Selten und mit besonderen Geschichten: Michael Gross, Frank Mohr, Marc Kolmsee und Michael Schomber prämieren einen Dormobile Bedford CA, Goliath 1100 Cabrio-Limousine, Mercedes 220 SE Coupé, Seat-Siata Formichetta und einen Oldsmobile 88.

Wettenberg (chl/so). Alles schon einmal gesehen? Bestimmt nicht! Die »Golden Oldies« bieten in ihrer 28. Auflage noch immer Neues. Sicherlich gibt es vertraute und nicht wegzudenkende Elemente wie den Petticoat-Wettbewerb, die Auto-Ausstellung, die Kinderwagen-Parade oder den 50er-Markt. Aber mit dem behutsamen Öffnen des Konzepts in die 1970er und 1980er Jahre hinein bleibt das Festival attraktiv.

Da ist es nur konsequent, dass »Fräulein Menke« ein Wiedersehen mit einem »Döschewo« feiert: »Das erste Auto steht für Freiheit. Jetzt kann ich entscheiden, wo geht’s hin und wann.« In diesen Erinnerungen schwelgte die Sängerin, nachdem sie am Samstag mit einem Citroen 2 CV auf den Sorgues-platz geknattert kam. Der einstige Neue-Deutsche-Welle-Star hatte Anfang der 80er Jahre mit »Hohe Berge«, »Traumboy« und »Tretboot in Seenot« drei Hits. Von ihrem Vater, dem früheren Truck-Stop-Produzenten Joe Menke (1928-2001), bekam sie eine gebrauchte blaue Ente geschenkt, erzählt sie im Plausch mit Moderator Johannes Hübner. Und sprach frank und frei über ihre Teilnahme im Januar 2017 beim RTL-Dschungelcamp (»Ich bin ein Star – holt mich hier raus!«). Im November wird sie 57 Jahre alt und will vielleicht noch vier Jahre lang arbeiten (»mache nen Halbtagsjob bei einem großen Paketdienstleister«) und will noch Fräulein-Menke-Auftritte absolvieren, und »dann wollte ich mein Päcklein packen und nach Australien auswandern«.

Erneut wählte eine fachkundige Jury um Michael Gross (Wettenberg) aus den über 1000 ausgestellten Oldtimern fünf Fahrzeuge mit Seltenheitswert oder besonderer Geschichte aus. Auto-Experte Johannes Hübner überreichte mit Bürgermeister Thomas Brunner Pokale und Preise an die Besitzer.

Das einzige fahrbereite Fahrzeug seiner Art im Originalzustand ist die Cabrio-Limousine eines Goliath 1100 von Klaus-Werner Zipp aus Aßlar (Lahn-Dill-Kreis). Von dem 1957 zugelassenen Wagen sollen nur zehn Exemplare gebaut worden sein.

Ein schnuckeliger Kleintransporter ist der Seat-Siata Formichetta von Hermann Herfurtner aus Neuss. Das »Ameischen« basiert auf dem Seat 600, der wiederum ein Lizenzbau des Fiat 600 war. 15 Jahre lang hatte Herfurtner nach diesem 1967er Modell gesucht, bis er es 2014 in Barcelona erstehen konnte.

Christa Friepörtner aus dem Bergischen Land präsentierte das Mercedes 220 SE Coupé (Baujahr 1965) ihrer Tochter:: Einst war der Wagen im Besitz eines Bischofs in Madrid.

Jörg Eggebrecht aus Bonn präsentierte seinen vom Hersteller Dormobile zu einer Zwei-Bett-Variante umgebauten Bedford CA Transporter aus dem Jahr 1958. Eggebrecht nutzte sein im November 2016 erworbenes Fahrzeug zum Übernachten während seines ersten Besuches der »Golden Oldies«.

Das größte Auto der Runde war ein Straßenkreuzer: Der Oldsmobile 88 (Baujahr 1958) von Stefan Reitz aus Staufenberg ist in seiner Coupé-Ausführung mit zwei Türen und Holiday-Hardtop eine Rarität.

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