dabei werden gezielt falsche Informationen zur Manipulation des öffentlichen Diskurses und zur Diskreditierung der Presse in Deutschland verbreitet. Kommentieren Jugendliche unreflektiert solche Fake News, Hassbotschaften oder Verschwörungstheorien, werden sie durch Algorithmen immer häufiger mit solchen Nachrichten konfrontiert, es generiert sich eine Filterblase.«

Beim Reflektieren der Gegenwart hilft häufig auch der Blick in die Vergangenheit. Dazu erklärt die Teamleiterin der Jugendförderung Ingrid Macht: »Auschwitz ist das Synonym für die systematische Ermordung der europäischen Juden und hat offenbart, zu was Menschen fähig sind, anderen Menschen anzutun.« Auch heute sei es wichtig, sich mit der Geschichte Deutschlands kritisch auseinanderzusetzen und daraus für die Gegenwart und Zukunft zu lernen. »Menschlichkeit, Freiheit, und Toleranz sind die Grundwerte unserer Demokratie, aber nicht selbstverständlich, daher sind Angebote der politischen Bildung so wichtig.«

Die Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz für Teilnehmer ab 14 Jahren findet zwischen dem 9. und 16. November statt.

Soziales Miteinander steht bei allen Angeboten der Jugendförderung im Mittelpunkt – gemeinsam Zeit verbringen, voneinander lernen und dabei Spaß haben. Ein bewährtes Format sind die Kinder- und Jugendfreizeiten: Die Erlebnisfreizeit am See für Kinder von neun bis 13 Jahren (23. bis 29. Juli), die Mädchenfreizeit auf dem Ponyschloss für Mädchen von neun bis 13 Jahren (4. bis 10. August), das Strandcamp in Kroatien für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren (10. bis 24. Juli), das Abenteuercamp in Nordspanien für dieselbe Zielgruppe (25. Juli bis 8. August) sowie die Studienfahrt nach Berlin für Jugendliche von 13 bis 17 Jahren (6. bis 11. Oktober). Aufgrund der begrenzten Kapazitäten empfiehlt Macht bei den Freizeiten eine frühzeitige Anmeldung.

Programmheft liegt vor

Nähere Informationen und Anmeldeformulare zu diesen und weiteren Angeboten sind in dem neuen Programmheft oder auf der Internetseite der Jugendförderung (www.lkgi-jugendfoerderung.de) zu finden.

Das Programmheft ist erhältlich bei der Kreisverwaltung, den Jugendpflegen der Kommunen und den Sozialarbeitern an den Schulen. Es kann auch telefonisch angefordert werden und steht auf der Internetseite der Jugendförderung zum Download bereit. Weitere Fragen beantwortet Ingrid Macht unter Telefon 06 41/93 90-91 13 oder per E-Mail an Ingrid.Macht@lkgi.de.

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