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Im Herbst überlagert das grüne Chlorophyll nicht mehr die anderen Farbpigmente.

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Warum verfärbt sich Laub?

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Wenn das Haustier stirbt, ist Trauer angesagt. Und es stellt sich die Frage: Wohin mit dem toten Tier? In den meisten Fällen bieten sich vier Alternativen an.

Im Herbst verfärbt sich das Laub an den Bäumen je nach Art gelb, rot sowie braun und fällt dann ab. Warum eigentlich?

Das hängt mit der Verarbeitung des Sonnenlichts in den Blättern zu Stärke zusammen, also dem Prozess der Fotosynthese. Im Sommer sind die Blätter der meisten Pflanzen grün wegen des Farbstoffs Chlorophyll, welcher die grünen Anteile des Sonnenlichts reflektiert. Die anderen Lichtanteile werden absorbiert und zu Stärke umgewandelt.

Andere Farbpigmente im Blatt überlagert das Chlorophyll meist vollständig. Das sind Karotine (orange), Anthozyane (rot) und Xanthophyll (gelb).

Im Herbst dann werde das grüne Chlorophyll abgebaut, erklärt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Die Bäume verlagern es zusammen mit anderen Nährstoffen und Kohlenhydraten in die Wurzel und speichern es dort ab. Sonst würde es beim späteren Blattfall verloren gehen.

Nun haben die anderen Farbpigmente ihre Stunde - das rote Anthozyan, das gelbe Xanthophyll und das orange Karotin. Sie werden nicht mehr überlagert, die Bäume erstrahlen folglich in den schönsten Farben.

Die Färbung aber mündet im Blattfall. Das ist ein Schutzmechanismus der Bäume, um sich im Winter vor Kälte, aber auch vor dem Verdursten zu schützen. dpa

Wie manche Menschen erst eine kalte Dusche am Morgen so richtig munter macht, so brauchen auch manche Pflanzen einen Kälteschock vor dem Austreiben. Hier sind es die niedrigen Wintertemperaturen, die die sogenannten Kalt- oder Frostkeimer quasi aufwecken. Sie werden meist schon im Herbst ausgesät, aber auch im Dezember ist das noch möglich. Darauf weist die Gartenakademie Rheinland-Pfalz hin. Zu den Pflanzen gehören zum Beispiel Akelei, Bergenie, Buschwindröschen, Eisenhut, Enzian, Frauenmantel, Glockenblume, Herbstzeitlose, Iris sowie Lilie, Pfingstrose, Phlox, Schlüsselblume und Tränendes Herz.

Die Gartenakademie rät, ihre Samen in Kisten zu geben, die zunächst bei 15 bis 18 Grad rund drei bis vier Wochen lang im Haus stehen. Danach kommen sie an einen Standort mit rund zehn Grad Umgebungstemperatur.

Anschließend stellt man die Kisten an einem frostfreien Tag ins Freie - am besten an einem geschützten Platz. Insgesamt sollte man die Samen für rund vier bis acht Wochen Temperaturen von unter fünf Grad aussetzen, erst dann keimen sie. dpa

Der Frühling ist zwar schön;

doch wenn der Herbst nicht wär,

wär zwar das Auge satt,

der Magen aber leer.

Friedrich Freiherr von Logau

VON SABINE MAURER

Klammheimlich hat sich die Frau in den Abendstunden mit dem Spaten in der Hand zu der Wiese am Dorfrand geschlichen. Dort hat ihr Kater Benni sich zu Lebzeiten gerne gesonnt und so manche Maus gefangen. Nun ist Benni tot und Frauchen will ihn mangels eigenem Garten auf der geliebten Wiese begraben. Erlaubt ist das nicht.

"Außerhalb des eigenen Grundstücks ist so etwas laut Tierkörperbeseitigungsgesetz verboten, also auch in Wald und Flur", sagt Martin Struck, Vorsitzender vom Bundesverband Tierbestatter in Dortmund. Wird man erwischt, drohe ein Bußgeld bis zu 15 000 Euro.

Beim eigenen Vierbeiner hat der Eigentümer mindestens vier legale Möglichkeiten, mit dem toten Tier umzugehen: Er kann es in eine Tierkörperbeseitigungsanstalt bringen, es in einem Tierkrematorium einäschern, bei einem Präparator ausstopfen oder beerdigen lassen. Wer dagegen ein fremdes totes Tier findet, sollte zum Telefon greifen und den Fund dem Ordnungsamt melden. Die Behörde bringt den Findling - wie gesetzlich vorgeschrieben - in die Tierkörperbeseitigungsanstalt.

Kleintiere auch in Müll

Bei einem kleinen Tier gibt es - egal ob es das eigene oder ein gefundenes ist - zudem eine weitere Variante: Es darf in die Tonne für den Restmüll gelegt werden - aber keinesfalls in die Biotonne. "Als kleine Tiere gelten etwa Vögel und Hamster", erklärt der auf Tierrecht spezialisierte Rechtsanwalt Andreas Ackenheil aus der Nähe von Mainz.

Eine weitere Ausnahme sind sehr große Haustiere. Für sie ist eine Beerdigung auch im eigenen Garten illegal, wobei es hierbei keine exakten Vorgaben in Sachen Größe oder Gewicht gibt. "Wolfshunde und Doggen sind so an der Grenze", meint der Jurist.

Also darf alles zwischen Hamster und Wolfshund im Garten seine letzte Ruhe finden, vorausgesetzt er ist nicht nur gepachtet, sondern gehört dem Tierhalter. Zudem darf der Garten nicht in einem Natur- oder Wasserschutzgebiet liegen. Schließlich entweichen Leichengifte aus dem toten Tier. Laut Tierkörperbeseitigungsgesetz muss das Grab im Garten mindestens ein bis zwei Meter von der Grundstücksgrenze entfernt liegen und mindestens 50 Zentimeter tief sein. Je tiefer, desto besser - schließlich sollen die Überreste des Lieblings nicht von anderen Tieren wieder ausgebuddelt werden. Grabbeigaben sind verboten. Das Tier soll in ein Material eingewickelt werden, dass der Natur nicht schadet, zum Beispiel in Wolldecken, Zeitungen oder Handtücher.

Wie die Gräber in den Gärten üblicherweise aussehen, ist nicht bekannt. Auf den Tierfriedhöfen werden gerne Gedenksteine mit einer persönlichen Inschrift genommen - so etwa auf dem Tierfriedhof in Bad Homburg, dem zweitältesten seiner Art in ganz Deutschland. "Streunen war Dein Leben" steht etwa auf dem Grabstein der Katze Minki, deren Streunerleben schon nach drei Jahren zu Ende war.

"Du bist das Beste, was mir im Leben passiert ist", heißt es über die Katze Püppchen. "Danke, dass es Dich gab", "Du wirst immer in unserem Herzen sein" oder "Ewig mein Dackel-Mädchen" lauten weitere Inschriften. Auf manchen Gräbern stehen Blumen. Mittlerweile gibt es über 120 Tierfriedhöfe in Deutschland, darunter auch Naturfriedhöfe. Eine Beerdigung kostet meist zwischen 100 bis 300 Euro.

Eine weitere, häufig genutzte Möglichkeit ist es, sein Tier in einem Krematorium verbrennen zu lassen. "Der Gedanke daran fällt manchen Leuten schwer", weiß Ackenheil. Auch er persönlich habe diese Bedenken gehabt, sei aber über den pietätvollen Umgang sehr überrascht gewesen.

In diesem Fall gibt es etliche Alternativen. Es fängt an mit der Wahl zwischen einer Einzelkremierung und dem Verbrennen von mehreren Tieren gleichzeitig - wobei die erste Variante die teurere ist. Auf Wunsch wird die Asche dem Tierhalter in der zuvor ausgewählten Urne zugeschickt. Soll diese vergraben werden, gelten dieselben Regeln wie für die Beerdigung des intakten Tierkörpers: Die Bestattung ist nur auf dem eigenen Boden gestattet.

Die Urne muss in diesem Fall natürlich aus einem Material bestehen, das verrottet. Wer sie nicht vergraben, sondern etwa im Wohnzimmer aufheben will, kann ein haltbares Gefäß wählen. Die Asche darf auch verstreut werden - aber natürlich nicht in bewohntem Gebiet.

Im Tierkrematorium "Rosengarten" - nach eigenen Angaben Marktführer in Deutschland bezogen auf die Anzahl der Standorte - werden überwiegend Hunde eingeäschert, gefolgt von Katzen. Auch Nagetiere, Vögel und Reptilien werden ins Krematorium gebracht, wie das Unternehmen mitteilt. Vor 20 Jahren wurde der "Rosengarten" gegründet, mittlerweile hat das Unternehmen bundesweit 40 Filialen.

Etwa 85 Prozent der Tierhalter wollen die Asche ihres Tieres wiederhaben, zum Beispiel in einer Urne oder in einem Schmuckstück. Die Preise für eine Einzelkremierung liegen - je nach Gewicht des Tieres - zwischen 105 Euro und 315 Euro. Hinzukommen die Kosten für das Gefäß.

Die typischen immergrünen Hecken haben einen Vorteil, der zugleich ein Nachteil ist: Sie sehen fast immer gleich aus. Dabei ist der Wandel der Pflanzen im Verlauf der Jahreszeiten etwas Besonderes: Woche um Woche verändert sich die Optik ein wenig. Das lässt sich gerade an Wildobst-Gewächsen betrachten - die als Hecke gepflanzt nicht nur dem Menschen einen Mehrwert bieten. Sondern vor allem auch der heimischen Tierwelt.

Für die Zusammenstellung zählen zwei Kriterien: Was man selbst will, und was die Tiere wollen. "Wildobsthecken sind ein guter Nistplatz und Unterschlupf für Insekten, Vögel, Kleinsäuger und Nagetiere", erklärt Sandra von Rekowski vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde. Je dorniger und dichter eine Wildobsthecke ist, umso wertvoller ist diese für die Tierwelt als Versteck und Lebensraum.

Für den Menschen ist eher die Ernte wichtig: Wildobst ist ein Sammelbegriff für die Früchte wild wachsender und oft, aber nicht ausschließlich heimischer Pflanzen. Viele davon sind essbar. Die Früchte liefern unter anderem wertvolle Mineralstoffe und Vitamine.

Es gibt Naschfrüchte, die direkt vom Strauch im rohen Zustand verzehrt werden können - etwa Lenz- und Heidelbeeren sowie Koreakirsche. Die Früchte von Kornelkirsche, Schwarzer Holunder, Eberesche und Sanddorn müssen erst verarbeitet werden. Damit lange Zeit im Garten etwas blüht und später die Ernte entsprechend ausreichend ist, empfiehlt Marja Rottleb vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) etwa diese Pflanzkombination: "Den Anfang macht im Februar die Kornelkirsche (Cornus mas), ihr folgen im März die Schlehe (Prunus spinosa) und im April die Vogelkirsche (Prunus avium)."

Im Mai erblühen dann die Vogelbeere (Sorbus aucuparia), der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) und Himbeeren (Rubus idaeus), im Juni folgt der Schwarze Holunder (Sambucus nigra).

Da gerade in kleinen Gärten die Hecke nicht zu ausladend werden darf, ist die Schnittverträglichkeit der Pflanzen wichtig. Gut geeignet sind dafür Schwarzer Holunder und die Kornelkirsche. "Letztere können allerdings je nach Sorte bis zu sechs Meter hoch werden", warnt Gartenbau-Ingenieurin von Rekowski.

Darüber hinaus empfiehlt sie für kleine Grundstücke Lenz- oder Honigbeere (Lonicera caerulea var. edulis), Schwarze Apfelbeere (Aronia x prunifolia bzw. A. melanocarpa) sowie die Korea- oder Filzkirsche (Prunus tomentosa). Auch die schwachwüchsige Japanische Zierquitte (Chaenomeles japonica) und die Vierbeere (Ribes odoratum) - eine anspruchslose Variante der Johannisbeere - bieten sich an.

Schlehe, Holunder und Kornelkirsche hingegen eignen sich eher für große Gärten - und brauchen dann eigentlich keinen Schnitt. Trotzdem gibt Petra Müller von der Gesellschaft zur Förderung von Sanddorn und Wildobst grünes Licht für die Schere - denn "alle Wildobstgehölze sind schnittverträglich". Es reiche aber, sie alle vier bis fünf Jahre ein wenig auszulichten.

Diese Arbeit wird im Winter vorgenommen. Dabei wird kein klassischer Heckenschnitt zur Formung gemacht, vielmehr werden die älteren Triebe kurz über dem Boden entfernt, damit die jüngeren mehr Platz zum Wachsen haben. Darüber hinaus benötigen alle Wildobst-Gewächse keine spezielle Pflege. Gaben mit organischem Mehrnährstoff-Dünger seien jedoch sinnvoll, so Müller. Die beste Pflanzzeit für eine neue Wildobsthecke ist der Herbst. "Die Sträucher können so die sommerliche Restwärme im Boden effektiv nutzen und setzen sogleich neue Wurzeln an", erklärt Christoph Hau vom Bund deutscher Baumschulen. So kommen die Gehölze gut durch den Winter und können im Frühjahr einen idealen Start hinlegen.

Pflanzen versetzen

Natürlich sei auch im Frühjahr eine Pflanzung möglich, ergänzt Hau. Dann muss aber den Sommer über kontinuierlich gewässert werden, sonst kommt es zu Trockenschäden.

"Eine Wildobsthecke wird, sofern sie beerntet werden soll, nicht wie eine klassische Hecke in Reihe gepflanzt", erläutert Müller. Sie empfiehlt, jede zweite Pflanze etwas zu versetzen, sodass sich ein Art Zickzackmuster ergibt. Die Expertin rät, größere Pflanzen nach hinten zu setzen und kleinere nach vorne.

Der Pflanzabstand zwischen den Gehölzen richtet sich nach der Wuchsleistung der jeweiligen Wildobstart. Experte Hau rät grundsätzlich zu etwa einem Meter. "Durch diese dichte Pflanzung ist bereits nach drei bis vier Jahren ein dichter Sichtschutz entstanden und die Tierwelt findet schützende Rückzugsareale." Es gibt Ausnahmen: Müller empfiehlt für die Kornelkirsche rund zwei bis drei Meter Abstand zu anderen Gehölzen, da sie nach einer langsameren Anfangsphase ordentlich an Masse zulegt. dpa/Foto: dpa

Quelle: Gießener Allgemeine

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