Grüne Patenschaft

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Wer keinen Garten hat, kann trotzdem für den Natur- und Umweltschutz eintreten: über Blühpatenschaften. Doch die Vielzahl an Projekten im Netz überfordert. Wie man das richtige Projekt findet, erklärt Christian Hönig, Fachreferent für Baumschutz beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Gibt es Kriterien, auf die ich bei der Auswahl meiner Beteiligung achten sollte?

Ich würde beachten, dass man nicht nur eine Wiese hat, sondern dass auch eine Vernetzung von Flächen geschieht. Denn viele Insekten können nicht mehr von ihren begrenzten Refugien abwandern. Es ist also nur begrenzt hilfreich, wenn ich eine schöne Wiese für Insekten und Pflanzen habe, die aber nicht so leben können, wie sie es gewohnt sind. Dann ist darauf zu achten, dass die Blühangebote auf die lokalen Insekten genau abgestimmt sind.

Blühstreifen an Feldern sind ebenfalls beliebt. Wenn man Ihre Kriterien anlegt, sind aber auch sie problematisch, oder?

Hier hat sich leider gezeigt, dass die blühenden Randstreifen für Insekten gefährlich sein können. Denn werden diese als Blühstreifen angelegt und dann im Feld daneben Pestizide und Herbizide gesprüht, sind die Randstreifen Todesfallen.

Gibt es keine einheitlichen Standards für die Projekte, an denen man sich orientieren kann?

Es gibt bei den Blühpatenschaften noch kaum Standards und keine Zertifikate, denn das Ganze entwickelt sich gerade erst. Fragen zu stellen, ist daher wichtig. dpa

Quelle: Gießener Allgemeine

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