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So haben Grippe und Kälte unsere Region im Griff

Ein Kälterekord jagt den nächsten in unserer Region. Dazu rollt die Grippewelle über uns hinweg. Aktuell wirken sich Kälte und Grippe deutlich auf das Leben aus. Ein Überblick.
27. Februar 2018, 15:26 Uhr

Aus der Redaktion , 2 Kommentare
(Foto: Oliver Schepp)

Grippe und Kälte in unserer Region

Bisher neun Grippe-Tote in Hessen

Die Grippewelle rollt weiter durch Hessen: Seit Anfang des Jahres seien neun Patienten an der Infektion gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Wiesbaden. Damit ist die Zahl der Todesopfer bisher noch vergleichsweise niedrig. Im Jahr 2017 wurden 3769 Influenzafälle gemeldet, die Zahl der an der Erkrankung Verstorbenen lag bei 26. Es handele sich bei den Todesfällen vor allem um Menschen mit einem bereits geschwächten Immunsystem, beispielsweise Ältere und Kranke.

17:35 Uhr

Uni-Klinikum Gießen berichtet von "heftiger" Grippesaison

Am Uni-Klinikum Gießen und Marburg wird die aktuelle Grippesaison als besonders heftige registriert. Außergewöhnlich: Sie begann bereits im November! Allerdings sei die Lage nicht so drastisch, wie etwa aus dem Rhein-Main-Gebiet zu hören, wie Pressesprecher Frank Steibli erklärt: Man habe noch Kapazitäten. Auch unter den Mitarbeitern gebe es zwar krankheitsbedingte Ausfälle, einen kausalen Zusammenhang etwa zwischen Grippe und verschobenen OPs gebe es jedoch nicht.

16:26 Uhr

Bis zu minus 18 Grad: Die kältesten Orte in Hessen

An diesen Stationen hat der Deutsche Wetterdienstes in der Nacht zum Dienstag die niedrigsten Temperaturen in Hessen gemessen: Wasserkuppe: minus 18 Grad, Fritzlar: minus 17 Grad, Vogelsberg: minus 16 Grad, Kleiner Feldberg: minus 15 Grad, Bad Hersfeld: minus 13 Grad, Fulda: minus 12 Grad, Gießen: minus 12 Grad.

16:16 Uhr

Deutscher Wetterdienst: Winter war in Hessen zu mild

Trotz seines eisigen Endes ist der Winter in Hessen vergleichsweise mild gewesen. In den Monaten Dezember, Januar und Februar betrug die Durchschnittstemperatur 1,7 Grad und übertraf damit den langjährigen Mittelwert von 0,3 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Mit rund 210 Litern pro Quadratmeter fiel auch mehr Niederschlag als im langjährigen Schnitt (193 Liter). Nach seinem trüben Anfang holte der Winter in Sachen Sonnenschein auch in Hessen noch kräftig auf und übertraf das Soll von 136 Stunden mit den gemessenen 150 Stunden.

11:23 Uhr

Streife rettet völlig unterkühlte Frau vor dem Erfrieren

Die aktuelle Kältewelle mit Minusgraden im zweistelligen Bereich wäre für eine Seniorin in Kassel beinahe tödlich gewesen. Mit nur 33 Grad Körpertemperatur wurde die 75-Jährige in der Nacht zum Dienstag in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Frau wohnt in einem Altersheim und war am Montag als vermisst gemeldet worden. Als die Helfer die orientierungslose Frau an einer Haltestelle fanden, war sie eigenen Angaben zufolge bereits mehrere Stunden in der Kälte unterwegs.

15:23 Uhr

So viele Grippekranke wie in ganz 2017 in der Wetterau

Aktuell sind offiziell 245 Wetterauer an Grippe erkrankt. Das geht aus einer Statistik des Kreisgesundheitsamtes hervor. "Im gesamten vergangenen Jahr hatten wir 247 Grippefälle, so dass wir jetzt durchaus von einer erhöhten Zahl sprechen können", erklärt Dr. Reinhold Merbs als Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Veterinärwesen und Bevölkerungsschutz. Im Landesvergleich sticht die Wetterau jedoch nicht heraus.

14:55 Uhr

Feuerwehr verweist auf Arbeit nach dem Frost

Die Feuerwehr Gießen wird insbesondere nach Kältewellen häufig wegen Rohrbrüchen gerufen. Erst wenn das in den Leitungen gefrorene Wasser taue, zeigten sich die Lecks im Material. "Und bloß nicht mit dem Bunsenbrenner nachhelfen", heißt es bei der Feuerwehr. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Gießener Wehr aus diesem Grund zu einem Brand ausrücken müsste.

13:48 Uhr

Wie geht es weiter mit der Kälte?

Nach tagelangem Frost macht Hoch "Ulrike" am Wochenende wieder erste Plusgrade möglich. Ab Donnerstag wird es zunächst entlang des Rheins langsam milder, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Am Sonntag sind demnach am Oberrhein sogar zweistellige Plusgrade denkbar, und auch das übrige Deutschland ist den Dauerfrost los. Die Wetterumstellung bringt allerdings Niederschläge mit sich: Vom Südwesten breiten sich am Freitag Schnee und vermutlich auch Regen in Richtung Osten aus, Glatteis kann die Folge sein.

13:40 Uhr

Tierheim Wetzlar reagiert mit besonderer Aktion

Auf ihrer Facebook-Seite schreiben die Tierschützer vom Tierheim Wetzlar, dass Obdachlose, die ihre Hunde oft nicht mit in die Unterkünfte nehmen dürften, diese aufgrund der Kälteperiode abends im Tierheim abgeben und am nächsten Morgen wieder abholen können, um sich in der Nacht selbst einen warmen Schlafplatz zu suchen. Die Hunde würden im Tierheim einen warmen Unterschlupf sowie Futter bekommen.

12:47 Uhr

Laster verliert 75 Wasserkisten: Künstliches Blitzeis in Bad Vilbel

Mutmaßlich aufgrund einer defekten Ladebordwand verlor ein Getränkelaster heute Morgen mitten im Berufsverkehr in Bad Vilbel etwa 75 Kisten Mineralwasser. Das aus den zerbrochenen Flaschen ausgelaufene Wasser sorgte bei Temperaturen von bis zu minus 10 Grad schnell für gefährliche Eisflächen auf der Straße. Für die Aufräumarbeiten musste eine Fahrtrichtung voll gesperrt werden.

12:45 Uhr

Wasser lässt Löschwasser gefrieren

Die Feuerwehr Alsfeld musste in der Nacht bei  minus 9 Grad zu einem Brand im Ortsteil Eifa ausrücken. Eine Mülltonne stand in Flammen. Die eigentliche Herausforderung für die Einsatzkräfte: Die eisigen Temperaturen ließen das Löschwasser in den Schläuchen gefrieren. Andernorts hatte dies zuletzt ernsthafte Folgen:  Ein 72-jähriger Rostocker musste zuletzt mitansehen, wie sein Haus niederbrannte. Die Feuerwehr war zwar rechtzeitig vor Ort, konnte aber wenig tun: Das Löschwasser fror immer wieder ein.

11:44 Uhr

Bis Freitag Grippe-Hotline eingerichtet

Angesichts steigender Grippe-Fallzahlen hat die Krankenkasse für diese Woche eine Grippe-Hotline eingerichtet. Auch die Gießener Ärzte sind vermehrt mit Kranken konfrontiert und wappnen sich vor den Grippe- und Erkältungserregern. Noch bis Freitag ist die Grippe-Hotline kostenlos für alle Interessierten von neun bis 21 Uhr erreichbar unter der Nummer 08 00/84 84 11 1.

11:34 Uhr

Fußball: Hessenweites Spielverbot!

Aufgrund der Kältewelle hat Verbandsfußballwart Jürgen Radeck bis einschließlich Donnerstag ein hessenweites Spielverbot für alle Punkt- und Freundschaftsspiele erlassen. Auf den meisten Sportplätzen war zuletzt wegen steinhart gefrorener Rasenflächen ohnehin nicht zu denken.

11:29 Uhr

Verletzte bei Unfall auf glatter Fahrbahn in Nordhessen

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos in Nordhessen sind am Dienstag drei Menschen schwer verletzt worden. Ein 24-jähriger Mann sei mit einer 23-jährigen Beifahrerin bei Geismar unterwegs gewesen und habe auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er sei dann auf der Gegenfahrbahn mit dem Auto eines 50-Jährigen zusammengestoßen.

11:22 Uhr

Hessen bibbern bei minus 18 Grad

So kalt wie in der Nacht zu Dienstag war es bisher in Hessen im ganzen Jahr noch nicht. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, wurden auf der Wasserkuppe minus 18 Grad erreicht. Aber auch im Flachland seien neue Tiefstwerte erreicht worden: Verbreitet erreichten die Temperaturen hier Werte zwischen minus 8 und minus 11 Grad. Teils aber auch minus 17 Grad. Für die kommende Nacht rechnet der Wetterdienst mit einem Absinken der Temperaturen um weitere ein bis zwei Grad. Grund hierfür seien ein Aufklaren der nächtlichen Wolkendecke sowie ein abschwächender Ostwind.

09:57 Uhr

Grippewelle sorgt weiter für Zugausfälle

Bei der Hessischen Landesbahn kommt es wegen vieler Krankheitsfälle auch am Dienstag zu Zugausfällen. Betroffen sind die Linien RB11 und RB12 zwischen Frankfurt und Bad Soden sowie Königstein und auch die Linie RB15 zwischen Bad Homburg und Grävenwiesbach. Grund für die Ausfälle ist laut Hessischer Landesbahn ein "außerordentlich hoher Krankenstand". Der hatte zuletzt auch in Mittelhessen für Zugausfälle gesorgt.

09:52 Uhr

Wegen Grippewelle: Blutkonserven werden knapp

Wegen der Grippe- und Erkältungswelle werden Blutkonserven in Hessen knapp. Das Deutsche Rote Kreuz, das für das Bundesland einen Blutspendedienst unterhält, ruft daher zu Spenden auf. Menschen mit grippalen Infekten sind nicht zur Blutspende zugelassen. Wie eine Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes sagte, haben in den vergangenen Tagen so wenig Menschen gespendet, dass in Hessen etwa 15 Prozent der normalerweise vorhandenen Blutkonserven fehlen.

09:50 Uhr

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