21. Dezember 2018, 21:41 Uhr

Geld für Musikschulen und Kinos

21. Dezember 2018, 21:41 Uhr
Durch die Förderung sind Projekte wie der neue Jugendchor an der Licher Musikschule möglich. Die Jugendlichen geben bei der Scheckübergabe eine Kostprobe. (Foto: con)

Der Landkreis Gießen fördert die Kulturarbeit: Auch in diesem Jahr gehen Zuwendungen an die drei öffentlichen Musikschulen Lich, Busecker Tal und Grünberg; ebenso an die Kinos in Lich und Grünberg. Landrätin Anita Schneider hat jetzt in Lich symbolische Schecks an die Vertreter dieser Einrichtungen überreicht.

Die Musikschulen benötigen diese Unterstützung dringend: »Wir möchten die Zugangsschwelle zur Musik möglichst gering halten – deshalb wird viel mit Grundschulen und Kitas zusammengearbeitet«, erklärte die Leiterin der Musikschule an der IGS, Britta Lange. Doch gerade solche Projekte kosten die Musikschulen viel Geld für Lehrer und Verwaltung. Nur durch die Förderung des Landkreises können diese Angebote gemacht werden. Auch für die Realisierung kostenloser Projekte sind Fördermittel notwendig – beispielsweise hat sich im November aus den Reihen des Licher Jugendchors Songlines ein neuer Chor herausgebildet.

Die Musikschule an der IGS Busecker Tal profitiert von 18 306 Euro, 7985 Euro gehen an die Musikschule Lich und die Musik- und Kunstschule Grünberg darf sich über 9209 Euro freuen.

Daneben können sich das Licher Kino »Traumstern« und das Kino »Turm« in Grünberg über eine Förderung freuen: 4080 Euro gehen nach Lich und 2040 Euro nach Grünberg. »Sie alle gemeinsam bereichern die Kulturlandschaft in unserer Region«, erklärte die Landrätin bei der Übergabe an Hans Gsänger und Edgar Langer vom Kino »Traumstern« sowie Edith Weber vom Kino Grünberg. »Wir sind davon überzeugt, dass ein solches kulturelles Angebot auch ein wichtiger Standortfaktor ist.« Die Landrätin kündigte an, dass die Zuwendungen für die Kinos im kommenden Jahr auf 5000 bezeihungsweise 2500 Euro erhöht werden sollen. Ähnliches sei für die Musikschulen geplant, allerdings noch nicht 2019.

Höherer Zuschuss gefordert

Das ist aus Sicht der Musikschulen nur ein kleiner Fortschritt: Sie müssten feststellen, dass bei gleich bleibenden Zuwendungen die Aufgaben und finanziellen Belastungen, die das musik- und sozialpädagogische Engagement mit sich bringen, immer schwerer zu leisten seien, sagten Andi Kühr (Musikschule Lich), Britta Lange (Musikschule an der IGS Busecker Tal) und Bernd Niesner (Musik- und Kunstschule Grünberg). Sie bitten deshalb darum, die Kreismittel von derzeit 35 000 Euro auf 60 000 Euro zu erhöhen. »Durch niedrige Honorare können kaum noch qualifizierte Mitarbeiter gefunden und vor allem dauerhaft gebunden werden«, erklärten sie. Die Kreis- ist neben der Landesförderung eine wesentliche Säule der Musikschulfinanzierung – da kommunale Zuschüsse deutlich niedriger als an anderen Musikschulstandorten in Hessen seien.

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