19. Februar 2018, 21:26 Uhr

Im Osten ist gut »stromern«

19. Februar 2018, 21:26 Uhr
Als eine der ersten kommunalen Ladestationen im Landkreis wurde diese am Laubacher Rathaus in Betrieb genommen – Strom gibt’s hier gratis, künftig auch rund um die Uhr.

Auf der Elektromobilität ruhen große Hoffnungen, vor allem die der Klimaschützer. Doch ohne bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur bleibt der »Stromer« da, wo er sich hierzulande seit Jahren bewegt – in der Kriechspur (dass da auch der Preis eine Rolle spielt, sei nicht vergessen). Um zumindest eine der Voraussetzungen für mehr Autos mit saubererem Antrieb zu schaffen, will die Stadt Laubach in diesem Jahr zwei weitere Ladesäulen installieren lassen – und fünf weitere Ostkreiskommunen wollen es ihr nachtun.

Zwölf Säulen für sechs Gemeinden

Ein entsprechender Antrag der Freien Wähler erhielt in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten die Stimmen aller sechs Parteien. Stellvertretender FW-Fraktionschef Dirk Oßwald erinnerte an das vom Plenum beschlossene Integrierte Klimaschutzkonzept; das gewährleiste auch die Finanzierung von Maßnahmen zur Kohlendioxid-Einsparung.

Als Standortalternativen schlagen die Freien Wähler die Sparkasse (eventuell in Kombination mit dem beschlossenen Wohnmobilstellplatz am Bahnhof), den Marktplatz, das Schwimmbad, das Gewerbegebiet mit seinen Märkten, aber auch die Tankstellen in Laubach oder Wetterfeld vor. Auf Grünen-Antrag ausgeschlossen wurde die bisher gehandelte Alternative »Tiefgarage«: Die Anlage sei schließlich alles andere als attraktiv.

Bürgermeister Klug rechnet mit einem städtischen Kostenanteil von 13 000 Euro. Eine Summe, die für Installation und Nebenkosten (Funk) aufzubringen ist, die beiden Säulen nämlich gibt’s für lau. Wie das? Auch Laubach kann hier auf das Angebot des Grünberger Unternehmens Bender, auf das vom Land geförderte Programm »1000 Ladesäulen für Mittelhessen« setzen. Jeweils zwei davon erhalten die Ostkreisgemeinden Lich, Laubach, Grünberg, Hungen, neuerdings auch Buseck und Reiskirchen.

Das Förderprogramm hatte zuvor Winfried Möll, Geschäftsführer Technik bei Bender, Laubachs Stadtvätern erläutert. Die Netzschutz-Spezialisten aus Grünberg und die öffentliche Hand teilen sich dabei die Kosten. Unter Hinweis auf Erfahrungen am Stammsitz des Unternehmens sowie Studien mit gleichen Ergebnissen machte er eines deutlich: »Am sinnvollsten sind Ladepunkte da, wo sich die Autofahrer am längsten aufhalten und die Zeit zum Laden reicht.«

Also zu Hause, wo es aber oft an der Lade-infrastruktur fehle, oder eben an der Arbeit. Bei Bender gebe es diese Gelegenheit, seien bereits die ersten Beschäftigen vom Verbrenner auf Batterieantrieb umgestiegen.

Möll verwies auch auf die Erfolge der Grünberger beim Aufbau des neuen Standbeins »Elektromobilität«: Für 120 000 Ladepunkte und 43 000 E-Autos gelte schon heute: »Bender-Technik inside«. Dass es sich hier um ein großes Wachstumssegment handelt, davon ist Möll überzeugt. Apropos: Besagter FW-Antrag umfasst ebenso den Auftrag an den Magistrat, als nächsten Dienstwagen der Verwaltung ein »reines Elektrofahrzeug« zu beschaffen. (Foto: tb)

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