29. Oktober 2012, 18:16 Uhr

Schreibwettbewerb zum Krimifestival 2012 - Beitrag von Elke Bergsma

Der Kurzkrimi "Gewitterfronten" wurde von Elke Bergsma zum Schreibwettbewerb des Krimifestivals 2012 in Gießen eingereicht. Die Autorin belegte damit den zweiten Platz.
29. Oktober 2012, 18:16 Uhr

Gewitterfronten


1
Ein leichter Nieselregen war in der letzten halben Stunde über Gießen niedergegangen, und seine feinen Tropfen lagen nun wie ein filigranes Netz über dem weitläufigen Gelände der Wieseckau. Kleine Dampfwolken stiegen über dem von der gleißenden Sommersonne aufgeheizten Asphalt der Eichgärtenallee auf. Als Kommissar Tom Weinreich die Tür seines Wagens öffnete, schlug ihm eine Welle schwülheißer Luft entgegen. Unwillkürlich stieß er mit vorgeschobener Unterlippe die Luft aus, in der vagen Hoffnung, seinem schweißüberströmten Gesicht wenigstens für einen kurzen Moment eine Abkühlung zu verschaffen. „Kein Mensch braucht diese Art der Freiluftsauna“, murmelte er kopfschüttelnd vor sich hin, während er den Weg zum zukünftigen Gelände der Landesgartenschau einschlug und an seinem Oberhemd zupfte, das sich während der Autofahrt wie ein klebriger Film an seinem Rücken festgesetzt hatte.

„Schauen Sie, Danner“, stieß er seinem jungen Kollegen schnaufend entgegen und umriss mit seinem rechten Arm einen weiten Bogen, „nirgends regt sich auch nur ein Blatt am Baum. Es ist absolut windstill. Ein richtig krachendes Gewitter, das wär’s gewesen. Aber stattdessen, Nieselregen! Pah! Kein Mensch braucht bei dieser Affenhitze Nieselregen. Wollen die uns denn alle umbringen?“
Arne Danner hob die Augenbrauen und schaute seinen Chef fragend an: „Wen meinen Sie denn mit die, Chef?“
„Was?“
„Sie sagten Wollen die uns denn alle umbringen. Wen meinen Sie denn damit?“
„Nun werden Sie mal nicht haarspalterisch, Danner“, knurrte Weinreich, blieb für einen kurzen Moment stehen und schaute sich um. „Wo ist denn nun unsere Leiche?“
„Am Neuen Teich. Wir sind gleich da.“
„Neuer Teich?“, hakte der Kommissar nach. „Ist das nicht da, wo diese Durchgeknallten das Landesgartenschaugelände besetzt halten?“
„Wenn Sie das urban gardening-Projekt meinen, ja, dann ist es genau da.“
„Sie sympathisieren immer noch mit diesen Grundstücksbesetzern, Danner“, sagte Tom Weinreich in tadelndem Tonfall. Er konnte sich noch gut an den Morgen vor rund einer Woche erinnern, als sein junger Kollege am Schreibtisch die Zeitung aufgeschlagen und im nächsten Moment ein Ist das geil! in den Raum gerufen hatte.
„Ich sympathisiere mit dem Gedanken des urban gardening, Chef. Gemeinsames Gärtnern in der Stadt. Ist eine prima Idee.“
„Zweifelsohne. Aber doch nicht da, wo gerade eine Gartenschau stattfinden soll. Da hätte es doch bessere Plätze gegeben.“
„Zum Beispiel?“
„Da gibt’s doch diese Brache, da, wo dieses Haus gestanden hat. Ich will ja keinen Namen nennen. Hm. Nennen wir es einfach Samen Hahn.“
„Ja, wäre auch ein cooler Platz, in der Tat.“ Danner nickte, während sich auf seinem Gesicht ein breites Grinsen zeigte. „Vielleicht sollte man den Leuten hier mal einen Tipp geben.“
„Erstmal haben wir einen Mord aufzuklären, Danner.“

2
Bis auf das rote Flatterband der Polizeiabsperrung deutete nichts darauf hin, dass am Neuen Teich ein grausamer Mord stattgefunden hatte. Zwar waren jede Menge Menschen vor Ort, aber insgesamt wirkte die Szenerie eher friedlich. Etwa ein Dutzend meist junge Leute hatten sich auf Strohballen niedergelassen und beobachteten scheinbar unbeteiligt das Handeln der Polizisten in Uniform, die in ihre Funkgeräte sprachen oder die Personalien der anwesenden Personen aufnahmen.

Kommissar Weinreich ließ seinen Blick langsam über das Gelände schweifen. Er hatte bisher nur von den für die Grundstücksbesetzung zuständigen Kollegen gehört, was sich am Neuen Teich seit der vergangenen Woche zutrug, und hatte eigentlich mit einem wilden Tohuwabohu gerechnet. Doch entsprach das, was er hier sah, eher seiner Vorstellung von einem friedlichen Kaffeekränzchen denn von einer widerrechtlichen Handlung. Zu diesem Eindruck trug nicht zuletzt der intensive Geruch nach Kräutern und frischem Gemüse bei, der sich wie eine Dunstglocke über das Gelände gelegt hatte. Er erinnerte ihn spontan an die aromatische Gemüsesuppe, die zum festen Repertoire seiner längst verstorbenen Großmutter gehört hatte, wenn Familie Weinreich am Sonntag zum Mittagessen bei ihr eingefallen war.

Am Nordufer des Neuen Teiches, dort, wo in absehbarer Zeit ein Palmencafé das Licht der Welt erblicken sollte, standen bunt durcheinander gewürfelt mehrere Pflanzsäcke, aus denen grüne Pflanzentriebe hervorlugten. Mehrere Tische waren mit Holzkübeln zugestellt, diese wiederum boten die reinste Farbenpracht an Blüten. Weinreich trat näher an einen der Pflanzsäcke heran, griff hinein und ließ die feuchte Erde durch seine Finger bröseln. Er roch an einer noch jungen Pflanze, die ihm ihre zarten Triebe entgegenstreckte. Rosmarin, eindeutig. Gerade, als er sich einem der Hochbeete zuwenden wollte, klopfte ihm jemand auf die Schulter. „Chef“, hörte er die Stimme von Arne Danner, „wenn Sie sich dann die Leiche mal anschauen würden …“
Weinreich wandte sich mit einem verlegenen Räuspern um. „Ähm … ja … natürlich.“

„Na, der hat sich ja einen angenehmen Platz ausgesucht, bei dieser Hitze“, entschlüpfte es Kommissar Weinreich, als er vor dem Leichnam stand, woraufhin ihm aus Richtung der Strohballen lautes Gelächter entgegenschlug. Auch Danner und seine uniformierten Kollegen konnten sich ein verschmitztes Lächeln nicht verkneifen, vermutlich, weil ihnen beim Anblick des Tatortes ein ganz ähnlicher Gedanke durch den Kopf geschossen war.

„Jetzt könnt ihr ihn aber so langsam mal da herausholen“, sagte der Kommissar und nickte in Richtung Opfer, das kopfüber in einer gut gefüllten Regentonne steckte. Lediglich ein Teil seiner Unterschenkel und seine mit braunen Socken und schwarzen Schuhen bekleideten Füße lugten noch aus dem Wasser hervor.

Gesagt, getan. Zwei kräftige Polizisten zogen wenig später einen Mann mittleren Alters aus der Tonne und legten ihn mit dem Gesicht nach oben auf den ausgedörrten Rasen. „Ups“, entfuhr es im nächsten Moment einem der Kollegen, und er schlug sich erschrocken die Hand vor den Mund.

„Kennen Sie ihn?“, fragte Weinreich neugierig und musterte den Toten eingehend. Er war schlank und muskulös, trug durchschnittliche Freizeitkleidung und starrte mit weit aufgerissenen Augen auf einen unbestimmten Punkt am Himmel.

„J-ja“, stammelte der Polizist, „es ist ein Ex-Kollege von uns. Er heißt Heiner Sonntag.“
„Hm. Und wieso Ex-Kollege?“, hakte Weinreich nach. „Er sieht nicht so aus, als hätte er schon das Rentenalter erreicht.“
„Nee, hat er auch nicht“, mischte sich nun eine junge Kollegin ein. „Heiner ist damals strafversetzt worden. Nach Ostfriesland, glaube ich.“
„Strafversetzt? Aus welchem Grund?“, wollte Arne Danner wissen.
„Amtsmissbrauch. Hat hier in einer vermeintlichen Strafsache mit Kollegen und Staatsanwaltschaft gemauschelt. Hat irgendwem Untreue vorgeworfen und ziemlich viel Wirbel gemacht. War alles haltlos. Hat den Chefs gar nicht gefallen. Und da haben sie ihn zu den Ostfriesen geschickt.“
„Aus Hessen zu den Ostfriesen? Wie geht denn das?“
Die junge Polizistin schürzte die Lippen und hob die Schultern. „Keine Ahnung. Ging irgendwie.“

„Ach, da isser ja, unser Heiner“, hörte Weinreich im nächsten Moment eine tiefe Stimme sagen und drehte sich um. Vor ihm stand ein älterer, beleibter Herr, der, und das fiel Weinreich als erstes auf, für das heiße Wetter viel zu warm gekleidet war. Seine grauen Haare standen wirr von seinem runden Schädel ab, das Gesicht war von tiefen Falten durchfurcht und hatte eine bläulich-rote Färbung. Er zog genüsslich an einer Pfeife. „Und wer sind Sie?“, fragte Weinreich den Fremden.
„Ubbo Harms mein Name“, sagte der Mann knapp und stieß dabei eine Rauchwolke aus.
„Ub …wie?“
„Ubbo Harms. Bin aus Ostfriesland. Und das da“, er zeigte mit seiner Pfeife auf den Toten, „ist unser Dorfpolizist. Hab ihn schon gesucht.“
„Dorfpolizist“, sagte Weinreich knapp und kniff die Augen zusammen. „Und Sie sind rein zufällig hier, Herr …“
„Harms.“
„Herr Harms.“
„Ach watt. Nee. Bin hier wegen den Deichen. Soll mal nach’m Rechten sehen, hat mein Sohn gesacht. Der studiert hier. Da hinten sitzt er. Auf den Strohballen.“

Tom Weinreich sah fragend in die Runde, seine Kollegen aber zuckten mit den Schultern und schienen genauso wenig zu verstehen wie er selbst. „Nun mal ganz langsam“, wandte er sich wieder dem alten Mann zu. „Erstens, hier gibt es keine Deiche und zweitens, wieso sollen Sie hier nach dem Rechten sehen?“
„Wegen den Deichen, sach ich doch.“ Der Mann deutete in Richtung Schwanenteich, wo ein Bagger gerade dabei war, die neuen Dämme aufzuschütten. „Mein Sohn sacht, ich soll mal kucken, was die hier so machen. Hab mein Leben lang Deiche gebaut, wissen Sie. Und das hier“, wieder zeigte er zum Schwanenteich, „geht gar nicht.“
„Nun“, bemerkte Weinreich und wischte sich mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn, „das mit den Deichen … äh … Dämmen tut hier nicht zur Sache. Aber Sie scheinen den toten Kollegen hier vermisst zu haben.“
„Ich nicht. Aber seine Frau hat mir vor meiner Abreise gesacht, dass er wech is. Sie meinte, der wär bestimmt nach Gießen, was regeln. Ich sollt mal kucken, dass er keinen Scheiß macht.“ Er zog kräftig an seiner Pfeife und fuhr dann mit einem Blick auf die Leiche fort: „Weiß nun nicht so recht, was ich ihr sagen soll. Aber ich hätte da noch …“
„Nun Herr …“ unterbrach Weinreich ihn unwirsch, „das überlassen Sie mal uns. Was wollte Herr Sonntag hier denn regeln?“
„Weiß ich doch nicht. Hat hier mal gewohnt. Hat wohl Ärger gegeben. Ist dann zu uns gekommen. Hat er Glück gehabt.“
„Tja, bei soviel Glück wäre er wohl besser in Ostfriesland geblieben“, bemerkte Danner sarkastisch. „Wann haben Sie ihn denn zum letzten Mal gesehen, Herr Harms?“
„Da, in der Tonne.“
„Klar. Ich meinte, haben Sie ihn in den letzten Tagen in Gießen gesehen?“
„Nee. Bin ja erst vorgestern angekommen. Wollte mir mal die Deiche ankucken, weil …“
„Ja, ja“, winkte Weinreich ab. „Ihr Sohn gehört also zu den Besetzern hier? Welcher von denen auf den Strohballen ist es denn?“
„Der mit den langen blonden Haaren. Er studiert Agrar. Hatte schon als Kind Spaß am Gärtnern. Haben hier ja `n nettes Plätzchen dafür gefunden, die jungen Leute.“


3
Irgendwie hatte die Situation etwas Groteskes, befand Kommissar Weinreich, nachdem er sich die Grundstücksbesetzer einen nach dem anderen vorgeknöpft hatte. Völlig emotionslos, aber doch immer mit einem leicht verschmitzten Zug um die Mundwinkel, hatten sie ihm Rede und Antwort gestanden. Was nicht verwunderlich war, denn sie waren, was diese Art von Verhören anging, durchaus erprobt. Wie er schnell herausgefunden hatte, waren die selbsternannten Hobbygärtner der linksalternativen Szene zuzurechnen; und wann immer sich ihnen die Gelegenheit bot, in irgendeiner Form gegen Beschlüsse der Obrigkeit zu protestieren, dann taten sie es auch. Die Besetzung des Teichufers sei eine völlig unpolitische Sache, hatte Focko Harms, der Sohn von Ubbo Harms, achselzuckend behauptet. „Weiß gar nicht, was das soll“, hatte er trocken zu Protokoll gegeben, „die wollen `ne Gartenschau und nun haben sie `ne Gartenschau.“

Auf die Frage, ob Focko denn auch den Dorfpolizisten Heiner Sonntag gekannt habe, hatte er genickt: „Ja, klar, schnüffelt doch bei uns zuhause in Ostfriesland überall rum und kommt sich ganz wichtig vor. Aber eigentlich ist der harmlos. Wenn man den in der Kneipe auf`n Korn einlädt, fängt er schon nach dem dritten Glas an zu heulen. Wie ungerecht man ihn behandelt hat und so. Wollte wohl große Karriere machen bei den Bullen. Hab ihm gesacht, dass man sich dann wohl schlauer anstellen muss, als er es gemacht hat. Da hat er noch mehr geflennt. Nee, der ist nur zu blöd zum Leben. Keine Ahnung, warum den jemand umbringen sollte.“

Bei allen anderen hatte es ähnlich geklungen. Zwar kannten sie ihn nicht aus Ostfriesland, hatten zuvor in Gießen aber schon häufiger mit ihm zu tun gehabt. Er hatte sie aus besetzten Häusern getragen, ihnen an dem einen oder anderen Ort Platzverweise erteilt oder ihre Haschpfeifen konfisziert. „Keine Ahnung, was der bei den Bullen überhaupt für `ne Aufgabe hatte“, hatte eine junge Frau namens Alisa Weber gesagt, „ich glaube, den wollte keiner so recht haben und dann wurde er von Abteilung zu Abteilung geschoben. Egal, wo wir auftauchten, Freund und Helfer Heiner war schon da. Haben ihn richtig vermisst, als er dann weg war. Komischer Vogel. Aber wir mochten ihn. Hat seinen Job echt ernst genommen. Und das ist ja gern gesehen in diesem Land.“

Warum man ihn ausrechnet in der Regentonne auf dem besetzten Gelände gefunden hatte, wusste keiner der jungen Leute zu beantworten. Aber das hatte Tom Weinreich auch nicht erwartet. Wenn sie ihn selber darin ersäuft hätten, würden sie es ihm wohl kaum auf die Nase binden. Er musste zunächst den Bericht der Gerichtsmedizin abwarten. Und bis der vorlag, würde er sich mal den Kerl vornehmen, gegen den Heiner Sonntag damals so unglücklich und völlig zu Unrecht ermittelt hatte. Sein Bauchgefühl sagte ihm, dass die Sache von damals mit diesem Mord in irgendeinem Zusammenhang stand.


4
„Worum ging es damals in Ihrer Auseinandersetzung mit Herrn Sonntag?“, fragte Kommissar Weinreich, nachdem Werner Hasselbeck ihm und dem Kollegen Danner auf der schattigen Terrasse vor seinem Büro einen Platz angeboten und ihnen ein Glas eisgekühlter Limonade auf den Tisch gestellt hatte. Während Weinreich an seinem Getränk nippte, nahm er den älteren Herrn genauer in Augenschein. Er war groß gewachsen und schien viel Sport zu treiben, denn unter seinem eng anliegenden T-Shirt zeichnete sich ein muskulöser Oberkörper ab. Die grauen Locken waren kurz geschnitten, er trug einen Dreitagebart, sein Blick war aufgeweckt. Auf den ersten Blick fand ihn der Kommissar durchaus sympathisch.

„Ich weiß bis heute nicht, was der Kerl eigentlich von mir wollte“, antwortete Hasselbeck und zog die Stirn in Falten. „Ich lebte damals in Scheidung und bin mir sicher, dass meine Exfrau hinter der Sache steckte. Leider kann ich es ihr bis heute nicht nachweisen. Aber die beiden kannten sich vom Tennis und ich weiß, dass sie öfter mit ihm nach dem Sport noch was getrunken hat. Ich nehme an, dass dabei die Idee entstanden ist.“

„Die Idee?“, hakte Weinreich nach.
„Die Idee, mich fertigzumachen. Sehen Sie, ich habe ein gut gehendes Unternehmen für Garten- und Landschaftsbau. Meine Exfrau hat da die Buchhaltung gemacht. Ich habe dann eine andere Frau kennengelernt, mit der ich heute zusammenlebe. Meine Frau war fuchsteufelswild, weil bei der Scheidung nicht viel für sie abgefallen ist. Wir hatten einen Ehevertrag. Tja, und da hat sie sich wohl gedacht, sie kriegt mich über diese Untreue-Geschichte.“
„Es muss doch einen Grund gegeben haben, warum die Staatsanwaltschaft gegen Sie ermittelt hat, Herr Hasselbeck“, warf Danner ein. „Ich meine, einfach so machen die das doch nicht.“
Hasselbeck nickte. „Es gab eine anonyme Anzeige. Irgendein Feigling hat die abenteuerlichsten Behauptungen aufgestellt. Es ging dabei auch um Betriebsinterna, die eigentlich nur meine Exfrau kennen konnte. Aber, wie gesagt, ihr war nichts nachzuweisen. Mein Anwalt sagte damals, das hätten wir schnell vom Tisch. Aber aus irgendeinem Grund wurde nicht lockerlassen. Vorladungen, Hausdurchsuchung, das volle Programm. Bis mein Anwalt dann herausfand, dass da dieser Sonntag dahintersteckte, der den Ermittlungsbehörden, also seinen eigenen Leuten, die Hucke vollgelogen hat. Dann haben sie ihn hopsgenommen. Aber warum wollen Sie all das eigentlich wissen?“

„Heiner Sonntag ist heute Morgen tot aufgefunden worden“, antwortete Weinreich und sah sein Gegenüber prüfend an. Der aber zog nur die Augenbrauen hoch und sagte: „Ach was. Nun, ich kann nicht behaupten, dass mir das besonders leid tut.“
„Hm. Sie sagten, Sie seien Garten- und Landschaftsbauer. Haben Sie auch irgendwas mit der Landesgartenschau zu tun?“
„Ja, sicher. Wir sind da gerade mit den Dämmen am Schwanenteich beschäftigt. Und dann geht’s am Neuen Teich weiter.“
„Am Neuen Teich? Da wurde Sonntags Leiche gefunden“, bemerkte Danner.
„Ach was“, erwiderte Hasselbeck wieder, schien aber weiterhin unberührt.
„Kennen Sie einen gewissen …“ Weinreich blickte stirnrunzelnd auf seine Notizen, „einen gewissen Ubbo Harms?“
„Den ostfriesischen Deichbauer?“, fragte Hasselbeck lachend. „Ja, er hat mich vorgestern vollgequatscht, das wäre doch alles Scheißendreck, was wir da machen, die Dämme würden so keine drei Jahre halten.“
„Und, hat er recht?“
„Das wissen wir in drei Jahren“, sagte Hasselbeck trocken.

Kommissar Weinreich wollte gerade die Frage nach seinem Alibi stellen, als plötzlich die Melodie von Miss Marple erklang. Verdutzt schauten sich alle an, bis Danner demonstrativ auf Weinreichs Hosentasche deutete. „Scheint Ihr Handy zu sein, Chef.“
„Da haben doch meine Kinder den Klingelton…, na, wenn ich die erwische“, knurrte Weinreich und nahm mit finsterem Blick das Telefonat entgegen. „Na sowas“, hörte man ihn als nächstes sagen, „ist das ganz sicher? O. k., ja, vielen Dank.“
Er schob das Handy in die Hosentasche zurück und wandte sich an Hasselbeck. „Wo waren Sie denn in der letzten Nacht, so gegen vier Uhr?“
„Zuhause. Im Bett.“
„Alleine?“
„Ja. Meine Lebensgefährtin ist bei ihrer kranken Mutter. Ich hab Sonntag nicht ersäuft, da befragen Sie gerade den Falschen.“
Weinreich merkte auf. „Woher wissen Sie denn, dass Sonntag ersäuft wurde? Davon hatten wir doch gar nichts erwähnt.“
„Das … ähm …“, stammelte sein Gegenüber und sein Gesicht lief tiefrot an. „Ich … also“, zögerte er für einen kurzen Moment und fuhr sich mit der Hand durch seine schweißnassen Haare. „Also … ich hab gesehen, wie ihn die jungen Leute heute Nacht …“
„Was?!“, fragte Weinreich und seine Augen verengten sich zu engen Schlitzen.
„Sie haben ihn kopfüber in die Tonne gesteckt, aber … er schien sich überhaupt nicht zu wehren. Ich konnte auch nicht erkennen, wer es ist. Erst als Sie kamen und von Sonntag sprachen …“
„Und warum haben Sie das nicht gleich gesagt? Sie waren also nicht zuhause, sondern auf dem Gelände. Warum das, mitten in der Nacht?“
„Ich wollte nach meinen Maschinen schauen. Ich hatte keine Ruhe. Seit diese Besetzer da hausen, muss man ja mit allem rechnen. Ich … wollte da nicht mit hineingezogen werden.“
„Behinderung der Ermittlungsarbeiten nennt man das, das wird noch Konsequenzen haben, wir …“, rief Arne Danner aufgebracht, wurde aber von seinem Chef unterbrochen. „Ist gut, Danner, wir gehen jetzt“, sagte er nur und bedeutete ihm mitzukommen. „Sie hören wieder von uns“, wandte er sich an Hasselbeck, kurz bevor er die Bürotür hinter sich zuzog.
„Was war denn das?“, fragte Danner und sah seinen Chef böse an. „Wir hätten ihn doch mitnehmen …“
„Heiner Sonntag wurde nicht ersäuft“, schnitt ihm sein Chef das Wort ab. „Hasselbeck hat recht. Sonntag hat sich nicht wehren können, weil er bereits tot war, als man ihn in die Tonne steckte.“ Er deutete mit der Hand ein Telefonat an. „Kein Wasser in der Lunge, dafür aber einen bunten Medikamentencocktail im Magen und ordentlich Alkohol im Blut, sagt die Gerichtsmedizin. Er wurde offensichtlich vergiftet.“


5
„Boah, wie eklig ist das denn!“, kreischte Alisa Weber, als die beiden Polizisten gerade wieder das besetzte Gartenschaugelände betraten. „Vorsicht!“, rief sie, als sich Weinreich und Danner hastig näherten. Sie zeigte auf eine säuerlich riechende weiß-grün-gelbe Lache, die sich hinter ausgedehntem Buschwerk ausbreitete. „Da hat jemand hingekotzt, boah, wie asozial ist das denn!“

Angewidert blickte Weinreich auf das Erbrochene. „Lassen Sie noch mal jemanden von der Spusi kommen, Danner, kann sein, die haben hier was übersehen. Die sollen eine Probe nehmen.“
„Ist gut“, krächzte Danner, der ganz grün angelaufen und in diesem Moment sehr dankbar war, dass er sich damals gegen die Arbeit bei der Spurensicherung entschieden hatte.

„Ja, der war mächtig abgefüllt, als er hier ankam“, sagte wenig später der junge Focko Harms. „Hat irgendwas gefaselt von Ich krieg euch, ihr Pack! und was von Fürbitten, in die er uns auf keinen Fall mit einschließen würde …“
„Fürbitten?“
„Fürbitten. Der war doch so ein Heiliger, einer von diesen Heuchlern, die total hinterfotzig sind, aber hübsch regelmäßig in die Kirche gehen und ihr Ave Maria trällern. Na ja, der kam also auf uns zugetorkelt, hatte ganz glasige Augen, soweit man das im Dunkeln erkennen konnte. Dann ist er in die Büsche, kam wieder und ist einfach umgekippt. Wir dachten natürlich, der ist nur ohnmächtig. Dachten, eine Abkühlung würde ihm gut tun. Aber der ist gar nicht wieder zu sich gekommen. Da haben wir ihn stecken lassen und heute Morgen die Bullen gerufen.“
„Sie hätten uns gleich rufen müssen“, sagte Weinreich schwach, riss Danner den Notizblock aus der Hand und begann, sich damit Luft zuzuwedeln. Er fand das alles so absurd, dass er am liebsten laut gelacht hätte, aber das durfte er natürlich nicht.
„Sie brauchen doch auch Ihren Schlaf, Herr Kommissar“, lächelte Alisa Weber und zwinkerte ihm zu.
„Ich fürchte, Sie müssen mit einer Anzeige rechnen“, knurrte Weinreich.
„Legen Sie sie zu den anderen“, bemerkte die junge Frau achselzuckend.


6
Luise Hasselbeck, die Ex-Frau von Werner Hasselbeck, war eine verbitterte Frau. Mit hängenden Mundwinkeln und mit einem Übermaß an Make-up im verlebten Gesicht warf sie den beiden Polizisten finstere Blicke zu und steckte sich eine Zigarette nach der anderen an. Sie schien um einiges jünger zu sein als ihr Exmann. Alles deutete darauf hin, dass sie geweint hatte, ihr zerlaufenes Make-up wies entsprechende Spuren auf. Weinreich war erstaunt, in welchem Luxus die Frau wohnte, obwohl sie doch ganz offensichtlich bei der Scheidung nicht viel für sich hatte herausschlagen können. Vermutlich gehörte sie zu den Menschen, die durchaus über ein eigenes Einkommen oder Vermögen verfügten, den Hals aber nicht voll bekommen konnten und deshalb bei einer Trennung ungebührliche Forderungen stellten.

„Wie standen Sie zu Heiner Sonntag?“, wollte Weinreich wissen, nachdem er in einem bequemen Ohrensessel Platz genommen hatte.
„Wir haben uns geliebt“, sagte sie leise und nestelte nervös an ihrer Zigarette herum.
„Sie hatten ein Verhältnis?“, fragte Danner erstaunt.
„Ja. Nein. Er … hat Schluss gemacht.“
„Wann?“
„Gestern.“
Weinreich und Danner warfen sich einen kurzen Blick zu, dann fuhr Danner fort: „Da waren Sie natürlich sauer.“
„Nein, nicht sauer. Ich war enttäuscht. Und traurig. Aber nicht sauer.“
„Was hat er für einen Grund angegeben?“
Luise Weinreich legte ihren Kopf in den Nacken und blies schwungvoll den Rauch aus. „Er sagte, er könne es mit seinem Glauben nicht mehr vereinbaren. Gott würde ihn dafür strafen. Und seine Frau auch. Ach, er hat wirres Zeug gelabert.“
„War er betrunken?“
„Nein. Er war nüchtern.“
„Hatten Sie den Eindruck, dass er irgendwas genommen hatte?“
„Genommen? Was denn? Drogen oder so?“
„Ja, irgendwas in der Art.“
„Nein, er war einfach verwirrt. Wir haben dann miteinander geschlafen.“
Danner schaute sie überrascht an. „Er hat Schluss gemacht und dann sind Sie mit ihm ins Bett? Oder war es umgekehrt?“
„Nein, genauso. Ich wollte es so und er auch.“
„Sie haben gehofft, dass er dann wieder zu Ihnen zurück kommt.“
„Ja. Es hat schon mehrmals funktioniert.“
„Das heißt, er hat schon öfter mit Ihnen Schluss gemacht?“
„Ja. War ja auch nicht so einfach, jetzt, wo er da oben in Ostfriesland war. Und seine Frau durfte ja auch nichts wissen.“

„Aber diesmal ist Ihr Plan nicht aufgegangen“, vermutete Weinreich, der meinte, so langsam klar zu sehen. Wenn ihn nicht alles täuschte, saß vor ihm die Mörderin von Heiner Sonntag.
Zu seinem Entsetzen rollten der Frau im nächsten Moment Tränen über die Wangen und sie fing erbarmungswürdig an zu zittern. „Nein“, schluchzte sie und zog schniefend die Nase hoch, „er ist diesmal hart geblieben. Ich habe ihn angefleht zu bleiben. Ich habe gebettelt. Aber er ließ sich nicht beirren. Er …wollte nicht mehr.“
Weinreich stellte sich vor, wie diese verhärmte Frau womöglich auf Knien vor Sonntag herumgerutscht war und ihn beschwört hatte, bei ihr zu bleiben. Für einen kurzen Moment verzog er angewidert das Gesicht, fasste sich aber gleich wieder.
„Sie wollten ihn nicht gehen lassen“, sagte er, „und haben ihm etwas zu trinken angeboten.“
„Ja, wir haben noch einen Whisky getrunken, dann ist er gegangen. Hat gesagt, ich solle ihm keine Träne nachweinen. Und dann war er …weg.“ Wieder wurde die Frau von einem Weinkrampf geschüttelt.

„Wo haben Sie Ihre Medikamente stehen, Frau Hasselbeck?“, wollte Weinreich wissen und musterte interessiert die gut gefüllte Hausbar, vor der mehrere leere und fast leere Flaschen sowie zwei benutzte Gläser standen.
„Im Bad“, sagte sie schwach. „Was brauchen Sie denn?“
Weinreich gab Danner einen Wink. „Wir nehmen alles mit.“
„Aber warum denn?“, fragte Luise Hasselbeck mit bebender Stimme und steckte sich mit zittrigen Fingern eine weitere Zigarette an.
„Sie stehen in dem dringenden Verdacht, Heiner Sonntag ermordet zu haben. Bitte begleiten Sie uns aufs Revier, Frau Hasselbeck.“
Luise Hasselbeck sprang entsetzt auf und ließ dabei ihre Zigarette auf den Parkettboden fallen. Schnell sprang Weinreich auf und trat sie mit dem Fuß aus.
„Ich habe ihn geliebt“, schrie die Frau immer wieder, als sie wenig später abgeführt wurde. „Ich habe ihn doch geliebt. Ich habe ihn nicht umgebracht. Warum sollte ich das denn tun?“


7
Mächtig zufrieden mit sich saß Weinreich wenige Stunden später auf der Dachterrasse des Dachcafés und ließ sich sein Feierabendbier schmecken. Ach, nach einem herrlich zischenden Pils hatte er sich schon den ganzen Tag gesehnt. Genüsslich nahm er einen großen Schluck und sah in Richtung Gleiberg hinüber. Dunkle Wolken türmten sich am Horizont auf und verhießen die ersehnte Abkühlung. Er liebte den Sommer, aber dieser Tag war die reinste Hölle gewesen. Diese verdammte Schwüle. Und dann auch noch ein Mord, der nicht in einem klimatisierten Raum, sondern ausgerechnet im Freien stattgefunden hatte. Das brauchte kein Mensch. Aber nun war ja alles geklärt, dachte Weinreich und lehnte sich mit einem tiefen Seufzer zurück. Gleich würde seine Frau mit den Kindern zu ihm stoßen und dann würden sie etwas Leckeres zu Abend essen. Ja, das hatte er sich nach einem solch anstrengenden Tag verdient. Die Bilanz konnte sich schließlich sehen lassen. Er hatte einen Mord aufgeklärt, in weniger als 24 Stunden. Das sollte ihm erstmal jemand nachmachen. Das kam nicht allzu häufig vor. Er musste schon sagen …

„Moin, Herr Kommissar“, hörte er im nächsten Augenblick eine bekannte Stimme neben sich. Oh nein, dachte er und spürte Fluchttendenzen in sich aufsteigen, nicht dieser durchgeknallte Ostfriese schon wieder!
„Guten Abend, Herr …“, sagte er betont mürrisch.
„Harms. Ubbo Harms. Wir haben uns heute schon mal getroffen. Oben, bei den Deichen. Sie erinnern sich?“
„Durchaus. Sind Sie auch hier verabredet?“, fragte Weinreich, um dem Mann gleich klar zu machen, dass er ihn nicht bitten würde Platz zu nehmen.
„Nee. Ich wollte gerne hier hoch. Aber mein Sohn meint, das wäre zu spießig. Er hat’s nicht so mit Restaurants, wissen Sie. Aber er hat ja auch genuch Gemüse, da, wo er jetzt ist, ne? Da kochen die alles selbst.“
„Ja, das ist wohl so“, nickte Weinreich und sah auf die Uhr. Wo blieb nur seine Frau? Doch gleich darauf sah er seine jubelnden Kinder auf sich zu rennen. „So, Herr … dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Abend“, sagte er schnell.
„Harms. Ubbo Harms. Ja, das wünsche ich Ihnen auch, Herr Kommissar.“ Der alte Mann strich Weinreichs Tochter mit einem breiten Lächeln über den Kopf, dann wandte er sich zum Gehen.
„Ach, ich Dösbaddel“, rief er im nächsten Moment und schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn, „das hätte ich ja fast vergessen! Dabei bin ich doch extra deswegen hier hoch gefahren, als ich Sie reingehen sah.“
Umständlich kramte Ubbo Harms einen Briefumschlag aus der Tasche und reichte ihn Weinreich. „Das hatte mir die Frau von Heiner Sonntag mitgegeben. Hat gesacht, das soll ich sofort der Polizei geben, wenn ich in Gießen bin. Die soll was unternehmen. Nur gut, dass ich noch dran gedacht hab. Franzi wäre sonst bestimmt sauer gewesen, wenn ich ihn wieder mitgebracht hätte. Wollte es Ihnen ja schon heute Morgen sagen, das mit dem Brief, aber Sie haben mich ja nicht ausreden lassen, Herr Kommissar. Also Tschüß denn und guten Appetit.“ Mit einem Fingerzeig an eine imaginäre Mütze war Ubbo Harms verschwunden.

Kopfschüttelnd öffnete Tom Weinreich den Brief, fing an zu lesen – und erstarrte. „Das gibt’s doch nicht“, murmelte er und spürte, wie ein kalter Schauer seinen Körper durchlief. Er las:

Es tut mir leid, aber ich kann nicht mehr. Ich mache jetzt reinen Tisch. So kann ich nicht mehr leben und will es auch nicht. Mach’s gut, Franzi, meine geliebte Frau. Gib den Kindern einen Kuss von mir und sag ihnen, ihr Papa hat sie immer geliebt. Lebt wohl, wir sehen uns in einer besseren Welt. Heiner

„Dieser Trottel“, fluchte Weinreich und schlug mit der Faust auf den Tisch, „dieser verdammte ostfriesische Trottel! Trägt diesen Abschiedsbrief in der Tasche mit sich herum und redet nur von Deiche bauen! Da hört sich doch wohl alles auf!“

Und genau in diesem Moment brach über ihm mit zuckenden Blitzen und einem ohrenbetäubenden Knall das so heiß ersehnte Gewitter los.

ENDE

Elke Bergsma

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Schreibwettbewerb zum Krimifestival 2012 - Beitrag von Dieter Petersen Schreibwettbewerb zum Krimifestival 2012 - Beitrag von Hans Schneider und Ilka Voigt

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