11. Januar 2018, 22:32 Uhr

Behördennummer 115

Direkter Draht stark gefragt

Immer mehr Hessen nutzen die zentrale Servicenummer 115 für Fragen an öffentliche Verwaltungen.
11. Januar 2018, 22:32 Uhr
Ob Fragen zur Verwaltung, zur Wohnungsummeldung oder den Reichsbürgern: Die 115 als direkter Draht zu den Behörden kommt bei den Bürgern gut an. (Foto: dpa)

Die Zahl der dort eingehenden Anrufe stieg im vergangenen Jahr auf knapp 3,4 Millionen, wie das Innenministerium in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. 2011 hatte sie noch bei rund 465 300 gelegen, 2015 schon bei knapp 2,8 Millionen.

Grund dafür dürfte auch sein, dass die Zahl der Kommunen, die bei der einheitlichen Nummer mitmachen, nach oben geht. Mittlerweile sind es dem Ministerium zufolge Kommunen, in denen insgesamt knapp die Hälfte der Bevölkerung lebt. Gestern kam der Kreis Groß-Gerau hinzu, weitere Kommunen planen dem Ministerium zufolge den Beitritt.

Unter der 115 können Fragen zu allen möglichen Behördenakten gestellt werden, egal ob sie Sache von Kommune, Bund oder Land ist. Laut Innenministerium geht es häufig um das Um- oder Anmelden von Fahrzeugen, das Ummelden des Wohnsitzes, um Fragen zur Einkommen- und Kfz-Steuer sowie um einen neuen Personalausweis. Bei aktuellen Anlässen gebe es auch Fragen zu Wahlen, Asylfragen oder auch zu Reichsbürgern.

Die Anrufe aus dem Kreis Groß-Gerau, dem Neuling im Verbund, landen künftig im 115-Servicecenter in Frankfurt, einem der hessenweit größten mit nach Angaben der Stadt alleine 36 Mitarbeitern. Dafür schlossen beide Seiten gestern eine Vereinbarung. Der Kreis zahlt Frankfurt eine Gebühr pro Anruf. Diesen Service nutzen schon länger auch die Stadt und der Kreis Offenbach, Friedberg, Butzbach, Gelnhausen und anderen Kommunen im Main-Kinzig-Kreis.

Positive Erfahrungen

Weitere Service-Center gibt es in Hessen dem Land zufolge beim Kreis Fulda, beim Main-Taunus-Kreis sowie in Kassel. Zusammen kommen die landesweit vier Center auf knapp 100 Mitarbeiter.

Zu den bisherigen Erfahrungen mit der 115 sagte der Referent des Frankfurter Stadtrats Jan Schneider (CDU), Carsten Bobe: »Die sind durchweg positiv.« Die Menschen müssten sich analog zur Feuerwehr oder zur Polizei nur noch eine Nummer merken. »Das hat sich bewährt.«

Die 115 sei effizienter, als wenn in einzelnen Ämtern Mitarbeiter neben der Sachbearbeitung noch eine Amts-Hotline betreuten und immer wieder aus ihrer Arbeit herausgerissen würden. Insofern diene die Behördennummer den Bürgern und der Verwaltung.

Ähnlich klingt das im Kreis Groß-Gerau. Der Beitritt zum Frankfurter Servicecenter bedeute eine erhebliche Entlastung, hieß es auf Anfrage. Ein Großteil der telefonischen Anfragen werde bearbeitet, bevor sie die Verwaltung erreichten.

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