31. Mai 2011, 19:35 Uhr

Plastiken mit origineller Formensprache

Auf der Wiese vor dem IG-Farben-Haus und auf der Freifläche zum Casino sind bis zum 3. Oktober 25 Plastiken zu sehen. Die Kunstwerke sind Teil der Ausstellung »Blickachsen 8 RheinMain«.
31. Mai 2011, 19:35 Uhr
Die überlebensgroßen Torsi der polnischen Künstlerin Magdalene Abakanowicz. (Foto: Faust)

Frankfurt (pm). Gezeigt werden auf dem Campus Westend Skulpturen von Künstlern, die für ihre Formensprache bekannt sind: Magdalena Abakanowicz, Masayuki Koorida und Bernar Venet.

»Der Campus Westend mit seiner wunderbaren Parklandschaft ist ein idealer Ort, sich den Herausforderungen von Wissenschaft und zeitgenössischer Kunst gleichermaßen zu stellen. Ich bin sicher, dass diese Skulpturen zu anregenden Diskussionen Anlass geben - auch mit den Bürgern der Region«, so der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl. Im Auftrag des »Kulturfonds Frankfurt RheinMain« wird die Skulpturenbiennale »Blickachsen« in diesem Jahr von Bad Homburg ausgeweitet: Seit 1997 zeigt »Blickachsen« zeitgenössische Kunst für jeden frei zugänglich in den Parklandschaften von Bad Homburg. Gründer dieser Reihe ist der dortige Galerist Christian Scheffel. Als er im Dezember die von der Unternehmerin und Ehrensenatorin der Goethe-Universität Johanna Quandt gestiftete Großskulptur »Body of Know-
ledge« auf dem zentralen Platz zwischen Mensa und Hörsaalgebäude aufstellen ließ, war ihm klar: Wenn es ihm gelingen sollte, die »Blickachsen« nach Frankfurt zu verlängern, dann sollte diese Achse in den Park des Campus Westend zielen. Ihren Namen verdankt die Skulpturenbiennale den im Homburger Kurpark angelegten Blickachsen des Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné. »Die sorgsam positionierten Kunstwerke treten in einen Dialog miteinander und mit ihrer natürlichen und architektonischen Umgebung, und es ergeben sich in vielerlei Hinsicht neue, überraschende Perspektiven und Ansichten«, so Scheffel, der »Blickachsen 8« mit Jan Teeuwisse, Direktor des niederländischen Museums Beelden aan Zee, kuratiert hat.

Unterhalb des Casinos hat Scheffel die zehn überlebensgroßen sitzenden Torsi von Magdalena Abakanowicz platziert. Das herausfordernde Werk der 1930 bei Warschau geborenen Künstlerin ist geprägt von menschlichen oder tierähnlichen Figuren und Fragmenten, die sie häufig in Gruppen anordnet. Die abstrakten Steinskulpturen des 1960 geborenen Japaners Masayuki Koorida, auf der anderen Seite des Wasserbassins angeordnet, bestechen durch ihre schlichte Formgebung. Die gerundeten und auf Hochglanz polierten Gebilde wirken artifiziell und belebt zugleich - laden aber auch zum Sitzen ein. Im Kontrast dazu stehen die aus Vierkantstahl gearbeiteten und durch die Linie bestimmten Arbeiten des 1941 geborenen Franzosen Bernar Venet. Sein Werk aus Geraden, gegeneinander versetzten Bögen oder Spiralformen ist ausdrucksstark.

Bis 3. Oktober werden Führungen angeboten. Treffpunkt ist dienstags um 18 Uhr und samstags um 15 Uhr vor dem Haupteingang des IG-Farben-Hauses. Gruppenführungen werden unter fuehrungen@blickachsen.de oder 0 61 72/2 89 06 gebucht.

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