26. November 2018, 05:00 Uhr

Feuerwehr

Den Nachwuchs fest im Blick

Wehren aus Biebertal, Großen-Linden, Krumbach und Leihgestern haben neue Projekte zur Nachwuchsförderung umgesetzt und sind beim Wettbewerb »Feuerwehr der Zukunft« ausgezeichnet worden.
26. November 2018, 05:00 Uhr
Siegerehrung im Wasserwerk Queckborn. (Foto: con)

Beim Innovationspreis »Feuerwehr der Zukunft« gibt es keine Verlierer: Seit 2011 richten die Stadtwerke Gießen (SWG) den Preis jedes Jahr aus – immer auf der Suche nach neuen, innovativen und funktionierenden Projekten und Aktionen rund um die Feuerwehren. 2018 stand unter dem Motto »Wir sind die Feuerwehr – wir stärken die Gemeinschaft!«. »Gewinner seid ihr alle, Gewinner ist die Feuerwehr«, freute sich Julia Trampisch, stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, bei der Preisverleihung im Wasserwerk Queckborn.

In diesem Jahr gab es vier Bewerbungen und alle waren »beeindruckend und innovativ«, beschrieb Michael Klier, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, der auch in der Jury zum Wettbewerb saß. Aber wie immer konnte es nur einen Sieger geben – wenn auch alle Bewerber einen Preis erhielten. Trotz des vierten Platzes musste der Feuerwehrverein Leihgestern nicht mit leeren Händen nach Hause fahren: Ein Wurstkorb und Gutscheine waren der Dank für das große Engagement. 500 Euro erhielt die drittplatzierte Krumbacher Feuerwehr. Über 1000 Euro freuten sich die Mitglieder des Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden. Den Hauptpreis in Höhe von 1500 Euro nahmen die Biebertaler Floriansjünger entgegen.

Nachmachen ausdrücklich erlaubt

Aber wie bereits geschrieben: Sieger waren alle. Denn das eigentliche Ziel des Wettbewerbs ist es natürlich, Projekte zu schaffen, die die Nachwuchsförderung unterstützen. Zu diesem Zweck wurde der Wettbewerb 2011 ins Leben gerufen. Und selbstverständlich gilt auch: Nachmachen ist ausdrücklich erlaubt, sowohl was die Projekte angeht, als auch die Teilnahme am Wettbewerb.

Die Projekte zum Wettbewerb »Feuerwehr der Zukunft 2018« in einzelnen:

1. Biebertal

Beim Siegerprojekt »Wir brauchen keine Helden« der Feuerwehr Biebertal versuchte man, alle Ortsteile mit unterschiedlichsten Aktionen zusammenzubringen. Statt Helden wurden Teamplayer mit Begeisterung für Technik, Kunst und Umwelt gesucht – und gefunden. Der Geburtstags-Express, die »Hydrantenwelten« und der Umwelttag feierten große Erfolge – bis zu 120 Kindern nahmen an den Aktionen teil. Beim Geburtstags-Express wurden Kinder an ihrem Ehrentag mit dem Einsatzfahrzeug zur Schule gebracht. Viel Beachtung fand auch die Aktion »Hydrantenwelten«, zu der Kinder Hydranten bunt bemalten. Und am Umwelttag griffen Jugend- und Minifeuerwehr zu Zangen und Säcken und sammelten rund zwei Stunden lang jede Menge Unrat in der Gemeinde. Auch aus Sicht des Feuerwehrnachwuchs haben sich die Projekte gelohnt: Rund 30 Neueintritte konnten verzeichnet werden.

2. Großen-Linden

Beim Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden drehte sich beim »Tag der Jugend – Ritterspiele« alles um Spiel, Spaß und das Gemeinschaftsgefühl. »Mit begrenzten Mitteln das Beste rausholen« war eines der Ziele. Bei den Aktionen, an denen rund 40 Kinder teilnahmen, wurde weiterhin viel Wert auf Fairplay gelegt: Wie gesagt, auf das Gemeinschaftsgefühl kam es an. Bei Spielen wie Baumstammwerfen, »Drachen-Ei«, Sackhüpfen und Tauziehen tobten sich alle richtig aus und hatten viel Spaß.

3. Krumbach

In Krumbach drehte sich dagegen alles um Fitness und Gesundheit: »FiT – Feuerwehr im Training« nannte die Einsatzabteilung ihr Projekt. Eine angehende Physiotherapeutin und ein Fitnesstrainer aus der Einsatzabteilung entwickelten ein Sport- und Bewegungsprogramm für alle aktiven Feuerwehrmitglieder. Und das ist auch wichtig, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken: Denn im Einsatz muss man sich auf seine Kameraden verlassen und können und auch selbst fit sein. Gearbeitet wurde mit Gegenständen, die der Feuerwehr vertraut sind: Seile, Hydranten, Kanister mit Schaum und weitere Gerätschaften kamen zum Einsatz. Zudem wurden auch fünf Termine bei der Rückenschule angeboten.

4. Leihgestern

Die Freiwillige Feuerwehr Leihgestern trat mit ihrem zweiten »Laasterner Dorffest« am Heimatmuseum zum Wettbewerb an: Mit ihrer Alternative zur Kirmes zeigen die Floriansjünger aus Leihgestern vor allem eins: Sie gehören zum Ort dazu. Essen, kühle Getränke, Live-Musik und viel gute Stimmung kamen bei den Besuchern gut an und sorgten für viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Auch hier zahlte es sich aus Sicht der Mitgliedergewinnung aus: Ein neues Mitglied in der Einsatzabteilung, drei neue Mitglieder für die Jugendfeuerwehr sowie sieben neue Vereinsmitglieder konnten im Rahmen des Dorffestes gewonnen werden.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Aktionen
  • Feuerwehren
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Helden
  • Linden-Leihgestern
  • Umwelttage
  • Gießen
  • Grünberg
  • Biebertal
  • Linden
  • Constantin Hoppe
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 5 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.