Wetter

+++ Hitze-Ticker +++ Was Wespen wirklich verscheucht

Die Temperaturen in Mittelhessen und der Wetterau steigen wieder an. Der Höhepunkt der Hitzewelle soll erst anstehen. Die aktuellen Entwicklungen im Liveticker.
07. August 2018, 12:42 Uhr
(Foto: dpa)

+++18.12+++ Für die Busecker Feuerwehren gibt es heute kein Verschnaufen: Entlang der Autobahn 480 Reiskirchen-Wettenberg brennt es. In der Höhe von Beuern stehen rund 150 Quadratmeter Vegetation in Flammen. Die Einsatzkräfte haben den Brand nach einer halben Stunde gelöscht.

+++17.58+++ Wie trocken derzeit die Böschungen und Straßenränder sind, zeigt auch ein Brand in Buseck. Dort hatte eine Feuerwehrmann durch Zufall beobachtet, wie ein Autofahrer zwischen Großen- und Alten-Buseck eine Zigarette aus dem Fenster geworfen hatte. Innerhalb von nur einer Minute stand die Böschung in Flammen. Die sofort alarmierte Feuerwehr musste zehn Quadratmeter ablöschen. Die Feuerwehr warnt davor, brennende Gegenstände aus dem Fenster zu werfen: "Das brennt sofort wie Zunder", sagt Gemeindebrandinspektor Torsten Hansmann.

+++17.57+++ Der Deutsche Wetterdienst warnt im Vogelsbergkreis vor unwetterartigen schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel. Die Vorwarnung ist momentan bis 19 Uhr aktiv.

+++17.37+++ Landesweit melden die Wasserversorger einen deutlich erhöhten Wasserverbrauch, wohingegen die Grundwasserneubildung durch fehlende Niederschläge ausbleibt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zeigt sich erstaunt darüber, dass das Hessische Umweltministerium nicht die Bürger und Unternehmen aufrufe, den Wasserverbrauch deutlich einzuschränken bevor der Notstand eintritt. Man sollte dem Wassernotstand vorbeugen und nicht warten, bis das Kind in den "ausgetrockneten Brunnen" gefallen ist, sagt Landesvorsitzender Bernhard Klug. Die Grundwasserneubildung beträgt im Schnitt circa 50 Tage: Ein Liter Wasser der heute regnen würde, käme erst am 24. September im Grundwasser an" erklärt der SDW-Vorsitzende. Hinzu komme, dass die oberen Bodenschichten so ausgetrocknet seien, dass es mindesten 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter brauche, um diese ausreichend zu durchfeuchten. Die SDW drängt daher das Hessische Umweltministerium dazu, bereits vor der Ausrufung des Wassernotstandes die Verwendung von Frischwasser zum Rasenbewässern, Autowaschen oder anderen aufschiebbaren und wasserverschwendenden Tätigkeiten zu unterbinden.

+++16.59+++ Nun besteht auch für den Kreis Gießen eine Warnung vor starkem Gewitter bis 18 Uhr.

+++16.18+++  Der DWD warnt bis 17 Uhr im Kreis Gießen aktuell vor Gewitter, im Vogelsbergkreis außerdem bis 18 Uhr vor starkem Gewitter. Dabei kann es Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 75 Kilometern pro Stunde und örtlichem Starkregen geben. Außerdem gilt im Wetteraukreis sowie im Kreis Gießen unterhalb von 600 Metern eine amtliche Warnung vor Hitze.

+++15.55+++ Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt während der Waldbrandsaison von März bis Oktober täglich aktualisierte Prognosen der Waldbrand- und Graslandfeuergefahr für Deutschland aus. Für beides gilt heute in der Region Mittelhessen die höchste Warnstufe 5.

+++15.14 Uhr+++ Ab sofort darf im Vogelsberg kein Wasser mehr aus Bächen, Flüssen oder Seen entnommen werden. „Wir müssen unsere Lebensgrundlage Wasser, gewässerökologische Belange und das Wohl der Allgemeinheit schützen. Deshalb muss die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern bis auf weiteres untersagt werden“, betont Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak. Auch in den beiden Nachbarkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg wurde ein solches Verbot bereits ausgesprochen worden. Das Verbot gilt auch für den Fall, dass bislang eine Erlaubnis zur Wasserentnahme durch die Wasserbehörde erteilt worden war. Eine solche Entnahme ist allerdings nur möglich, wenn die Abflussmengen erhalten bleiben, die für das Gewässer erforderlich sind. Diese Mindestwasserführung ist derzeit nicht mehr gewährleistet. „Eine Änderung der Wetterlage ist im Moment nicht in Sicht, mit einer Entspannung kann nicht gerechnet werden“, sagt Mischak. Das Verbot kann erst aufgehoben werden, wenn sich die Witterungsverhältnisse deutlich verbessert haben. Wer sich nicht an das Verbot des Vogelsbergkreises hält, für den kann es teuer werden: Zuwiderhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und werden im Einzelfall mit einem Bußgeld von bis zu 100 000 Euro geahndet.

+++14.09 Uhr+++ Nicht nur glühende Zigarettenstummel können ein Feuer am Straßenrand auslösen, auch unachtsam weggeworfene Glasflaschen sind bei der anhaltenden Dürre gefährlich, da sie wie ein Brennglas wirken können. Vermutlich wegen einer solchen Glasflasche im Flutgraben, standen im Vogelsbergkreis am Dienstagmittag hunderte Meter Böschung an der Bundesstraße 62 zwischen Alsfeld und Eifa in Flammen. Das Feuer griff rasant auf angrenzendes Grasland sowie ein abgeerntetes Feld über. Die Feuerwehr der Stadt Alsfeld konnte den Brand dennoch rasch bekämpfen und ablöschen. Im Einsatz war unter anderem ein Tanklöschfahrzeug. Die Feuerwehr wurde durch einen Landwirt unterstützt, der mit einem Krupper zur Hilfe eilte. Für die Löscharbeiten musste die Bundesstraße rund eine halbe Stunde voll gesperrt werden. Laut ersten Polizeiangaben könnte eine weggeworfene Glasflasche das Feuer ausgelöst haben.

+++ 11.35 Uhr +++ Die KKH Kaufmännische Krankenkasse rechnet 2018 in Hessen mit deutlich mehr Erkrankungen durch Zecken als in den Vorjahren. Denn Experten – etwa vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung  – schlagen Alarm: 2018 ist ein Zeckenjahr. "Der Winter war mild, das Frühjahr sehr warm und der Sommer ist heiß, sodass sich die Spinnentiere rasant vermehrt haben", sagt Sven Seißelberg, Pharmazeut bei der KKH.

+++ 11.13 Uhr +++ Der Wasser-Spar-Appell in Kelkheim und Kronberg zeigt Wirkung. "Der Wasserverbrauch hat sich reduziert, wir sind auf einem guten Weg", sagt die Kelkheimer Stadtsprecherin Christine Michel am Dienstag. Aber auch: "Wir müssen dran bleiben, so kann es funktionieren." Die autarken Brunnen im Taunus seien überall an der Leistungsgrenze angelangt. Die Menschen sollen dem Appell zufolge vor allem aufs Autowaschen und Wässern ihrer Gärten verzichten. Pools sollten leer bleiben.

+++ 09.32 Uhr +++ Aktuell sind sie vermehrt unterwegs in unserer Region. Doch Wespen verziehen sich, wenn man sie mit einem Wassernebel ansprüht. Dann denken sie, es fängt an zu regnen, und fliehen in ihr Nest, erläutert Markus Erlwein vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern. Unbedingt unterlassen sollte man das Anpusten von lästigen Wespen, um sie zu vetreiben. Das bewirkt das Gegenteil:  Das Kohlendioxid in der Atemluft ist ein Alarmsignal für die Tiere und versetzt sie in Angriffsstimmung.

+++ 08.02 Uhr +++ Heute gehen die Temperaturen noch einmal hoch: Wie der Deutsche Wetterdienst am Morgen mitteilt, werden Höchstwerte von bis zu 38 Grad erwartet. Der dazu schwach bis mäßig wehende Wind dürfte kaum für Erfrischung sorgen. Im Bergland sind im Laufe des Tages Schauer und Gewitter möglich, die Starkregen und Hagel bringen können. Abkühlung für Mittelhessen und die Wetterau ist frühestens für Mittwoch zu erwarten. 
 

+++ Montag +++

+++ 20.57 Uhr +++ Experten sprechen wegen der Wärme und Trockenheit von einem super Wespenjahr. Wer gegen Wespenstiche allergisch ist, dürfte sich darüber allerdings ganz und gar nicht freuen. Denn ausgerechnet in Zeiten besten Wespen-Wetters haben Allergiker mit einem Lieferengpass von Arzneimitteln bei Insektenstichen zu kämpfen. Laut Datenbank des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn gibt es Produktionsprobleme bei dem Präparat "Fastjekt". Für Allergiker können solche Situationen lebensbedrohlich sein. Auch der "Fastjekt Junior" für Kinder ist betroffen.

+++ 18.50 Uhr +++ Der Trinkwasserverbrauch im Rhein-Main-Gebiet ist auf einen neuen Jahresrekord geklettert: Am Freitag seien rund 408 000 Kubikmeter Wasser verbraucht worden, sagte der Sprecher von Hessenwasser, Hubert Schreiber, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Das waren noch einmal mehr als am letzten Juli-Tag. Absoluter Rekordhalter ist jedoch noch der 3. Juli 2015 mit rund 409 000 Kubikmetern. Möglicherweise werde der Freitagsrekord am Dienstag aber noch einmal
übertroffen, sagte Schreiber.

+++ 16.38 Uhr +++ In zwei Stadtteilen von Kelkheim im Main-Taunus-Kreis wird das Trinkwasser knapp. Die Kommune appellierte an die Bewohner, Wasser sparsam einzusetzen. Für die Bewässerung des Gartens, das Befüllen von Pools oder auch Autowäschen dürfe kein Wasser mehr benutzt werden. "Die Wasserabnahme muss auf das absolut notwendige Minimum reduziert werden", heißt es in einer Mitteilung.

+++ 14.15 Uhr +++ Durch die andauernde Hitze droht ein Massensterben der Fische in Hessens Flüssen. In einigen Gewässern lägen die Temperaturen nur noch knapp unter der kritischen Marke, sagt Günter Hoff-Schramm, Geschäftsführer der Verbands Hessischer Fischer. "Ab 28 Grad wird es kritisch, da haben wir den höchsten Sauerstoffverlust." Laut dem Verband sind es im Main 26 Grad, im Rhein 25 Grad, in der Lahn 26 Grad, in der Fulda 24 Grad und in der Eder 23 Grad. Zu wenig Sauerstoff im Wasser lässt Fische ersticken.

+++ 12.32 Uhr +++ In unserer Region gibt es Möglichkeiten zum Abkühlen. Auch wenn die Freibäder voll sind: Immerhin sind sie zugänglich. In Frankfurt ist das heute nicht der Fall: Wie die Bäderbetriebe der Stadt mitteilen sind alle Freibäder Frankfurts aufgrund einer jährlichen Betriebs- und Mitarbeiterversammlung am Montag erst ab dem Nachmittag geöffnet. Zwei Hallenbäder bleiben sogar den ganzen Tag verschlossen.

+++ 10.41 Uhr +++ Laut Deutschem Wetterdienst steigen die Temperaturen in Mittelhessen und der Wetterau auch heute wieder deutlich über die Marke von 30 Grad Celsius. In Gießen sollen am Nachmittag bis zu 34 Grad Celsius gemessen werden. Und am Dienstag könnte es noch einmal merklich heißer werden: Dann prognostizieren die Experten, dass die 37 Grad Celsius übertroffen werden.

+++ 09.23 Uhr +++ Die Ferien sind vorbei. Doch ob der erste Tag im neuen Schuljahr in unserer Region gleich bis zum Ende des regulären Unterrichts voll durchgezogen wird oder es hitzefrei gibt, entscheiden die jeweiligen Leiter der Schulen. Entscheidend ist nach einem Erlass des Hessischen Kultusministeriums dabei nicht, welche Temperaturen draußen sind: Es kommt auf die gemessenen Werte im Schulgebäude an.
 

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