04. Mai 2018, 18:00 Uhr

Sportplatz

Anstoß in Reiskirchen: Am Ortsrand entsteht ein neues Sportzentrum

04. Mai 2018, 18:00 Uhr
Symbolischer erster Spatenstich: Neben der Reiskirchener Sporthalle beginnen die Arbeiten für einen neuen Sportplatz. (Foto: us)

Als die Reiskirchener vor etwa drei Jahrzehnten ihre neue Sporthalle am Ortsausgang nach Lindenstruth planten, wollten sie eigentlich auch den Sportplatz aussiedeln. Wie es weiterging, ist bekannt: Die Halle wurde vor einem Vierteljahrhundert eingeweiht, der Sportplatz blieb in der Jahnstraße. Mit erheblicher Verzögerung wird der Wunsch von damals nun Wirklichkeit: Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat der Sportstättenbau begonnen. Fußballer würden wohl vom Anstoß sprechen.

Bereits im Januar hatte Staatssekretär Werner Koch den Zuwendungsbescheid für den Bau des neuen Sportzentrums überbracht: 200 000 Euro steuert Wiesbaden zu dem etwa 1,2 Millionen Euro teuren Projekt bei. Hinzu kommen 826 000 Euro von der Gemeinde für den Verkauf des bisherigen Sportplatzes sowie Eigenmittel und Eigenleistung des Vereins. Geplant sind ein barrierefreies Sportheim und ein 95 x 60 Meter großer Kunstrasenplatz mit angrenzender Leichtathletik-Anlage sowie einem Kleinsportfeld mit echtem Rasen. Das neue Sportzentrum soll auch von den Grundschulen sowie den anderen Reiskirchener Sportvereinen genutzt werden.

Auf einen genauen Fertigstellungstermin für den neuen Sportplatz mochten sich TSG-Vorsitzender Martin Schäfer und seine Vorstandskollegen noch nicht festlegen. Das Baugelände birgt nämlich einige Tücken. Ein Nicht nur ein Bachlauf muss verlegt werden. Auch die Vorkommen von hellem und dunklem Wiesenknopf-Ameisenbläuling, einer geschützten Schmetterlingsart, müssen umgesiedelt werden. Aber zur nächsten Runde, im August, soll auf dem neuen Platz gespielt werden können.

 

Neue Entwicklungschancen

 

Vor Vertretern der politischen Gremien, der TSG, des Sportkreises, des Planungsbüros und des beauftragten Bauunternehmens unterstrich Bürgermeister Dietmar Kromm die Bedeutung des Projekts für die Kommune. Auf dem alten Sportplatz-Gelände in der Jahnstraße nämlich will ein Investor Wohnflächen erschließen und vermarkten. »Ohne Innenverdichtung hat Reiskirchen keine Chance für eine weitere Entwicklung«, präzisierte Kromm.

Mit Ehrenbürgermeister Klaus Döring und Jochen Gärtner vom Ehrenvorstand der TSG nahmen auch zwei Männer am symbolischen ersten Spatenstich teil, die das Projekt am liebsten schon vor drei Jahrzehnten umgesetzt hätten. Auch seinerzeit habe es unter den Anwohnern rund um die Jahnstraße Unruhe gegeben, erinnerte sich Döring. Deswegen habe die TSG damals von dem Neubau Abstand genommen. Immerhin: Der Bebauungsplan, der damals für die Sporthalle aufgestellt wurde, beinhaltete auch schon den Sportplatzbau. Planungsrechtlich war das Terrain also längst bereitet. In die Hände gespielt haben den Verantwortlichen zudem die in den vergangenen Jahren gestiegenen Baulandpreise. Schließlich wird der Bau des neuen Sportgeländes im wesentlichen durch den Verkauf des Geländes an der Jahnstraße refinanziert. In diesem Punkt sind sich die Verantwortlichen einig: »Vor 15 Jahren wäre das nicht möglich gewesen.«

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